NEULAND-Blog

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| 30.06.2014 | 10:43 Uhr

WAS geht eigentlich los? Oder: Geht überhaupt was los?

Neuland

Habe vorhin mal auf den Kalender geguckt. Wir haben Ende Juni! Die WM läuft gerade so richtig an, die Sommerferien sind zwar gefühlt noch eine Ewigkeit weg, aber der Ritz-Carlton-Drachenboot-Cup (Stichwort Titelverteidigung!) steht auch schon wieder vor der Tür. Und unsere Neubauten? Hatte ich nicht im ersten Teil im Oktober und im zweiten Teil im Januar gesagt, es ginge los?

Da ist es wieder, das Wahrnehmungsproblem mit dem Bauen. Beschluss: Wir bauen neu! Und das ganz innovativ! Also los, also … los, halloooo loohoos!!! Wann kommt denn jetzt der Kran? Die Spationauten sind doch schon lange wieder in die Erdatmosphäre eingetaucht und bereiten sich auf ihre nächste Mission vor. Passiert ist aber zwischenzeitlich … nichts?

Und doch, es hat sich viel getan … sieht nur keiner, vielleicht ein paar. Meinen höchsten Respekt am Bau haben seit jeher die Tiefbauer. Bohren, buddeln, Rohre verlegen, Boden verbessern. Bei Regen und Sonne, im Matsch und im Staub. Und am Ende sieht man … nix! Jedenfalls nicht viel. Oberflächlich. Ein paar Markierungen und Rohrenden als einziger Beweis, dass hier schon mal gearbeitet wurde. Die Protagonisten der Erdbewegung sind längst weiter gezogen. Beim Richtfest sehen wir sie wieder. Dann stehen die Zimmerer auf dem Dach und traditionieren. Sie stehen auf (!) dem Haus und das Haus kann jeder sehen. „Sieht toll aus! Und, was haben Sie hier so gemacht?“, wird dann der unbekannte Nebenmann gefragt. Tiefbauer ist seine Zunft. „Abwasserleitung gelegt.“ Klingt nicht so sexy. Oder doch? „Die Abwasserleitung? Das ist ja spannend! Die Symbiose des Frischen und des Abgestandenen drückt sich doch am ehesten in der Gestaltung eines runden Rohres aus. Diese expressive Formensprache!“ Naja, so wird die Antwort dann wohl eher doch nicht ausfallen. Aber ein Haus ohne Tiefbau? So irgendwie in der Landschaft? Geht ja auch nicht. Kein Frischwasser rein, kein Brackwasser raus, kein Telefon, kein Internet. Kriegt man noch irgendwie hin. Geht auf dem Campingplatz ja auch. Aber kein Strom? Kein Fernsehen??? Oh Gott! Und kalt ist es auch noch! Also: Auch die schönste Architektur ist ohne Tiefbau gar nichts wert. Deshalb an dieser Stelle schon mal meinen größten Dank an die Baukollegen, die schon abgerückt sind und Unsichtbares hinterlassen haben!

Jetzt kommt dann auch endlich der Hochbau. Jetzt kommen die Kollegen, die noch nach Jahren beim Vorbeifahren sagen können: „Guck mal, Schatz. Das Haus da drüben hab’ ich gebaut!“ Kein Mensch baut ein Haus allein, aber das „mit“ vor dem „gebaut“ wird dann doch gerne geschlabbert.

Unseren Hochbau, also den vom Suhlgartenkarree, konnte ich mir heute schon mal „vorstellen“. Es stand eine Besichtigung beim Holzbauer für die Holztafelelemente an. Im schönen Lamspringe, keine 100 km von der Baustelle entfernt. Auch das hat ja was mit Nachhaltigkeit zu tun. In Bayern gibt es eine Menge größerer Zimmerer, die in modernem Holzbau machen. Aber unseren Baukasten quer durch die Republik juckeln? Muss nicht sein. Also Lamspringe.

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So im Nachhinein weiß ich nicht mehr, was ich erwartet hatte. Ein paar dieser Unternehmen mit computergesteuerten Bearbeitungsmaschinen hatte ich schon gesehen. Viele haben Ähnlichkeiten mit dem Werk. Also mit „unserem“ Werk. Dem nördlich des Kanals meine ich. Eine Halle und noch eine Halle, hier noch mal angebaut und da ergänzt. Ziemlich groß jedenfalls. Der Betrieb am Harzrand ist anders. Kleiner. Aber überzeugend! Familienbetrieb, gute Organisation, bodenständig, innovativ, kompetent und tolle Mitarbeiter. Passt zu uns! Bewegt Neues und lebt das auch.

Und das Herzstück (neben den Mitarbeitern)? Die Hundegger! Was das ist? Was bei Volkswagen die Industrieroboter machen, macht beim Holzbauer die Hundegger-Maschine. Computergestützter Holzbau mit Toleranzen und Präzision, die auf dem Bau eher unbekannt sind. Oder waren. Hier werden also die Holztafelelemente für die Suhlgartenfassaden vorgefertigt, von Mitarbeitern endmontiert und auf LKW verladen. Und ab auf die kurze Reise nach Wolfsburg. In nur zwei Tagen wird ein Geschoss montiert. Also ein Tag eine Etage in Haus 1, am nächsten Tag in Haus 2.  Dann je ein Tag Nacharbeit. Danach     kommen die Rohbauer für die nächste Geschossdecke und das Treppenhaus. Und im Wochenrhythmus geht’s dann erneut los.

Und das Beste? Der Arbeitsplan in Lamspringe steht. „Neuland“ steht da an der großen Tafel in der Auftragsdisposition. Mitte August! Schaulustige sind dann herzlich Willkommen im Suhlgartenkarree!

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Bis die Tage!


  1. Lutz | 01.07.2014 | 08:44 Uhr

    Zwei Dinge die mir gut gefallen. Ferrero Rocher und ihre Blog-Einträge. Andreas Lutz

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