NEULAND-Blog

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Archiv für den Monat: März 2015

| 02.03.2015 | 10:11 Uhr

Allgemein : Mit Kollegen bei den Kunden oder „Meine Tage an der Front“ – Teil 1: Die Vorbereitung

Neuland

Jetzt bin ich gute drei Jahre Neuländer und habe mich – aufgabengemäß – hauptsächlich um Planungen, Projektentwicklungen, Strategien, Prozesse, Aufbauorganisationen, Verbesserungen (neudeutsch: Change) und alles Mögliche gekümmert was man als Bereichsleiter eben so machen muss.

Der direkte Kontakt zum Kunden bleibt dabei leider meistens auf der Strecke. Genau wie der echte Arbeitsalltag der Kolleginnen und Kollegen im Bauhof, deren Chef ich ja bin. Nicht gut! Eigentlich sollte ich doch wissen, was vor Ort so läuft. Das wollte ich ändern.

Also der Entschluss: Hospitation in allen Gewerken. Ich also als Praktikant, als Gastarbeiter. Bei Allen angekündigt … und erst mal meiner Assistentin Kopfschmerzen bereitet.

„Wie einen ganzen Tag nicht da? Wie soll das gehen? Der Kalender ist voll! Da muss ich ja alles verschieben!? In allen Gewerken? Immer ein Tag? Ich geh‘ gleich nach Hause!“

Auch die Kollegen im Bauhof waren begeistert. Manche machten sich direkt Sorgen um mich: „Ein ganzer Tag? Das müssen Sie doch nicht machen, das halten Sie gar nicht durch. Machen Sie da mal lieber nur bis mittags.“ oder „So richtig mit anpacken? Haben Sie überhaupt Sicherheitsschuhe? Nicht, dass Sie da nur im Weg rumstehen.“ oder „Jetzt im Winter? Kann ganz schön kalt werden“ (das war natürlich der Kollege aus dem Gartenbau). Einer glaubte wohl, Bereichsleiter fangen so gegen mittags an: „Im Ernst? Sie wissen schon, dass es bei uns pünktlich um halb 7 losgeht?“.

Andere wiederum machten sich große Sorgen um ihre Mitarbeiter: „Ich kann Sie doch nicht den ganzen Tag mit einem Gesellen durch die Gegend fahren lassen. Das hält der nicht durch.“

Na super! Da habe ich ja scheinbar eine richtig tolle Idee gehabt. So langsam kam meine Absicht, hinter die Kulissen zu schauen, aber doch richtig an und echte Vorfreude gab es auch. „Da suche ich mir ein paar richtig schöne Aufträge für Sie raus“ versprach mir vielversprechend der Sanitärmeister. Ich hatte direkt Kopfkino. Der Gärtnermeister lockte mit endlosen Quadratmetern Laubarbeiten. Laub? Moment! Also ich mache ja praktisch alles Handwerkliche auch zuhause. Wenn es aber eins gibt, was ich absolut nicht gerne mache, dann ist das Laubfegen. Da stehen nämlich 5 ausgewachsene Linden, eine gigantische Blutbuche und eine stattliche Säuleneiche – auf Nachbargrundstücken. Und die schmeißen all ihre Pracht auf unsere Einfahrt, in  den Vorgarten, auf den Rasen, die Terrasse, in die Regenrinnen und in die Hecken. Die Linden machen das sogar das ganze Jahr über mit irgendwelchen botanischen Abscheulichkeiten. Also Laub? Bitte nicht! Jetzt kommt die zwischenzeitlich abgekühlte Assistentin wieder ins Spiel. „Die Gärtner habe ich auf das Frühjahr gelegt. Sonst war nix frei.“ Ja, nee, is klar 😉 Aber schönen Dank! Glück gehabt, läuft doch.

Aber war da nicht noch was mit Sicherheitsschuhen? Und in Jeans und T-Shirt ist ja auch irgendwie doof. Unsere Handwerker sind eben erster Ansprechpartner der Kunden vor Ort und werden entsprechend auch mit vernünftiger Arbeitskleidung ausgestattet. Mit Logo und Namen. Das gehört für uns zum guten Ton. Also Katalog schnappen und Hose, Jacke, Polo und Schuhe bestellen. Aber in welcher Farbe? Maler tragen weiß, Tischler beige, Gärtner grün, Sanitär, Heizung und Elektro blau. Also NEULANDrot damit die Gärtner mich im Gebüsch auch nicht übersehen? Damit ich den Elektrikern im stromlosen Keller entgegenleuchte? Wahrscheinlich sinnvoll, fühlte sich aber irgendwie nicht gut an. Die Wahl fiel nach Stylingberatung durch drei Kolleginnen auf neutrales Schwarz und eine weiße Hose mit Polo für die Malerarbeiten. Klamotten kamen dann. Anzug aus und Anprobe im Büro. War okay und die Spannung stieg. „Na dann kommen Sie aber erstmal bei uns vorbei. Wir wollen Sie ja auch mal im Arbeitszeug sehen.“ Die logische Forderung einer Kollegin aus dem Neubau.

Und dann ging’s los! Erstes Gewerk: Elektroniker. Und vorab die echte Fürsorge der Meister (war ja schon angekündigt): „Sie fahren dann morgens mit dem ersten Kollegen und nachmittags mit einem zweiten.“ Ich bin einem Mitarbeiter allein scheinbar wirklich nicht ganztägig zuzumuten. Muss doch noch mal ein ehrliches Feedback bei denen einholen, die es ganztags mit mir aushalten müssen…

Hosp1

Was mich da erwartete und wie es in den Gewerken Maler (siehe Selfie als kleiner Vorgeschmack) und Heizungsbauer so weiterging? Teil 2 folgt!

Bis die Tage!