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Schöner wohnen

 

Ein dekorativer Springbrunnen an der Pestalozziallee, umrahmt von Bänken. Ein Mehrgenerationenplatz am Schillerteich: mit Fitnessangeboten, Spielgeräten, Grillplatz und Ruhezonen. Verkehrsberuhigung zwischen Rothenfelder Straße und Pestalozziallee, verbunden mit bunten Blumeninseln auf den Gehwegen. Auf diese Weise könnte das Quartier rund um den Schillerteich weiter an Qualität gewinnen. So lautet das erste Fazit der Quartiersinitiative Schillerteich.

Seit gut einem Jahr sind die rund 2.500 Bewohner aufgerufen, ihr Wohnviertel (Rathenauplan bis Mühlengraben) gemeinsam mit Politik und Verwaltung der Stadt weiterzuentwickeln. Anfang 2012 wird dann überlegt, welche Anregungen umsetzbar sind. „Die Quartiersinitiative ist ein Pilotprojekt“, erläutert Koordinatorin Petra Dörnbach-Koch. „Ziel ist, Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.“ Anlass für ein Quartiersmanagement sei üblicherweise ein „besonderer Entwicklungsbedarf“. Hier werde man jedoch präventiv aktiv. „Wir entwickeln gemeinsam Ideen, um die Lebensqualität zu verbessern – bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.“ Ausgewählt wurde das Viertel, weil es innerstädtisch liegt. „Es hat viele Qualitäten: ein Naherholungsgebiet und eine gute Infrastruktur mit Geschäften, Kirche, Schulen, karitativen Einrichtungen und einem Altenheim. Hier wohnen Singles, Familien und Senioren. Festgestellt haben wir jedoch, dass es kein zusammengewachsenes Quartier ist. Wünschenswert ist eine stärkere Verzahnung – dass die Bewohner sich besser kennenlernen und öfter treffen“, so Petra Dörnbach-Koch. Viele Gespräche hat die Mitarbeiterin im Grundstücks- und Gebäudemanagement nun bereits geführt. „Eisbrecher“ war ein roter Ohrensessel. Regelmäßig wird er im Quartier aufgestellt. Wer sich reinsetzt, wird fotografiert und erzählt über sein Leben. Daraus soll dann ein Buch entstehen. Zudem gab es Infoveranstaltungen, Projekttage in Schulen und ein Fest anlässlich der Einweihung der sanierten Spielplastik am Schillerteich. Und an jedem letzten Montag im Monat ist jeder, der sich einbringen möchte, ab 17 Uhr in die Fabi 21 eingeladen. „Da könnte es ruhig noch voller sein“, so Jürgen Wolf. Der NEULAND-Mieter engagiert sich vor allem für eine Platzgestaltung mit Brunnen in der Nähe der Christophorus-Kirche und für eine Verkehrsberuhigung der Friedrich-Ebert-Straße. Die Initiative findet er „sehr begrüßenswert“. Also: aktiv werden und bald davon profitieren. Nähere Informationen bei Petra Dörnbach-Koch, Telefon 0 53 61/28 28 82.