11.09.2014

Jubel beim Überraschungsgast

Mehr als 600 Zuschauer kamen zur fünften NEULAND-KinoKulTour

Die mächtigen Bäume schienen auch zuzuschauen – eine stimmungsvolle Umrahmung des abendlichen Open-Air-Kinos. 

Mit der Parkfläche in der Eisenacher Straße hatte die fünfte -NEULAND-KinoKulTour einen idealen Platz gefunden. Einige Glühwürmchen schwirrten effektvoll herum und zwischen den Holzbänken, Liegestühlen, VIP-Strandkörben und langen Tischen gab es genügend Lücken, um sich zwischendurch einen heißen Flammkuchen, Hotdogs und Pizzataschen zu holen – oder Bier, Limonade und Cocktails. Rund 600 Zuschauer waren am 19. Juli dabei. So viele wie noch nie. Kleine Gruppen schauten von hinten an Stehtischen zu. Großfamilien hatten Decken mitgebracht. Überall sah man fröhliche, entspannte Leute. Der Wunschfilm „Fack ju Göthe“ brachte drei Generationen zum Lachen. 

Passend zur Komödie über den krassen Aushilfslehrer Zeki Müller und seine Chaos-Klasse hatte die NEULAND schon ab 18 Uhr für ein Schulfest der anderen Art gesorgt. In kleinen Zelten wurden Taschen besprüht und Airbrush-Tattoos gestaltet. In der Open-Air-„Aula“ riss die Schülerband Overexposed mit Rocksongs mit und auf dem „Schulhof“ war neben einer Torwand und einer Hüpfburg eine Action-Spielewelt aufgebaut: Pedalos, Stelzen und Riesenkreisel, Balancierscheiben, Kickboards und Skier. „Meine Enkel rennen die ganze Zeit hin und her. Immer nur am Wechseln, fast jede Minute. Die haben Spaß“, erzählte Viktor Friede. „Mir gefällt es hier auch sehr gut. Die Nachbarn treffen sich. Es ist eine coole Aktion.“ 

Patrick Dudek – er gilt als bester John-Travolta-Tänzer Deutschlands – übte derweil mit den Kindern eine Tanzchoreografie zu Jason Derulos Hit „Talk Dirty“ ein. „Was die für eine Lust und Energie hatten! Alle sind mit einem Lächeln gegangen“, sagte er anschließend. Zunächst hatten einige Jungs auf der Bühne drauflosgetanzt, während er beatboxte. Die Gruppe wurde immer größer. Jeder hatte seinen eigenen Moment im Rampenlicht. 

Gut kamen auch die Fotoaktion am Schulpult und die Graffiti-Aktion an. Zusammen mit zwei Berliner Szenekünstlern besprühten Kinder eine ausklappbare Mauer. Schablonen schnitten sie sich aus Pizzapackungen. Aus vielen Einzelbildern entstand ein großes Werk. Zum Schluss nahm jeder sein Motiv mit. Besonderes Glück hatte dabei Dunja Said Esdin (11). Auf ihrem Bild hatte zufällig der Überraschungsgast unterschrieben: Wölfi. Das VfL-Maskottchen – jubelnd begrüßt – machte mit den Kindern eine Polonaise. „Ich habe jetzt auch ein Pandabär-Tattoo“, erzählte Dunja. „Ich fand’s echt cool.“ Ihr Freund Oliver Kraszewski (12) hatte sich ein Flammen-Tattoo gesprüht, mitgetanzt und an der Torwand ein Federballset gewonnen. Bilanz: „Besser geht’s nicht.“ Er blieb auch noch zum Film: „Ich finde es so lustig, wie die da durchdrehen.“