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70 Jahre jung Teil 2

 


Anlässlich des im Herbst bevorstehenden Gründungsjubiläums der NEULAND werfen wir auch in der zweiten Folge einen Blick in die Geschichte unserer Wohnungsbaugesellschaft. Zusätzlich stellen wir eins von vielen NEULAND- Leuchtturmprojekten vor: das BadeLand.

1945-1953

Bis zur Währungsreform 1948 war das Tätigkeitsfeld der NEULAND noch stark eingeschränkt: Bewahrung des nicht kriegsbeschädigten Wohnungsbestands, Ausbau von Dachwohnungen zu Mansarden, mühsame Fertigstellung stillgelegter Bauten, die Erweiterung des Barackenbestands. Eine nennenswerte Bautätigkeit setzt erst allmählich nach der Währungsreform 1948 ein. Von da an fand eine verstärkte Wiederaufnahme der Bautätigkeit statt, der Bau von Eigenheimen und der Aufbau einer Instandhaltungsabteilung wurde vorangetrieben. Zwischen 1949 und 1959 betrieb die NEULAND den frühen Stadtaufbau - mit zwischen 40 und 70 Mitarbeitern - fast im Alleingang.

Die wichtigste Voraussetzung für die Stadtentwicklung in der Nachkriegszeit lag in der Entscheidung der britischen Besatzungsmacht, das Volkswagen-Werk nicht zu demontieren, sondern für die Produktion des Volkswagens zu verwenden. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Zuwanderung von Flüchtlingen, die das erforderliche Arbeitskräftepotential für das Werk bildeten. So waren die Weichen auf Erfolg gestellt: Der rasante wirtschaftliche Aufstieg des Volkswagen-Werks in den 50er und 60er Jahren, aber auch eine fulminante Stadtentwicklung konnte beginnen. Die andere Seite der Medaille sah anfangs weniger rosig aus: Flüchtlinge, Heimatvertriebene und heimkehrende Soldaten fanden zwar im Werk Arbeit, aber wie überall in Deutschland herrschte auch in Wolfsburg Hunger und Wohnungsnot. Baracken wurden bewohnt, Wohnungen waren mehrfach untervermietet und hoffnungslos überbelegt.

1954-1969
Zwischen 80 und 100 NEULAND-Beschäftigte sorgten inzwischen für eine stärkere Neubautätigkeit, Bauerneuerung und Modernisierung, sowie den Bau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen. Dazu kam die Einrichtung eines Bauhofs und einer eigenen Gartenabteilung. Einen enormen Aufschwung erlebte der Wohnungsbau aber erst ab 1955. Denn am 21. Februar  erhielt die Stadt das Eigentumsrecht über einen großen Teil des im Stadtgebiet gelegenen Grund und Bodens. In diesen Zeitabschnitt fällt auch der Bau des 14-geschossigen Hochhauses mit Dachcafé in der Saarstraße (1959/60) und des achtgeschossigen Hochhauses in der Tiergartenbreite (1961/1962).

Auf die Wirtschaftswunderjahre und die kontinuierliche Zunahme der VW-Belegschaft reagierte die Stadt mit der Ausweisung immer neuer Wohngebiete. So entstanden in den 50er Jahren die Waldsiedlungen am Eichelkamp und auf dem Rabenberg, in den 60er Jahren war die NEULAND kräftig beteiligt am Wohnungsbau in der Nordstadt. 1961 starteten die Bauarbeiten in Detmerode. Der Baubeginn 1966 in Westhagen wurde allerdings bald aufgrund der Wirtschaftskrise in der zweite Hälfte der 60er unterbrochen und erst 1979 wieder aufgenommen.

Leuchtturmprojekt Badeland:
Faszination Wasser pur! Im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte hat die NEULAND eine Vielzahl von herausragenden Projekten realisiert. Projekte, die inzwischen das Stadtbild prägen und aus dem Alltag der hier lebenden Menschen kaum noch wegzudenken sind. Auch wenn das Hauptbetätigungsfeld der NEULAND darin liegt, Menschen mit Wohnraum zu versorgen, so behielt die erfahrene Wohnungsbaugesellschaft immer auch das Gemeinwohl und übergeordnete Aspekte im Blick.

Nachdem die Stadt den Beschluss gefasst hatte, aus vielen kleinen Projekten ein kombiniertes Sport- und Freizeitbad entstehen zu lassen, war die NEULAND zunächst als Krisenmanager gefragt: Da am Tag des beabsichtigten Baubeginns ein verheerendes Feuer ausbrach, musste danach schnell gehandelt und neu geplant werden. Dennoch konnte schon am 2. Februar 2002 mit dem neuen BadeLand im Allerpark eine Freizeiteinrichtung der Superlative eröffnet werden. Mit 3 000 Quadratmetern Wasserfläche und einer attraktiven Saunalandschaft von 2 400 Quadratmetern bieten sich tolle Voraussetzungen für Sport, Spaß, Wellness und Entspannung.

In einer der größten Badelandschaften Deutschlands wurde unter einem Dach ein starkes Konzept der ausgewogenen Angebotsvielfalt nach neuesten Erkenntnissen der Freizeitarchitektur und des Freizeitmanagements in die Tat umgesetzt. Hier gibt es für jede Altersgruppe Badeattraktionen und grenzenloses Freizeitvergnügen. Im Angebot: Großschwimmbecken mit zehn 50-Meter-Bahnen, Nichtschwimmerbecken, Springerbecken mit 5-Meter-Turm, Liegeflächen, Spaßrutschen und 110 Meter lange Riesenrutsche mit "Illusions Screen" und "Running Light" sowie die Rafting slide, eine 139 Meter lange Zweier-Reifen-Röhrenrutsche. Außerdem: ein Wasserspielgarten für Kinder mit Geysiren, Wasserpilzen und Spritztrompeten, Babybecken mit Schiffchenkanal und Wasserblume, ein Mediterranbad mit Außenbecken, Strömungsfluss, Massagendüsen, Geysirgruppen und ein Wellenbad  mit bis zu 1,20 Meter hohen Wellen. Dazu kommen ein Warmsprudelbad mit Luftsprudeldüsen und Luftbrodlern, eine Liegelandschaft in reizvollem Ambiente mit Felsen, fantastische Saunamöglichkeiten, Massageräume und drei Restaurants. Und all das barrierefrei: Der Badbereich ist behindertengerecht gebaut, alle Becken sind bequem und problemlos mit dem Rollstuhl zu erreichen.