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70 Jahre jung Teil 1

 


In diesem Jahr feiern Stadt und NEULAND einen runden Geburtstag. Aus diesem Anlasss werfen wir in dieser und den kommenden Ausgaben einen Blick auf die Geschichte der NEULAND. Diese ist ja bekanntermaßen eng verknüpft mit der Wolfsburger Stadtgeschichte und die wiederum mit der Entstehung des Volkswagenwerkes. Durch den Mittelland-Kanal, die Bahnverbindung und die geplanten Autobahnen verkehrsgünstig gelegen, fiel die Standortwahl für den von Hitler beauftragten Bau eines Volkswagen-Produktionswerkes auf die hiesige Region zwischen Harz und Lüneburger Heide. Von da an ging alles rasend schnell: Am 26. Mai 1938 findet die Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes statt, am 1. Juli 1938 wird die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" und damit unser heutiges Wolfsburg gegründet.

Ursprünglich plante man eine Werkssiedlung mit Wohnmöglichkeiten für ca. 90.000 Menschen. Die Stadtplaner und Architekten Speer und Koller entwickelten das städtebauliche Leitbild einer Industriestadt, deren Kennzeichen in der Idee einer Gartenstadt mit weiten Grünflächen und einer Trennung der Bereiche Wohnen, Arbeit und Verkehr lag.

Da für Wohnungsbau und Betrieb noch kein eigenes Wohnungsunternehmen vorhanden war, nutzte man dafür den "Mantel" eines Leipziger Unternehmens und gründete am 2. November 1938 die "NEULAND" - Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH Wolfsburg. Mit anfangs nur 20 Beschäftigten galt es ein riesiges Tätigkeitsfeld abzudecken: von der Bauplanung und Geländeerschließung über das Roden, dem Sprengen von Abraumhalden, der Kanalisierung, dem Straßenbau, bis hin zum Fernheizungsbau und zur Elektrifizierung. Erste Wohnbaracken mussten gebaut, Baufirmen herangeholt und sowohl Bauarbeiter als auch Baumaterial aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland besorgt werden. Und all das in den immer schwieriger werdenden Kriegsverhältnissen...