NEULAND-Blog

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Archiv für den Monat: November 2013

| 15.11.2013 | 10:02 Uhr

Allgemein, Hausmeister, Service : Die Sache mit dem Müll

Andreas Lutz

Montag 07:00 Uhr: Arbeitsbeginn. Stimmt nicht ganz, denn eigentlich bin ich schon seit 05:30 Uhr unterwegs. Heute beginnt eine ungerade Kalenderwoche und das heißt für mich: “Bio-Tonnen an die Straße stellen“. So eine volle Bio-Tonne stinkt nicht nur zum Gotterbarmen, sie ist auch richtig schwer. Und sie sorgt auch für den richtigen Sound, wenn man sie, wie ich jetzt, über Kopfsteinpflaster zieht. Wer, wie z.B. Familie Müller Meier Schmidt, unter deren Schlafzimmerfenster ich gerade polternd die Tonne vorbei ziehe, bei offenem Fenster schläft, dürfte spätestens jetzt wach sein. Dazu kommt die Duftspur der Verwesung, die sich wie ein unsichtbarer Schleier seinen Weg durch das auf Kipp stehende Fenster sucht. Ich habe nur eine wage Vorstellung davon, wer mich heute Morgen alles zum Teufel wünscht. Dabei ist es nun wahrlich nicht meine Schuld (ist es sowieso nie), dass ich schon früh am Morgen Krach machen muss. Die Müllabfuhr beginnt um 06:00 Uhr mit der Abholung und bis dahin müssen alle meine Tonnen an der Straße stehen. Basta. Als Hausmeister muss Mann tun was Mann tun muss.

Bis jetzt war mein Diensthandy ausgestellt. Aber nun, da es 07:00 Uhr ist und meine Arbeitszeit offiziell beginnt, schalte ich es ein. Gleich wird es piepen und mir sagen, dass ich Anrufe in Abwesenheit hatte und dass meine Mailbox Nachrichten für mich bereit hält. Bingo! Auf mein Handy ist Verlass! Ich habe 9 Anrufe in Abwesenheit und auf meiner Mailbox warten 2 Anrufe darauf, abgehört zu werden. Bei den 9 Anrufen in Abwesenheit handelt es sich immer um die gleiche Nummer. Das ist nicht gut. Wenn jemand so oft versucht hat anzurufen, dann muss es wichtig gewesen sein. Hab ich gestern irgendjemand versetzt? Vielleicht einen Studenten, dem ich die Schlüssel für sein Studentenzimmer übergeben wollte? Einen Studenten, der extra aus “Ganz Weit Weg” angereist kam und nun, da ich nicht zum verabredeten Termin erschien, in seiner Verzweiflung wieder und immer wieder meine Nummer anrief? Die Nummer seines Hausmeisters. Seinem einzigen Ansprechpartner in der Fremde. Vielleicht seinem einzigen Freund, den er in dieser Stadt jemals haben wird. Allein in Wolfsburg. Diesem Schmelztiegel des … Ach was soll’s… ich werde mich später darum kümmern. Ist eh zu früh um zurückzurufen.

Vielleicht ein Wort zur Erklärung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zimmersuchende Studenten, die von so “Ganz Weit Weg” kommen und daher ein Zimmer vor der Anmietung nicht selbst in Augenschein nehmen können, hin und wieder davon ausgehen, dass der Hausmeister auch nach Feierabend noch im Gebäude anzutreffen ist. Der geneigte Leser weiß natürlich, dass dem nicht so ist. Alle anderen wissen es bitte jetzt. In meinem Fall sitzt der Hausmeister nach Feierabend in der Regel vor dem Fernseher und nutzt sein Sky Abo. Und das Handy ist aus. Apropos Handy!

Jetzt erst mal die Mailbox abhören. Anruf 1 – Freitag 26.6.  19:34 Uhr: “ Hallo, ist da der Hausmeister? Ich wollte nur sagen, dass bei uns im Treppenhaus die Birne kaputt ist. Ich dachte es gehört zu Ihren Aufgaben das zu kontrollieren. Ich frag mich, wann da mal jemand kommt und das repariert. Oder muss erst jemand stürzen? Trotzdem, schönen Tag noch.”

Kein Name. Keine Adresse. Keine Telefonnummer um zurückzurufen. Na ja, bei 75 Hauseingängen die ich betreue… für mich ein Klacks. Da hab ich ja schon mal eine schöne Aufgabe für heute.

Anruf 2 – Freitag 26.6. 19:36 Uhr: “Ja, ich noch mal. Mein Name ist Rotleff, Lessingstraße 97. Wegen dem Licht.” Na siehste, geht doch. Auf einen Schlag hab ich mir mindestens 4 Stunden Sucherei erspart. So gesehen hab ich die ja jetzt übrig. Könnt ich ja heute eher gehen.

Das mit der Birne im Treppenhaus mach ich später. Aber ich schreib mir das mal lieber auf. Bevor ich es vergesse. Ich fühl mich sicherer, wenn ich immer alles aufschreibe. Ich hab so ein ganz tolles Notizbuch geschenkt bekommen in das ich alles reinschreibe. Sie stehen bestimmt auch schon mit drin. Ich schäme mich nicht zu sagen, dass mein Gedächtnis zu 80 Prozent aus Rindsleder besteht.

In diesem Notizbuch steht auch drin was ich mir für heute vorgenommen habe. Als Erstes: Mülltonnenplätze sauber machen. Das ist übrigens ein Eintrag den ich niemals abhaken kann. Dieser Eintrag bleibt dauerhaft in meinem Büchlein, denn er ist von immerwährender Gültigkeit. Müllplätze sind in den meisten Fällen wahre Müllplätze. Ich habe mich bereits mit allem bewaffnet, was ich zum Säubern eines Müllplatzes brauche. Ich habe es ordentlich im Anhänger meines Dienstfahrrads verstaut. Mein Dienstfahrrad ist mein ganzer Stolz! Ein Dreigang Damenrad mit Körbchen am Lenker. Da kann man sicherlich im Laufe der Jahre noch nachbessern.

Ich erreiche ziemlich schnell den Platz, der es am nötigsten hat. Die fein säuberlich neben den Tonnen abgestellten Abfallsäcke sind leer und der Inhalt liegt wie ein Teppich über dem Platz verteilt. Mein Blick fällt auf den Handpuster. Damit hätte ich in Sekunden alles zusammengepustet. Bräuchte es nur in die Restmülltonne zu schaufeln. Ich hab gelesen so ein Handpuster ist so laut wie eine vorbeifliegende F 16. Mit dem Unterschied, dass diese F16 ja nicht vorbei fliegt. Sie kreist vielmehr über dem Müllplatz. Dann halt doch lieber oldschool. Zu einem richtigen Hausmeister gehört eben auch ein richtiger Straßenbesen.

Obgleich ich sagen muss, dass mir ein Mieter schon mal zu Dank verpflichtet war als ich ihn durch das Geräusch (“Krach” ist so ein hässliches Wort) meines Pusters aus dem Schlaf gerissen hatte. Sein Wecker hatte in der Nacht den Geist aufgegeben und nur durch mich und meinen Laubbläser hatte er nicht verschlafen. Gut möglich, dass er dadurch einer Abmahnung seines Arbeitgebers entging. Laubbläser können also so gesehen durchaus auch Arbeitsplätze erhalten. Zumindest in diesem Fall.

Noch etwas fällt mir immer wieder auf. Es betrifft das Trennen von Müll. Ich glaube, dass viele Menschen glauben, dass man Müll gar nicht trennen kann, weil Müll ja nur aus einer Silbe besteht. Dabei ist Mülltrennen so überaus wichtig. Gerade in Zeiten wie diesen. Den “Geiz ist Geil” Zeiten. Ich erlebe es hin und wieder, dass Tonnen nicht abgeholt werden, weil sie außer dem, was reingehört, auch ganz viel beinhalten, was nicht reingehört. Ganze Kinderwagen finden sich in der Gelben Tonne. Altkleider in der Papiertonne. Auf diesen Tonnen klebt dann ein Etikett auf dem steht „Fehlbefüllung”. Das ist so eine Art „Post-it” von der Müllabfuhr und bedeutet, dass sie für einen Haufen Geld noch mal wiederkommen und die Tonne abholen. Geld, das wir uns sparen sollten. Und lassen sie mich an dieser Stelle noch etwas hinzufügen:

Mülltrennen rettet nicht die Welt.
Mülltrennen rettet die gute Beziehung zum Hausmeister.

Dass mein Handy klingelt, genau in dem Moment da ich zum Besen greifen will, wundert mich nicht wirklich. Denn genau so war es gestern auch. Und vorgestern. Und vorvorgestern und und und….

Eine aufgeregt klingende Stimme bittet mich schnell zu kommen, denn im Heizungskeller kommt Wasser aus der Wand. Ich werfe meinen Besen in den Anhänger und düse los.

Früher hätte man mich erst stundenlang suchen müssen. Ich hätte mühelos den Müllplatz reinigen können. Vielleicht sogar noch zwei, drei weitere. Ok, der Keller würde dann vermutlich unter Wasser stehen, der Müllplatz allerdings wäre sauber. Doch jetzt, da alle ein Handy haben…

Das nur mal zur Erklärung, warum Müllplätze immer vermüllt sind. Warum der Hausmeister kommt und dann unverrichteter Dinge wieder wegfährt. Es liegt am Mobilfunk.


| Marketing | 06.11.2013 | 14:26 Uhr

Allgemein : Die Party des Jahres

Monika Geier

 

Nach fast einem Jahr Planung war es jetzt endlich soweit: Wir haben zusammen mit vielen Kunden, Kollegen und Partnern den 75. Geburtstag der NEULAND im Hallenbad – Kultur am Schachtweg gefeiert. Eine Chronologie der letzten Stunden…

 

 

01. November 2013
Freitag Mittag vor der Feier war alles vorbereitet. Wir waren zwar ein bisschen aufgeregt, aber halbwegs entspannt. Bis…. gegen 14:00 Uhr der Anruf von „Frida Gold“ kam, dass die Band aus gesundheitlichen Gründen bei unserer Geburtstagsfeier am kommenden Tag nicht auftreten kann. Schockstarre. Wie sollten wir innerhalb von 24 Stunden einen adäquaten Ersatz für die Band bekommen? So kurzfristig ist doch keine beliebte, erfolgreiche Band mehr verfügbar. Wie soll dann der Abend verlaufen?

Aber die Konzertagentur hat sich richtig reingehängt und eine Knallerband organisiert. Unglaublicherweise hatte „Revolverheld“ Zeit und war auch noch so spontan bereit zu unserer Party zu kommen. Die Info musste dann nur innerhalb kürzester Zeit an die Öffentlichkeit. Presseartikel wurden geschrieben, versendet, online gestellt, bei Facebook gepostet und geteilt. So wussten viele schon am Freitagabend Bescheid, dass sich der Hauptact bei unserer Veranstaltung geändert hat.

2. November 2013
Begonnen haben die Geburtstagsfeierlichkeiten um 11 Uhr mit einer Matinee im großen Schwimmerbecken des Hallenbades. Der offizielle Festakt ging fast fließend in das Nachmittagsprogramm über. Während sich die Kinder im Kino und beim Laternebasteln vergnügten, genossen nicht nur deren Eltern im Foyer Kaffee und Kuchen. Bei entspannender Klaviermusik von Helge Adam saßen viele bei gemütlichen Gesprächen zusammen. Den Abschluss des Nachmittags bildete ein stimmungsvoller Laternenumzug.

Danach wurde es für uns, das Organisationsteam, richtig aufregend. Um 19:00 Uhr begann der Einlass der Partygäste. Wir hatten ein bisschen Angst, dass wir dem Ansturm nicht gerecht werden und die Gäste zu lange bei dem Eingangsprozedere warten müssen. Aber die Besucher kamen nicht alle zeitgleich, so dass alles gut verlaufen ist.

Die Bands waren alle klasse. Unsere drei Vorbands, die sich bei einem Casting und einem Facebook-Voting den Platz auf der Bühne erspielt haben, machten tolle Musik und „Revolverheld“ rockten die Bühne vom Feinsten. Die Jungs waren super sympathisch und total authentisch. Und dadurch, dass die Besucherzahl durch die Größe des Hallenbads auf eine – für Konzerte – angenehm kleine Menge begrenzt war, fühlte man sich selbst in der hintersten Reihe noch ganz dicht dran.

Nach dem Konzert lichteten sich die Reihen zwar ein bisschen, aber es blieben immer noch viele Besucher da, um gemeinsam mit uns zur Musik von DJane Tante Astrid zu tanzen und zu feiern.

Das war wirklich eine schöne Party. Für uns als Mitarbeiter war sie auch deshalb etwas Besonderes, weil neben einer Menge Kollegen auch viele Kunden vor Ort waren. Man war unter so vielen netten Menschen und Freunden – eine tolle Mischung!

Auch im Nachhinein haben wir noch viel positives Feedback bekommen. Wenn es den Besuchern gefallen hat, freut uns das natürlich besonders. Dann war es all die Mühe wert. :-)