08.02.2016

Generationengerechte Angebote stark nachgefragt

Aktuell ist rund ein Viertel aller Mieter der NEULAND Wohnungsgesellschaft älter als 65 Jahre. Bis 2020 wird der Anteil 65- bis 85-jähriger nochmals um 15 Prozent, der über 85-ährigen sogar um 200 Prozent, ansteigen. Grund genug für die NEULAND bei Modernisierung, Neubau und Serviceleistungen das Thema generationengerechten Wohnraum in den Fokus zu rücken. Insbesondere die Nachfrage nach Beratungsangeboten des NEULAND-Sozialmanagements steigt stetig. In 2015 nahmen 260 Mieter den Service wahr, um sich unter anderem über senioren- oder behindertengerechte Umbaumöglichkeiten zu informieren und dabei unterstützen zu lassen. Das entspricht einer Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Irina Helm, Bereichsleiterin des Immobilienmanagements, sieht in den Angeboten sowohl für die Mieter als auch für das Unternehmen selbst große Vorteile: “Wir haben im Bereich des Sozialmanagements dank jahrzehntelanger Erfahrung eine hohe Kompetenz. Das kommt uns jetzt zugute. Zum einem wenn es um die ganzheitliche Betrachtung unserer Neubauund Modernisierungsprojekte geht. Zum anderen verbessern wir durch die vom Mieter gewünschten Umbaumaßnahmen in unseren Wohnungen natürlich auch insgesamt die Qualität unserer Bestände. Strategisch richten wir unser Augenmerk ganz gezielt auf generationsübergreifende Wohnkonzepte, die es ermöglichen, bis ins hohe Alter und in jeglicher Lebenslage selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen zu können.“

Die größte Nachfrage besteht neben der Schwellenentfernung an den Zimmertüren und dem Umbau von Balkonzugängen beim alters- beziehungsweise generationengerechten Umbau der Badezimmer. „Veränderte Lebenssituationen und eingeschränkte Mobilität, vielleicht durch einen Unfall oder altersbedingt, und darüber hinaus das stetig steigende Bevölkerungsalter machen die Anpassung von Wohnräumen an die Bedürfnisse unserer Mieter nötig“, unterstreicht Silvia Mohaupt, Leiterin des Sozialmanagements. Im Rahmen von Modernisierungsprogrammen, wie aktuell im Bartenslebenring, und im Zuge von Mieterwechseln strebt die NEULAND bei einem großen Anteil ihrer Erdgeschosswohnungen einen barrierearmen Umbau an.

„Bei Einzelmodernisierungen haben wir natürlich wenig Einfluss auf das Außengelände, das bei unserem größtenteils aus den 1940er bis 1960er Jahren stammenden Beständen, viele Barrieren aufweist. Bei groß angelegten Standortmaßnahmen, wie beispielweise der Neuen Burg, haben wir ganz andere Möglichkeiten auch das Außengelände ganzheitlich generationengerecht zu gestalten. Hierzu zählen beispielsweise spezielle barrierearme und breite Gehwege, die den direkten Zugang in die eigene Wohnung ermöglichen, sowie eine Rollstuhl- und rollatorengerechte Wegeführung insgesamt“, ergänzt Silvia Mohaupt. Für die Neubauprojekte gilt eine barrierearme Gestaltung als Qualitätsstandard. Etwa jede achte in der Planung und Entstehung befindliche Wohnung wird für Rollstuhl und Rollatoren geeignet sein.