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Tapetenwechsel


Der Frühling naht mit ganz großen Schritten, und der Blick durch die eigene Wohnung offenbart gleich zwei Dinge auf einmal: Erstens, es könnte mal wieder geputzt werden und zweitens, wollte man nicht schon lange mal etwas optisch verändern, mal was anders machen? Leider fehlt häufig das nötige Kleingeld, um gleich die komplette Wohnung zu renovieren, oder auch die Lust, sämtliche Wände zu tapezieren. Muss aber auch nicht sein. Unsere "weltraum-Expertin" für das Wohnungs-Innenleben, Andrea Müller, hat ganz einfache Tipps auf Lager, wie man mit wenig Aufwand und kleinem Geld allen Räumen ein "neues Gesicht" verpassen kann. Die Zauberworte heißen: "Tapeten als Bilder". "Tapeten so einzusetzen ist ein aktueller Trend und eine echte Alternative zur tapezierten Wand", erklärt Andrea Müller, diplomierte Architektur-Ingenieurin.
Die Angelegenheit ist nicht nur sehr einfach, es gibt auch Dutzende von Gestaltungsmöglichkeiten, egal ob für Wohn‑, Schlaf-, Kinder- oder Arbeitszimmer, sogar der Flur erhält durch Tapeten-Bilder ein neues Aussehen. Und so geht´s: Zuerst benötigt man einen entsprechenden Untergrund, auf den die Tapeten aufgeklebt werden können. "Hier bieten sich 16-mm-Spanplatten an, die in jedem Baumarkt zu haben sind. Am besten lässt man sich die Platten auch gleich zurechtschneiden", empfiehlt die Einrichtungs-Expertin. Die Kosten liegen etwa bei 10 Euro pro Quadratmeter. Je nach Geschmack können eine große oder auch mehrere kleine Platten bearbeitet werden. In die Platten werden hinten Löcher hineingebohrt, um sie hinterher z. B. mit Nägeln an die Wand hängen zu können. Es ist aber auch möglich, sie einfach dekorativ an die Wand zu lehnen. Bei der Auswahl der Tapeten sind der Fantasie anschließend keine Grenzen gesetzt. Andrea Müller wählt für unsere Beispiele gleich mehrere verschiedene Vliestapeten, je nach Raum und Geschmack: "Angesagt sind momentan vor allem Tapeten im 70er Jahre-Stil. Dazu gehört auch die lange verpönte Fototapete." Die Tapeten besorgen wir für die Beispiele im Baumarkt und im Tapeten-Fachgeschäft "neuta - creative Raumgestaltung". Der Preis pro Rolle liegt zwischen 15 und 40 Euro je nach Qualität und Muster. Zu Hause rühren wir Kleister an, bestreichen die Spanplatten (nicht die Tapeten!) und kleben die Tapeten auf. Überflüssige Ränder werden einfach abgeschnitten. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Spanplatte anschließend nicht mehr zu sehen ist. "Der Trend geht immer mehr weg von Rauhfaser. Wer also in seinen Räumen etwas ändern möchte, sollte sich ruhig trauen", sagt Andrea Müller. Weg vom schlichten "Arztpraxis-Charme" zu edlem Silbermuster, üppigem Rot, geometrischen und linearen Mustern oder sogar Blümchentapete. Ein weiterer Vorteil: Die Bilder lassen sich auch schnell und einfach um- oder wieder abhängen. So kann man der Wohnung auch eine ständig wechselnde Wirkung verpassen und insgesamt wenig falsch machen.



