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WOHNsinn - Gemeinsam wohnen

 

Auf Initiative der NEULAND treffen sich seit September des Jahres ungefähr 60 Interessierte in der Projektwerkstatt "WOHNsinn". In drei Workshop-Gruppen erarbeiten sie in den Nachbarschaftshäusern Bartenslebenring und Teichgarten unter fachkundiger Moderation neue Konzepte des Zusammenlebens. Das Ziel: In den nächsten Monaten sollen mehrere  Wohngruppen entstehen, die nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gemeinsame Wohnkonzepte entwickeln. Und diese in vorhandenen oder noch zu schaffenden NEULAND-Objekten realisieren.

Was passiert in den Workshops?
Mit Filmen, Vorträgen und dem Besuch eines bestehenden Wohnprojekts vermittelten die Moderatoren Wissenswertes und Erfahrungen zur Vorstellung der Projekt-Idee. Erste Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet: Wie findet die Gemeinschaft zusammen?
Was passiert bei Auseinandersetzungen? Wie werden die Gemeinschaftsräume finanziert? In Gruppenarbeit wurden im weiteren Verlauf erste Vorstellungen formuliert. Dabei äußerten die Teilnehmer ähnliche Zukunftswünsche und Erwartungen an das Wohnprojekt: freundliche, tolerante und beständige Nachbarschaft, Privatsphäre und gemeinsame Aktivitäten, gegenseitige Unterstützung und Inspiration. Schnell wurde deutlich: Verständnis und Toleranz sind zentrale Voraussetzungen für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. Dennoch gibt es auch in den Workshops unterschiedliche Vorstellungen. Allerdings kann man gegenseitiges Entgegenkommen und Kommunikation lernen. Dabei helfen Regeln, die man beschließen und Vereinbarungen, mit denen man gut zusammen leben kann. Das A und O bleibt aber eine homogene Gruppe, die sich findet und  schließlich "Nägel mit Köpfen" macht.

Inzwischen haben die Teilnehmer einen Überblick über den Projekt-Ablauf und die nächsten Arbeitsschritte erhalten. Und kennen auch Projekt-Fallen wie unstrukturierte Diskussionen, zu hohe Ansprüche und fehlende Abmachungen. Nach der Auswertung von Fragebögen, die persönliche Wünsche und Ansprüche benennen, lassen sich demnächst Gleichgesinnte besser zusammenbringen. Dabei spielt der persönliche "Steckbrief" eine zentrale Rolle. "Ich teile mit, was ich auch von anderen gerne wissen möchte": Unter diesem Motto erstellen die Teilnehmer eine möglichst fantasievoll gestaltete Beschreibung der eigenen Person - mit Wünschen, aber auch Abneigungen sowie Stärken, die man einbringen kann. Diese "Bewerbungen" werden als Mappe für jeden Teilnehmer zusammengefasst und am 11. Dezember zum Abschluss des zweiten Workshop-Moduls bei einem Kaffeetrinken für alle Gruppen verteilt. Dann kann jeder mit jedem in Kontakt treten.  

So geht es weiter: konkrete Arbeitsschritte, Kommunikation, Konfliktmanagement und Rechtsformen für Wohnprojekte stehen demnächst auf dem Programm. Bereits realisierte Projekte werden via Film vorgestellt und zwei weitere sollen im Dezember in Hannover besucht werden.