NEULAND-Blog

Hallo! Schön, dass wir unsere Leser an dieser Stelle begrüßen dürfen. Hier finden sich aktuelle Infos aus unserem Unternehmen sowie Interessantes und Wissenswertes rund um die Themen „Leben in Wolfsburg“ und „Wohnen bei der NEULAND“. Jede/-r Interessierte ist herzlich eingeladen, unsere Blog-Beiträge zu lesen, zu kommentieren und mit uns zu diskutieren – wir freuen uns auf konstruktive Kritik sowie verschiedenste Sichtweisen und Meinungen!

Archiv für den Monat: Juni 2014

| 30.06.2014 | 10:43 Uhr

Neubau : WAS geht eigentlich los? Oder: Geht überhaupt was los?

Neuland

Habe vorhin mal auf den Kalender geguckt. Wir haben Ende Juni! Die WM läuft gerade so richtig an, die Sommerferien sind zwar gefühlt noch eine Ewigkeit weg, aber der Ritz-Carlton-Drachenboot-Cup (Stichwort Titelverteidigung!) steht auch schon wieder vor der Tür. Und unsere Neubauten? Hatte ich nicht im ersten Teil im Oktober und im zweiten Teil im Januar gesagt, es ginge los?

Da ist es wieder, das Wahrnehmungsproblem mit dem Bauen. Beschluss: Wir bauen neu! Und das ganz innovativ! Also los, also … los, halloooo loohoos!!! Wann kommt denn jetzt der Kran? Die Spationauten sind doch schon lange wieder in die Erdatmosphäre eingetaucht und bereiten sich auf ihre nächste Mission vor. Passiert ist aber zwischenzeitlich … nichts?

Und doch, es hat sich viel getan … sieht nur keiner, vielleicht ein paar. Meinen höchsten Respekt am Bau haben seit jeher die Tiefbauer. Bohren, buddeln, Rohre verlegen, Boden verbessern. Bei Regen und Sonne, im Matsch und im Staub. Und am Ende sieht man … nix! Jedenfalls nicht viel. Oberflächlich. Ein paar Markierungen und Rohrenden als einziger Beweis, dass hier schon mal gearbeitet wurde. Die Protagonisten der Erdbewegung sind längst weiter gezogen. Beim Richtfest sehen wir sie wieder. Dann stehen die Zimmerer auf dem Dach und traditionieren. Sie stehen auf (!) dem Haus und das Haus kann jeder sehen. „Sieht toll aus! Und, was haben Sie hier so gemacht?“, wird dann der unbekannte Nebenmann gefragt. Tiefbauer ist seine Zunft. „Abwasserleitung gelegt.“ Klingt nicht so sexy. Oder doch? „Die Abwasserleitung? Das ist ja spannend! Die Symbiose des Frischen und des Abgestandenen drückt sich doch am ehesten in der Gestaltung eines runden Rohres aus. Diese expressive Formensprache!“ Naja, so wird die Antwort dann wohl eher doch nicht ausfallen. Aber ein Haus ohne Tiefbau? So irgendwie in der Landschaft? Geht ja auch nicht. Kein Frischwasser rein, kein Brackwasser raus, kein Telefon, kein Internet. Kriegt man noch irgendwie hin. Geht auf dem Campingplatz ja auch. Aber kein Strom? Kein Fernsehen??? Oh Gott! Und kalt ist es auch noch! Also: Auch die schönste Architektur ist ohne Tiefbau gar nichts wert. Deshalb an dieser Stelle schon mal meinen größten Dank an die Baukollegen, die schon abgerückt sind und Unsichtbares hinterlassen haben!

Jetzt kommt dann auch endlich der Hochbau. Jetzt kommen die Kollegen, die noch nach Jahren beim Vorbeifahren sagen können: „Guck mal, Schatz. Das Haus da drüben hab’ ich gebaut!“ Kein Mensch baut ein Haus allein, aber das „mit“ vor dem „gebaut“ wird dann doch gerne geschlabbert.

Unseren Hochbau, also den vom Suhlgartenkarree, konnte ich mir heute schon mal „vorstellen“. Es stand eine Besichtigung beim Holzbauer für die Holztafelelemente an. Im schönen Lamspringe, keine 100 km von der Baustelle entfernt. Auch das hat ja was mit Nachhaltigkeit zu tun. In Bayern gibt es eine Menge größerer Zimmerer, die in modernem Holzbau machen. Aber unseren Baukasten quer durch die Republik juckeln? Muss nicht sein. Also Lamspringe.

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So im Nachhinein weiß ich nicht mehr, was ich erwartet hatte. Ein paar dieser Unternehmen mit computergesteuerten Bearbeitungsmaschinen hatte ich schon gesehen. Viele haben Ähnlichkeiten mit dem Werk. Also mit „unserem“ Werk. Dem nördlich des Kanals meine ich. Eine Halle und noch eine Halle, hier noch mal angebaut und da ergänzt. Ziemlich groß jedenfalls. Der Betrieb am Harzrand ist anders. Kleiner. Aber überzeugend! Familienbetrieb, gute Organisation, bodenständig, innovativ, kompetent und tolle Mitarbeiter. Passt zu uns! Bewegt Neues und lebt das auch.

Und das Herzstück (neben den Mitarbeitern)? Die Hundegger! Was das ist? Was bei Volkswagen die Industrieroboter machen, macht beim Holzbauer die Hundegger-Maschine. Computergestützter Holzbau mit Toleranzen und Präzision, die auf dem Bau eher unbekannt sind. Oder waren. Hier werden also die Holztafelelemente für die Suhlgartenfassaden vorgefertigt, von Mitarbeitern endmontiert und auf LKW verladen. Und ab auf die kurze Reise nach Wolfsburg. In nur zwei Tagen wird ein Geschoss montiert. Also ein Tag eine Etage in Haus 1, am nächsten Tag in Haus 2.  Dann je ein Tag Nacharbeit. Danach     kommen die Rohbauer für die nächste Geschossdecke und das Treppenhaus. Und im Wochenrhythmus geht’s dann erneut los.

Und das Beste? Der Arbeitsplan in Lamspringe steht. „Neuland“ steht da an der großen Tafel in der Auftragsdisposition. Mitte August! Schaulustige sind dann herzlich Willkommen im Suhlgartenkarree!

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Bis die Tage!


| 26.06.2014 | 09:03 Uhr

Allgemein, Sonstiges : Der NEULAND-Renn-Unimog!

Neuland

Seit jeher bin ich ein Fan unseres NEULAND-Winterdienst-Unimog – ein wahres Urvieh! Unser U421 (so heisst er ganz genau!) wurde 1986 gebaut und wird seitdem von der NEULAND für den Winterdienst und Sonderaufgaben eingesetzt.

Am 15.06.2014 war es endlich soweit: 28 Jahre alt musste der Unimog werden, um an seiner ersten Oldtimer-Rallye -der 12. Classic des MSC-Fallersleben- teilzunehmen!

Nachdem unser Werkstattmeister mich für tauglich erachtete, das UNIversale MOtorGerät zu fahren und sich meine Frau bereit erklärte, als Co-Pilotin zu fungieren, konnte es losgehen. Wo in einem normalen Pkw zwischen Fahrer- und Beifahrersitz lediglich ein Schaltknüppel Platz finden muss, sind es bei einem Unimog deren fünf! Mit diesen fünf Schalthebeln hat man die Qual der Wahl zwischen 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen zzgl. einer Untersetzung (…eine Art Vorgetriebe) sowie der Frage, ob man mit Hinterrad- oder Allradantrieb (evtl. auch mit Differenzialsperren) unterwegs sein möchte. Geschaltet und gewaltet wird durchaus mit Nachdruck aber auch viel Gefühl. Man sitzt in der Fahrerkabine direkt über dem nagelnden Dieselmotor, der einen jede seiner 52 PS eindringlich hören und spüren lässt. Grundsätzlich ist es also gar nicht so einfach einen alten Unimog einigermaßen leichtfüßig im Straßenverkehr zu bewegen. Respekt den Kollegen, die mit diesem Fahrzeug regelmäßig arbeiten!

Am Morgen der Rallye konnten wir die wichtige Frage der Co-Pilotin, „was denn der Rennfahrer bzw. Co-Pilot von heute so trägt“, zum Glück noch kurzfristig klären: „Auf jeden Fall feuerfeste Unterwäsche!“

So abwegig wäre diese Wahl dann doch nicht gewesen, da der Unimog auch in der Fahrerkabine eine Motorhaube hat, die im Betrieb eine nicht zu verachtende Abwärme in den Innenraum abgibt und den Beifahrer durchaus „thermisch“ fordert.

Die Rallye begann am 15.06. morgens am Freibad in Fallersleben. Insgesamt waren 67 Fahrzeuge gemeldet. U.a. waren Kollegen mit dem T1 VW Bus der NEULAND und einem privaten Alfa Romeo am Start.

Der Unimog bekam die Startnummer 48. In der Klasse der Youngtimer traten wir gegen Porsche und Ferrari an – nun denn: Im Gelände hätten wir eine Chance gehabt; mit einem Topspeed von 63 km/h auf der Straße eher nicht. Unsere toten Fliegen klebten von daher auch eher an der Innenscheibe (von uns erledigt) als an der Außenscheibe.

Neben dem Unimog (als schwersten und lautesten Teilnehmer) nahmen u.a. ein De Lorean (bekannt aus dem Film „Zurück in die Zukunft“), ein Ferrari Testarossa und diverse klassische, toll restaurierte VW Käfer, Opel, Volvo und englische Roadster teil.

Zum Glück geht es bei einer Old (oder Young-)timer-Rallye aber nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Finden von Wegmarken und in Gleichmäßigkeitsprüfungen um das Abfahren einer bestimmten Strecke in einer bestimmten Zeit.

Letztendlich ist so eine Oldtimer-Rallye nichts anderes als eine Schnitzeljagd für Erwachsene – in schönen und urigen alten Autos.

Im Verlauf der Rallye gab es immer wieder Schaulustige, die, von den Fahrzeugen gebannt, innehielten. Auch der Unimog hatte seine Fans! Das Fahrzeug war in den 70er bis 90er Jahren aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Viele erinnern sich noch an die charakteristische Erscheinung und die einprägsamen Abrollgeräusche der Geländereifen. Kleine Kinder und Hunde konnten wir dann spontan und nachhaltig mit der gelben Rundumleuchte vom Unimog überzeugen!

Nach 140-Rallye-Kilometern, 3 Gleichmäßigkeitsprüfungen, diversen Wegmarken und Kontrollstellen sowie einer Pause am schönen Bernsteinsee ging die Rallye am späten Nachmittag – erneut in der Innenstadt von Fallersleben – ihrem Ende entgegen.

Bei der anschließenden Auswertung und Siegerehrung belegten wir den 3. Platz in unserer Klasse (die 5 Fahrzeuge umfasste) und den 25. Platz in der Gesamtwertung. Ich bin zufrieden – es war unsere erste Oldtimer-Rallye.

Am Ende des Tages mussten wir feststellen, dass wir glücklich, zufrieden, aber auch heiser und taub waren! Da die Geräuschkulisse im Unimog phænomenal ist, haben wir uns den ganzen Tag nur angeschrien. „Sollte kein Problem sein; ist ja eigentlich wie zuhause ;-)…“ dachte ich – eigentlich.

An dieser Stelle noch einmal einen ganz großen Dank an unseren NEULAND-Werkstattmeister, der mit viel Liebe und Sachverstand den Unimog vor der Rallye noch einmal kurz durchgecheckt und optisch etwas aufbereitet hat – wie gesagt, das Fahrzeug steht noch im Dienst und ist jederzeit einsatzbereit.

Nach einem Wochenende Unimogfahren stieg ich am Montagmorgen wieder in meinen privaten Pkw: Ich war schon irritiert, dass ich vor dem Einsteigen nicht an dem Auto hinaufklettern musste und hätte beim Losfahren fast das Kupplungspedal durch das Bodenblech hindurchgetreten und den Schaltknüppel herausgerissen (das aber immerhin mit Nachdruck und viel Gefühl).


| 19.06.2014 | 07:37 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Zirkeltraining und wie grüßt man eigentlich beim Joggen ?

Olaf Levin

Deutschland hat einen „Run“, wenn es um Sport geht. Alle haben sich gefreut, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht ist, Martin Kaymar gewinnt die US Open im Golf, Müller schießt Portugal ab… aber das eigentliche Ereignis gab es wieder mal auf dem Wäscheplatz im Suhlgarten. Eine handvoll harter Jogger traf sich zum donnerstäglichen Training. Sina, unser Coach, wird uns ja leider bald verlassen und so trafen wir das erste Mal auf den neuen Coach, Claudia. Oder sollte ich besser Sergeant Claudia sagen? Military Press, Sumokniebeuge, der Kraxler und der Schwimmer… Ich glaub am Ende ist das Ganze hier doch eine Ausbildung zum Navy Seal. Es gab ein Zirkeltraining vom Feinsten. Als ich die Fotos machte, bekam ich auch gleich Schimpfe von zwei kleinen Mädchen, die uns seltsame Wesen begutachteten. „Wieso machst du denn nicht mit? Hier guckt mal, der hat gar nicht mitgemacht!“, kreischt es über den Wäscheplatz. Ich denke mir: „Kleine Petzen“.

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Nach ein paar Intervallrunden um den Schillerteich wurde noch fleißig Unkraut gerupft. Also liebes Gartenteam der Neuland. Suhlgarten ist clean. Drill Instructor Claudia meint, dass man mit bloßen Füßen ruhig ein wenig für Ordnung sorgen kann. Ist wohl nebenbei auch gut für die Fußmuskulatur.

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Wenn ich so meine Runden durch den Wald drehe, frage ich mich manchmal: Wie grüßt man eigentlich andere Jogger? Und… wollen die überhaupt gegrüßt werden? Es gibt ja die verschiedensten Läufer, die einem entgegenkommen. Meine Oma hat mir früher beharrlich eingeimpft jeden nett zu grüßen. Natürlich grüße ich beim Einkaufen nicht unbedingt gleich die gesamte Porschestraße, aber wenn man so in seinem Element ist und auf Gleichgesinnte trifft, dann zuckt es bei mir gleich und ich sage so Sachen wie …“H-ll-h = [Hallo]!“ oder „H =[Hy]“… viel mehr kommt beim Ausatmen ja nicht raus. Manchmal nicke ich auch nur oder lächle mit einem kleinen, um Rhythmus bemühten Kopfheber. Die Ausbeute der Reaktionen ist ungefähr so abwechslungsreich wie der Wasserstand im Hasselbach. Manche schnaufen zurück (Motto: Käferfahrer untereinander grüßen immer – egal wie heiß es ist), andere sind zum Grüßen eh viel zu schnell unterwegs (ich rechtfertige das mal mit: Wenn ein Porsche einen Polo überholt grüßen die Fahrer sich ja schließlich auch nicht – ok – vielleicht muss ich noch ein bisschen trainieren, bis diese Porscheläufer mich auch als Gleichgesinnten identifizieren), manche können mich gar nicht sehen, denn sie haben den Blick auf den Boden gerichtet (die müssten unbedingt mal mit Sina trainieren), und manche … ja manche schauen mich einfach nur völlig irritiert an… Doch da Omi immer gesagt hat: Du, der Herr so und so ist aber ein netter Mensch, der grüßt immer so freundlich!“, werde ich meine Mission weiter verfolgen. “ Drum grüßet wer sich ewig findet“… und ich grüße, wenn schon nicht die Porschestraße, dann doch zumindest das Hasselbachtal. Euer Olaf.

 

 


| Marketing | 12.06.2014 | 15:19 Uhr

Allgemein, Zuhause is' : Zuhause is’… schwarz-rot-gold?

Monika Geier

Es ist schon ein Phänomen. Ich bin im normalen Leben komplett fußball-desinteressiert. Es ist schon viel wenn ich weiß, ob sich der VfL im oberen oder unteren Bereich der Bundesligatabelle befindet. Doch sobald die ersten Gimmicks in Nationalfarben in den Supermärkten auftauchen, packt auch mich eine ungewisse Vorfreude. Das ist fast wie mit den Lebkuchen im August. Mit jedem Pkw, der liebevoll mit Außenspielverkleidungen und Fähnchen dekoriert wurde, verstärkt sich das Gefühl. Schon komisch, warum einen diese Begeisterung für eine Sportart packt, die einen im Normalfall gar nicht interessiert. Wobei – eigentlich ist es ja gar nicht das Fußballspiel an sich, sondern viel mehr die Party, die Chips und das Bier, die irgendwie dazugehören. Dazu kommt das Gemeinschaftsgefühl und der Stolz auf den Erfolg des eigenen Landes. Und das, obwohl man gar nichts dazu beiträgt. Man macht es sich gemütlich und freut sich, wenn andere erfolgreich sind.

Damit wir auch sehen können, wie ihr euch freut und eure Mannschaft anfeuert, gibt es unser WM-Gewinnspiel. Einfach Foto von euch beim Fußballschauen machen und während der Aktionsdauer auf unserer Facebookseite posten. Wenn euer Foto die meisten Likes bekommt, könnt ihr die Gemeinschaft mit euren Freunden im Biergarten des Hallenbads feiern – und das auch noch nach Ende der Fußball-WM. Vielleicht könnt ihr die Freude und die Begeisterung dieser Zeit ja dadurch etwas verlängern.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß. Möge die beste Mannschaft gewinnen!

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| 05.06.2014 | 08:08 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Weltenläufer…

Olaf Levin

… „einmal bin ich sogar nachts durch Venedig gejoggt…oder was auch schön ist, wenn man in Brooklyn, mit Blick auf die Skyline von New York…aber na ja, am schönsten ist es wohl in Kalifornien, beach-joggen“ Paolo schwelgt in glorreichen Laufmomenten…

Paolo ist Mieter bei der Neuland. Er ist ausgebildeter Seelsorger und Pfleger. Zur Zeit arbeitet er in einem Pflegeheim in Wolfsburg. Um ihn euch vorzustellen, haben wir uns um sieben Uhr morgens – ja, morgens – in Detmerode getroffen. Paolo hat seine ganz spezielle Strecke. Sie geht drei Kilometer durch den Detmeroder Wald und endet an dem Aussichtsplatz, wo man direkt auf den Wasserbehälter in Nordsteimke schaut. Der Blick hat etwas magisches. Da hier auch die klassischen Holzbänke und Tische stehen, kann man diese super zum Dehnen benutzen. So, noch schnell den Hoppsalauf und die anderen schönen Übungen aus dem Willmann-Repertoire, und dann geht es die drei Kilometer zurück. Auf dem Weg hat Paolo mir aus seinem Leben erzählt. Er ist Italiener, aber in Freiburg aufgewachsen, dann der Liebe wegen nach Neustrelitz und jetzt seit drei Jahren auf einem Abstecher in Wolfsburg. Bald geht es allerdings weiter nach Schleswig-Holstein. Er ist eben ein Weltenläufer und braucht die Abwechslung. Dabei ist Paolo vollen Lobes für unsere schöne Stadt. „Ich hab mich hier immer sehr wohl gefühlt. Eine sehr dynamische Stadt und das Wohnen hier direkt am Wald ist auch klasse.“ Ich lasse es mir nicht nehmen, die Standardfrage zu stellen. „Wo gibt’s die beste Pizza?“ Paolo zögert keinen Moment „Casa Mia – Fallersleben“ … Ich finde, beim Joggen lässt es sich am besten über Pizza unterhalten.

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Nach den sechs Kilometern trennen sich unsere Wege. Noch schnell ein Selfie. Auf dem Foto ebenfalls zu sehen ist Apollo. Der dreizehn Jahre alte West Higland Terrier von Paolo ist allerdings nicht mit gelaufen, das überlässt er schön seinem Herrchen. Ich war so schlau mich von meiner Frau in Detmerode absetzen zu lassen. Heißt: Rückweg = Laufen. Ich starte die Woche also mit 10,2 Kilometern. Die Komma zwei hinter der zehn sind im Moment total wichtig. Jeder Meter zählt, denn jeder Meter bringt Fett zum Schmelzen.

Das Laufen mit Anderen ist extrem motivierend, man quatscht und verliert die Übersicht von Strecke und Zeit. Auf dem einsamen Rückweg durch den schönen Stadtforst denke ich an ein oder zwei Snickers…


| 03.06.2014 | 10:23 Uhr

Allgemein, Azubis : Netzwerke…

Azubis

Direkt nach unserer letzten Berufsschulwoche hatten ein paar Azubis der Neuland zusammen mit anderen Azubis aus verschiedenen Unternehmen die Chance am Projekt „Werk-Stadt-Schloss“ in der Bürgerwerkstatt am Schloss Wolfsburg teilzunehmen. Dieses Jahr ging es um die Kunstrichtungen Street Art und Graffiti. Eigentlich ein sehr interessantes Thema. Aber in dieser Woche ging es nicht nur darum, einfach auf irgendwelchen Wänden drauflos zu malen, sondern um das Thema „Netzwerke“. Klar, wir jungen Leute sind vernetzt, wie z. B. im Internet. Aber was machen wir da eigentlich genau?

Fangen wir doch mal am Anfang an…

Montagmorgen: Skepsis, in der Bürgerwerkstatt ist es kalt und wir sind müde.

Was machen wir als erstes? Natürlich – eine Vorstellungsrunde. Ich heiße…, ich bin…, ich arbeite bei… und mache eine Ausbildung zum… Nach der fünften Vorstellung schaltet man da „normalerweise“ automatisch ab.

Die Künstler hatten sich eine schöne Auflockerung für die Vorstellungsrunde einfallen lassen: Jeder musste außer seinem Namen, Ausbildungsberuf und Arbeitgeber auch eine Frage beantworten, die er vorher auf einem Kärtchen gezogen hatte. Alle Fragen drehten sich um das Thema Internet und Soziale Netzwerke.

Ach ja, da hätten wir das Wichtigste doch beinahe vergessen, nämlich die Künstler die uns durch das Projekt begleitet haben. Mit dabei waren Bastee Roese, ein Grafittikünstler aus Wolfsburg, sowie das Künstlerduo Various&Gould aus Berlin. Bevor diese uns jedoch an die große Wand ließen, war erst mal Theorieunterricht angesagt. Als erstes ein Brainstorming zum Thema „Netzwerk“. Was ist überhaupt ein Netzwerk? In welche Netzwerke sind wir integriert? Ziemlich überraschend wie wenig die Ergebnisse mit sozialen Netzwerken zu tun hatten.

Und dann kamen wir endlich zu unserer ersten praktischen Aufgabe. Wir sollten eine Schriftart für eine Schablone für die Wörter „WERK“, „STADT“ und „SCHLOSS“ entwerfen, mit der wir dann Warnwesten besprühen sollten. Gar nicht so einfach, die Wörter in der richtigen Größe auf ein Stück Papier zu bringen. Welche Proportionen muss ein W zu einem E oder R haben, damit das Ganze am Ende nach Schrift aussieht? Und haben die Buchstaben gerade, schräge oder abgerundete Enden?

Dies waren alles Dinge, über die man sich vorher niemals Gedanken gemacht hätte. Im Zelt sprühten wir die Worte dann auf unsere Warnwesten – der erste Arbeitsschritt war getan.

Am Dienstag sahen wir einen Fachvortrag zum Thema Soziale Netzwerke und Netzwerkkultur im Internet.

Danach ging es mit der Entwicklung eines eigenen Musters weiter. Sich ein einfaches Muster aus maximal drei verschiedenen Farben zu überlegen, stellte uns schon wieder vor eine schwierige Herausforderung. Nachdem wir dann doch alle zu einem Ergebnis gekommen sind, brachten wir dieses  mit Acryl-Farben auf eine Leinwand.

Als nächstes ging es raus an die Wand. Das Künstlerduo hatte sich ein wunderschönes Schweinchen-Rosa als Grundierung ausgesucht und ja, die Jungs waren alle hellauf begeistert.

Nach einer Menge Theorie und ein paar praktischen Übungen, fingen wir am Ende der Woche damit an die Wand zu gestalten. Wir malten blaue Kreise auf die Wand und verbanden diese untereinander mit Armen, so dass zwischen den Kreisen nun auch kleine Dreiecke entstanden. In die Dreiecke malten wir die Muster, die wir uns vorher überlegt hatten und in die Kreise malten wir das, was uns spontan eingefallen war. Auf die Arme, schrieben wir was uns untereinander verbindet. Nachdem unser Kunstwerk fertig war, war deutlich zu erkennen, dass unter uns Azubis ein Netzwerk entstanden ist. Somit hatten wir das Projekt „Werk-Stadt-Schloss“ erfolgreich beendet.