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Wissen Sie schon, wie und wo Sie morgen leben möchten? Suchen Sie nach einer Wohnform, die das Leben lebenswerter macht, den Ansprüchen unterschiedlicher Altersgruppen gerecht wird und auch für ältere Menschen eine gute Alternative bietet? Dann könnten die folgenden Informationen genau die richtigen für Sie sein:

Im Gegensatz zu früheren Generationen haben wir inzwischen vielfältige Möglichkeiten, unser Leben (und Wohnen) zu gestalten.Heute werden Menschen nicht nur älter, sie bleiben auch länger fit, aktiv und gesund. Auch wer nicht mehr ganz so rüstig ist, muss seinen Lebensabend ja nicht zwangsläufig in einem "Heim" verbringen. Wenn doch: Ist das überhaupt bezahlbar und von wem? Weil es zukünftig mehr alte als junge Menschen geben wird, steigt das Bedürfnis nach Wohnraum, der den Ausstattungsanforderungen bis ins hohe Alter gerecht wird. Wie wäre es also mit einer gemeinschaftlichen Wohnform, besser noch: einer Wohnform für unterschiedliche Generationen, in vertrauter und verlässlicher Nachbarschaft mit gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Aktivitäten? Vielleicht möchte man sich auch aus guten Gründen eine Alternative zur eigenen Familie schaffen oder neue Bezugspersonen hinzugewinnen. Wer etwas gegen die drohende Einsamkeit unternehmen möchte und dennoch seine eigene Intimsphäre behalten, dabei aber selbstständig und selbstbestimmt bleiben möchte, für den könnte ein gemeinschaftliches Wohnprojekt die richtige Entscheidung sein. Und das Schöne: Jeder behält seine eigene Wohnung mit persönlicher Intimsphäre und profitiert dennoch von den Vorzügen der Gemeinschaft. Idealerweise greift man sich gegenseitig unter die Arme und unternimmt nach Lust und Laune gemeinsame Aktivitäten. Das Angebot an Inspiration und Ideen wächst schließlich in dem Maße, in dem unterschiedliche Menschen, Erfahrungen und dennoch ähnlichen Einstellungen zusammenkommen. So kann schon mal eine außergewöhnliche Reise geplant und realisiert werden. Oder die neuen Impulse der Mitbewohner bilden den Anstoß, endlich einmal Sport zu treiben oder einem neuen Hobby nachzugehen. Allein der Alltag in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt bietet schon jede Menge Vorzüge. Junge Familien etwa profitieren von älteren Menschen und umgekehrt. So könnte eine ältere Dame das Kind einer berufstätigen Mutter betreuen, die dafür Einkäufe miterledigt und die Wäsche übernimmt. Oder ein erfahrener Senior hilft dem jungen Mann bei einer beruflichen Entscheidung weiter, während der Ältere von einem jüngeren Mitbewohner in die Möglichkeiten des Internets eingeweiht wird. Dem nützlichen und unterhaltsamen Austausch sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Wie aber können Interessierte sich an solch einem vielversprechenden Projekt beteiligen? Die gute Nachricht lautet, dass gerade jetzt die Voraussetzungen gut sind, diese interessante Wohnform in die Tat umzusetzen. Dabei spielt die NEULAND eine wichtige Rolle, indem sie Objekte und ihre Zusammenarbeit anbietet, Interessenten informiert, anspricht und unterstützt. Fertige Projekte werden allerdings nicht auf dem Silbertablett serviert. Vielmehr sind Interesse, Initiative und eigene Ideen gefragt. Wie groß die Lust auf Wohnluftveränderung ist, belegt das Ehepaar Schürg. Die beiden Anfang-60-Jährigen hatten im Juni eine NEULAND- Info-Veranstaltung zum Thema besucht. "Wir finden so ein Projekt toll", sagt Frau Schürg. "Schließlich sind wir jetzt noch gesund und munter und können so noch selbst unsere Zukunft in die Hand nehmen." Haus und Garten sind dem Ehepaar inzwischen zu groß geworden und die anfallenden Arbeiten zu aufwendig. Deshalb möchten sie das Zwei-Etagen-Haus verkaufen und sich einer interessierten Projekt-Gruppe anschließen. Natürlich wünscht sich das Ehepaar seine persönlichen Rückzugsmöglichkeiten, aber beide sind offen für die Gemeinschaft. Ihr Motto: "Man muss sich nicht gerade gegenseitig in die Kochtöpfe schauen, aber kann sich doch unterstützen und zusammen etwas unternehmen. "Deshalb suchen sie ein nettes altersübergreifendes Umfeld, das immer mehr zusammenwächst. Ihr Wunschobjekt sollte in einem Stadtrandteil im Grünen liegen, mit Einkaufsmöglichkeiten und Busanbindung in unmittelbarer Nähe. Dass man bei einem derartigen Projekt aufeinander zugehen muss, ist für das offene Ehepaar sowieso kein Problem. Schließlich sei man mit zunehmendem Alter immer toleranter geworden und weiß, dass Gemeinsamkeit ein Prozess des Gebens und Nehmens ist. "Wenn man dann auch noch zusammen feiern kann, ist alles perfekt", sagt Frau Schürg, die mit ihrem Mann schon sehr gespannt ist auf das "Wohn-Abenteuer" und die von der NEULAND initiierte Projektwerkstatt.

Wie aber erfährt man, ob die Chemie in einer Gruppe stimmt, wie lernt man seine zukünftige Wahlverwandtschaft heute schon besser kennen? Barbara Mitulla, Vorsitzende des Vereins "Wolfsburger Wohnprojekte", kennt ein wirkungsvolles Rezept: "Häufig gemeinsam etwas unternehmen, damit man sich auch im Alltag kennenlernt. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir auch mal ein Wochenende in einem Haus am See verbracht haben, um neben dem Spaß auch die Macken des anderen kennenzulernen." Sie weiß aus Erfahrung, dass viele Menschen anfangs Angst vor unüberschaubaren Verpflichtungen haben. Aber alle Aktivitäten sind natürlich freiwillig und die persönlichen Rückzugsmöglichkeiten jederzeit gegeben. Auch das Thema Pflege sollte rechtzeitig besprochen werden. "Ob man Vereinbarungen über gegenseitige Unterstützung - etwa bei der Pflege von kranken oder älteren Menschentrifft, stehe ja jeder Gruppe frei", betont Barbara Mitulla. Das A und O bei dieser vielversprechenden Wohnform lautet ohnehin: Respekt und Toleranz!