NEULAND-Blog

Hallo! Schön, dass wir unsere Leser an dieser Stelle begrüßen dürfen. Hier finden sich aktuelle Infos aus unserem Unternehmen sowie Interessantes und Wissenswertes rund um die Themen „Leben in Wolfsburg“ und „Wohnen bei der NEULAND“. Jede/-r Interessierte ist herzlich eingeladen, unsere Blog-Beiträge zu lesen, zu kommentieren und mit uns zu diskutieren – wir freuen uns auf konstruktive Kritik sowie verschiedenste Sichtweisen und Meinungen!

Archiv für den Monat: März 2014

| 05.03.2014 | 14:17 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Olaf rennt…!

Olaf Levin

…glaubt man den Kollegen von Wikipedia, dann heißt Marathon übersetzt – Fenchelfeld. Also mit Fenchel hab ich`s ja nicht so. Deshalb gönne ich mir erst mal nur einen halben Fenchel – also 21,0975 Kilometer.

Mein Name ist Olaf Levin und ich werde euch die nächsten knapp 6 Monate an meiner Herausforderung teilnehmen lassen …

…bei der letzten Redaktionssitzung für das Neuland Magazin Weltraum fing alles an. Frau Görlitz erzählte von dem Projekt  „Neuland– Laufworkshop“  und wie wir das eventuell filmisch einfangen können.

Ich hatte da sofort eine Idee – behielt die aber schön für mich – Es sollte gut überlegt sein, ob man sich selbst im Internet  zum „Horst“ macht. (Der Autor entschuldigt sich schon mal bei allen Horsts der Welt und bezieht sich auf die Redensart sich / jemanden blamieren / lächerlich machen)

Die Idee: Ich möchte am 14.09.2014 beim Wolfsburg Marathon starten – Allerdings „nur“ den Halbmarathon – also  21,0975 Kilometer.

Wieso gerade ich ?

Ich bin der Prototyp der Generation Golf:

Anfang 40 – beruflich stark eingebunden – Ehemann, Vater und Herrchen. Als ich vor sieben Jahren die Zigaretten aus meinem Leben verbannt habe, wuchs kurz unter meinem Brustbein, eine seltsame Kugel aus meinem Körper. Kennt Ihr Goofy?

Vielleicht kann der eine oder andere mitfühlen bei den Sätzen:

Ich liebe Sport aber schaffe es gerade zeitlich nicht  …

Sobald der Schnee geschmolzen ist, geh ich wieder laufen …

Das ist mir jetzt zu warm zum Laufen, das ist ja auch nicht gesund oder?

Müsste ich nicht erst meine Muskulatur aufbauen, bevor ich anfange zu laufen?

Bis nächsten Montag esse ich noch schnell die Süßigkeiten Schublade leer …dann kauf ich das nie wieder …

Meine neue Strategie – Ich mach es öffentlich – und wenn ich jetzt versage, dann habe ich dabei Zuschauer – Das sollte Ansporn genug sein, das halbe Fenchelfeld zu schaffen …

Ich würde mich freuen, wenn ihr  mit mir, und sei es auch nur im Geiste, die nächsten sechs Monate mitlauft.

Wöchentlich wird es hier einen Blog geben – zusätzlich könnt Ihr beim Neuland Facebook-Channel Fotos und Videos zum Thema:  „Laufworkshop Neuland“ sehen … und wie ich mich darin schlage… vom Arzt Checkup bis zur Ziellinie…


| 05.03.2014 | 09:26 Uhr

Allgemein, Hausmeister, Service : What does it mean “Schranktrocken“?

Andreas Lutz

Mein Telefon hat verdächtig lang nicht mehr geklingelt. Ungewöhnlich lang. In diesem Augenblick klingelt es. Man soll solche Gedanken nicht haben!!! Es hätte nie geklingelt wenn ich nicht daran gedacht hätte. Davon bin ich überzeugt.

Ich schaue auf das Display meines Handys und erkenne die Nummer eines Kollegen aus der Geschäftsstelle.

“Guten Tag, die Neuland, Hausmeister Lutz, was kann ich für sie tun?”

Ich sage das sehr betont. Fast schon melodiös, seit ich mich mal mit “Was is’n? “ meldete und dafür einen Rüffel kassiert habe.

“Hallo Andreas. Hast du mal Zeit? Oder hast du was zu tun? Ich hab hier den Herrn Populopulus aus der Heinrich-Heine-Straße. Zu seiner möblierten Wohnung gehört auch ein Wäschetrockner. Kannst du ihm die Funktionen mal erklären? Also die Bedienung? Ich meine, weil du doch griechisch sprichst. Er spricht nämlich überhaupt kein Deutsch.“

So, jetzt mal eins nach dem Anderen. “Erstens”, sage ich,  “nein, ich habe keine Zeit. Denn hätte ich Zeit würde das ja bedeuten ich hätte nichts zu tun. Und Hausmeister sein und nichts zu tun haben ist ein Widerspruch in sich. Zweitens: Siehe Erstens. Und Drittens: Ich spreche nicht griechisch, sondern italienisch. Und das noch nicht mal gut“.

„Aber Englisch sprichst du doch.“ “Ich hatte ‚ne 4 in Englisch” gebe ich ihm zu verstehen. “Im B-Kurs. Auf der Hauptschule“.

“Na ist doch super. Dann fahr da mal hin und mach das mal“. “Würdest mir einen riesen Gefallen tun”.

Ich glaube er hat mir gar nicht zugehört.

Ach was soll’s. Im Grunde sollte das für einen Kosmopoliten wie mich kein Problem darstellen.

Ich hab schließlich schon ganz andere Dinge gemeistert. Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass ich… obwohl… Wenn ich genau überlege fällt mir echt keine Aufgabe ein, die komplizierter war als jene, auf die ich gerade zusteuere.

Na ganz toll. Ich weiß noch, dass ich mal eine griechische Freundin hatte, als ich 19 war. Und um ihre Familie zu beeindrucken wollte ich ein paar Brocken Griechisch lernen. Aus diesem Grund hatte ich mir damals  “Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Neugriechisch” bei Großkopf gekauft. Ich hab aber nie reingeguckt, weil ihr Vater ihr sagte, dass er jeden Kerl, der kein Grieche wäre, eigenhändig zu Gyros verarbeiten würde. Da half es auch nichts, dass ich Andreas hieß. Ein Name der nachweislich aus dem Griechischen stammt. Wir haben uns dann erstmal vorsichtshalber für immer getrennt. Hätte ihr Vater damals gegenüber Ausländern wie mir nicht so eine Abneigung gehabt, dann würde ich sicherlich griechisch sprechen und müsste mir jetzt keinen Kopf machen. (Das Buch hab ich noch. Ist noch wie neu. Also wenn jemand Interesse hat…)

Aber ein Wort kann ich ja. Damit kann ich ja erst mal anfangen.

Das muss Herr Populopulus sein, denke ich, als ich den freundlich dreinblickenden Herrn am Hauseingang stehen sehe. Ich werde also schon erwartet. “Kalimera” begrüße ich ihn. Damit ist mein Griechisch dann auch schon erschöpft. Ab jetzt wird improvisiert. Mein Gegenüber allerdings konnte das ja nicht ahnen und erzählte in seiner Landessprache munter drauf los. Würde mir genauso gehen, wenn mir in Johannesburg ein Schwarzafrikaner zur Begrüßung ein “Hallo, Guten Tag” entgegenbrächte. Ich käme ja auch nicht darauf, dass das alles ist was er kann.

“Moment please” falle ich ihm ins Wort.

“Äh…I can not  speak…” – was heißt denn Griechisch auf Englisch? “I can not speak grease. Nee! Nicht grease! Ich versuche es erneut. Der gute Mann schaut jetzt doch sehr verwundert. “My name is Mister Lutz. I am the… “  housemaster? überlege ich. Blödsinn! Oh je. I am… I will help you with the drymachine.

Ich krieg ‚ne Krise. Ich rede ja noch bekloppter als Lothar Matthäus auf der Pressekonferenz der New Jersey MetroStars.

Spontan fällt mir da der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle ein. Der sagte einem Reporter der BBC mal: “Es ist Deutschland hier. Bitte stellen Sie Ihre Fragen auf Deutsch.” – Respekt!

Man stelle sich vor der Außenminister von Äquatorialguinea würde sagen: “Es ist Äquatorialguinea hier. Bitte stellen Sie Ihre Fragen auf Fang, Bubi oder Kreolisch.”

In Burkina Faso hätte er es dann sogar noch etwas leichter. Da könnte er sich aus ca. 70 afrikanischen Sprachen eine aussuchen.

Aber ich bin ja nicht der Außenminister.

Ich bin Hausmeister Lutz.

Also noch mal ganz von vorn.

“My name is Andreas Lutz. I am from the Neuland and I will help you to use the drymachine.”

“Do you unterstand me?”

Der Grieche nickt.

Aber sein Gesichtsausdruck verrät mir, dass er mindestens genauso wenig verstanden hat, wie ich mich im Gegenzug genauso wenig verständlich ausgedrückt habe.

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg in den Waschkeller.

“Do you know the meaning of the word „Knitterschutz“?”, frage ich ihn während wir auf der Treppe nach unten sind.

Herr Populopulus lächelt.

“Wollpflege or Mischgewebe”?

“Do you know the word Schranktrocken?”

Na, das wird ein Spaß!