01.09.2010

Holzauge, sei wachsam!

Die meisten haben wohl den Sommer damit verbracht, die schönen Stunden draußen vor der Tür zu verbringen. Doch spätestens mit Beginn des Herbstes werden diese Gelegenheiten voraussichtlich seltener werden. Die Menschen fangen an, es sich wieder vermehrt zu Hause gemütlich zu machen. Doch warum nicht dafür ein Stück Natur einfach mitnehmen weltraum zeigt in dieser Ausgabe, wie man mit wenig Aufwand natürliche Materialien zur Gestaltung einsetzt.

Wichtig ist, dass man bei der Auswahl der Einrichtungsgegenstände eine gute Mischung findet, sonst wirkt alles zu rustikal. Auch moderne Elemente und klare Formen sollten eingesetzt werden, weiß weltraum-Dekoexpertin Andrea Müller. Passend sind etwa Hocker im Strick-Look, Fellteppich in Kombination mit einem braunen Ledersessel (gesehen bei Buhl) oder auch Steinverblender im Look einer Natursteinwand. Auch auf DAS Naturmaterial schlechthin sollte nicht verzichtet werden: Holz. Es fühlt sich gut an, lässt sich wunderbar auch mit modernen Elementen kombinieren und verbessert zudem das Raumklima.

Kombinationsmöglichkeiten mit Naturmaterialien zeigt Andrea Müller in extra angefertigten Materialcollagen (s. Fotos Seite 16 und 18). Für den perfekten Kombinationsmix mit Kork, Bambus, Leder, Federn, Schurwolle oder Filz gilt: Vieles, aber nicht alles funktioniert! Wem Kaufen allein zu langweilig ist, für den hat Andrea Müller auch Tipps zum Selbermachen: Wir bauen etwa einen Beistelltisch aus Birkenstämmen in drei verschiedenen Höhen und naturbelassen. Beim Zuschnitt sollte darauf geachtet werden, dass die Schnittflächen der Stämme parallel zueinander sind und im rechten Winkel zum Stamm. Optisch wird der Birkentisch von einem Lederband zusammengehalten (weitere Infos zum Thema Hölzer's. Infokasten). Auch das zweite Accessoire im Holzlook ist schnell gemacht: Wir umwickeln dafür Glasvasen mit Rinde! Das Ganze wird mit Lederbändern sichtbar verknotet. Die Wirkung: natürlich kreativ. Zum Schluss noch ein paar Tipps, wie man kleine Problemchen an seinen Holzmöbeln behebt: Bei Wasserringen und Flecken greift man am besten zu Petroleum und poliert dann etwas nach. Auch Zahnpasta hilft beim Entfernen der Wasserränder. Kratzer verschwinden mithilfe einer Mischung aus Essig und Olivenöl, quasi der Vinaigrette-Methode. Schrammen auf dunklem Holz sollten dagegen nur mit etwas Speiseöl kaschiert werden. Wer einen kleinen Kerzenwachsunfall hatte, sollte das Wachs nie abkratzen, sondern erst mit einem Fön erweichen und dann abwischen. Anschließend mit Essigwasser nachbehandeln. Bitte unbedingt berücksichtigen: die Flecken-Tipps vorher an verdeckter Stelle ausprobieren.