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Aktiv werden – Vertrautheit schaffen

 

Beim letzen NEULAND-Workshop wurden die Veränderungen thematisiert, die auf Teilnehmer zukommen, sobald sie in ein Wohnprojekt einsteigen möchten. „Wenn ich mit anderen Menschen an einen neuen Ort ziehe, muss ich mein Leben neu konzipieren“, sagt Moderatorin Doris Tjaden-Jöhren. „In allen Gruppen erlebe ich auf diesem Weg ein gewisses natürliches Unbehagen. Offensichtlich fällt es leichter, etwas weniger Gutes, aber Vertrautes aufrechtzuerhalten, als sich auf ein neues Abenteuer mit vielfältigen Chancen zu freuen.“ Weiterhelfen können dabei die positiven Erfahrungsberichte von anderen Projekt-Bewohnern. Ebenso die Diskussion in kleinen Gruppen über das, was man aufgibt und was man dafür bekommt. Dabei unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig, indem sie im Austausch der Argumente die meisten ihrer Bedenken zerstreuen konnten.

Einen Schwerpunkt der kommenden Wochen bildet zweifellos der Prozess des näheren Kennenlernens. Dazu wurden in den Workshops erste Anregungen gesammelt und freiwillige Teilnehmer ermittelt, die die Organisation einer gemeinsamen Aktivität in die Hand nehmen. Diese Aktivitäten sollen außerhalb des NEULAND-Workshops in die Tat umgesetzt werden. Bei einem Frühstückstreffen, das an jedem ersten Sonntag im Monat vom Verein Wolfsburger Wohnprojekte veranstaltet wird, ging es dann konkreter zur Sache. Die Vereinsvorsitzende Barbara Mitulla erzählt: „ In lockerer Atmosphäre und bei einem leckeren Mitbring-Buffet konnte zwanglos geplaudert werden.“ Danach wurden verschiedene geplante Aktivitäten vorgestellt. Darunter ein Museumsbesuch in Hannover, den das Ehepaar Winkler organisierte, ein Übernachtungsbesuch eines Projekts in Potsdam im September und ein regelmäßiger Spieleabend, den Olivia und Cindy, die jüngsten Frauen der Gruppe, anregten. Lotte Kaltbeitzer, die eine Oker-Floßfahrt organisierte, erklärt: „Mein Mann und ich sind sehr daran interessiert, dass es vorangeht. Wir wünschen uns mit netten Menschen ein gemeinsames Wohnen in der Innenstadt. Auch Familien mit Kindern wären uns willkommen. Der Wunsch, sich näher kennenzulernen, ist wohl bei allen da. Deshalb habe ich die Initiative für eine gemeinsame Aktivität übernommen. Es wäre schön, wenn wir damit einen Weg einschlagen, der mehr Vertrautheit schafft.“