11.09.2014

Die Kaninchen bestimmen mit

Im Porträt: Die Gartenbauabteilung

 

Manchmal erzählen sie von früher: als das Laub noch mit Besen und Rechen gekehrt und in Fahrradanhänger geladen wurde – und dann per Hand auf einen Unimog. Einer der Gärtner trat ganztägig auf das Laub, um Platz zu sparen. „Heute setzen wir Laubpuster, Kehrmaschinen, wendige Dreiseitenkipper und Container-Lkw ein. Rund 300 Tonnen Laub werden jährlich entfernt. Dafür brauchen wir nur noch ein Fünftel der Zeit, die wir damals benötigten. “, berichtet Gärtnermeister Michael Mannott.

In der von ihm geleiteten Gartenbauabteilung arbeiten 18 Stammkräfte – Gärtner und Landwirte – und zwei Auszubildende. Von April bis November sind zudem 12 Saisonkräfte unterwegs. 660.000 Quadratmeter Grünfläche werden gepflegt; 5.000 Bäume regelmäßig begutachtet. „Jeder Baum ist mit einer grünen Plakette nummeriert. In einer Datenbank sind die Sorte, der Entwicklungsstand und eventuelle Krankheiten aufgelistet. Jährlich gibt es eine Überprüfung – wechselnd in belaubtem und unbelaubtem Zustand.“, erläutert - -Michael Mannott. Auch der Zustand jedes Spielplatzes ist dokumentiert. „Zwei Mitarbeiter überprüfen die Standfestigkeit und den Zustand der Geräte und reinigen den Sand.“ Die Verkehrssicherungspflicht ist eine wichtige Aufgabe des Teams. Gefahren wie defekte Gehwegplatten werden nach einer Dringlichkeitsliste beseitigt; Totholz und morsche Äste per Hubsteiger entfernt.

Neu gepflanzt wird im Frühjahr und Herbst. Rund 40.000 bis 60.000 Euro investiert die NEULAND jährlich in neue Sträucher, Bäume, Stauden und Beete. Was gepflanzt wird, bestimmen kurioserweise weitgehend die Kaninchen. „Viel Schönes knabbern sie weg, etwa Ziergräser, Hainbuchenhecken, Flieder oder Ahornbäume. Sie ruinierten sogar zehn Jahre alte dicke Kirschbäume, weil die Rinde sehr nährstoffreich war.“ Das Fressverhalten ist in jedem Quartier anders. „Wenig Interesse haben sie an Stauden, Forsythien, Storchschnabel, Frauenmantel, Hortensien, Hibiskus oder Rhododendron. Wir müssen uns anpassen und zäunen Neupflanzungen generell einen Meter hoch ein.“ 

Weitere Aufgaben des Teams: Rasen mähen, Hecken schneiden, Wege anlegen, Müllplätze und Zäune bauen, neue Spielplätze gestalten und 80 Kilometer Gehwege reinigen. Langsam beginnt nun auch wieder die Suche nach drei Weihnachtsbäumen. Sie sollen in der Adventszeit vor den Geschäftsstellen stehen. Wer eine schön gewachsene große Tanne abgeben möchte: bitte melden unter -Telefon 0 53 61.791 210.