NEULAND-Blog

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Archiv für den Monat: Mai 2015

| 26.05.2015 | 07:53 Uhr

Allgemein : Mit Kollegen bei den Kunden oder „Meine Tage an der Front“ – Teil 2: An die Schüppe

Neuland

Ich hatte es ja angedroht: Mein erster Erfahrungsbericht mit den Kollegen vor Ort.

Los geht’s! Erstes Gewerk: Maler. Ist jetzt nicht sooo mein favorisiertes Handwerk. Das gebe ich gerne zu und das wissen auch die Kollegen. Vielleicht wurde ich ja deshalb direkt ins kalte Wasser geworfen. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? Mal sehen.

Mit einem netten „Oh, müssen Sie heute mal arbeiten?“ statt des üblichen „Guten Morgen!W werde ich – fast ganz in weiß gewandet – überschwänglich auf dem Hof der NEULAND begrüßt. Mein „Chef des Tages“ wartet schon auf mich, wir sind bei einem Ehepaar in der Nordstadt angekündigt. Nach Festertausch sollen wir die am Vortag geklebten Tapeten streichen. Ein paar Dinge über das Malen an sich weiß ich ja: Abkleben dauert fürchterlich lang und die Farbe kleckert trotzdem daneben, gute Farbe ist wichtig und am Ende des Tages sind meine Haare noch weißer als durch die mittlerweile viel zu vielen Grauen ohnehin schon. Kenne ich alles, zuhause muss man ja auch ständig irgendetwas anstreichen. Jetzt also ab zu den Mietern.

„Moin, NEULAND!“

„Morgen! Toll, sogar zu zweit“

„Ich bin der Praktikant.“

Ganz schön alt für einen Praktikanten.“

Na danke, das geht ja gut los.

„Kann der denn was?“

Jetzt bin ich gespannt, was mein „Chef“ sagt.

„Klar, sonst wär‘ er nicht dabei!“

Und schon liegt die Latte ziemlich weit oben. Kleckern verboten, überall Teppichboden. Also erstmal Abdecken. Abgeklebt dahingegen wird wohl nur zuhause. Der Profi braucht das scheinbar nicht. Probiere mich im Schlafzimmer, da bin ich allein. Unsere Kunden sitzen gemeinsam im Wohnzimmer, freuen sich auf frische weiße Wände und Teppiche ohe Flecken. Klappt ganz gut und ich steige die Karriereleiter hoch. Ich darf auch ins Wohnzimmer, der Kollege streicht hier schon. Der Herr des Hauses checkt derweil das Schlafzimmer.

„Der macht das ja doch ganz ordentlich.“

Doch? Was hat mein Kollege während meiner Schlafzimmersession erzählt?

„Aber sagen Sie mal, kenne ich Sie nicht irgendwoher?“

„Kann schon sein.“

„Haben Sie nicht unsere Mieterversammlung geleietet?“

„Genau!“

„Sie haben sich aber doch als Prokurist vorgestellt…hat man Sie strafversetzt?“

Nicht so ganz kann ich dann aufklären und das von Radio Paloma stimmungsvoll begleitete Gespräch nimmt langsam Fahrt auf.

„Sie kommen aber auch nicht von hier.“ Sie diesmal.

„Stimmt, aber woran merken Sie das denn?“

„Na an Ihrem Dialekt.“

Bitte woran??? Ich kipp‘ fast um. Jetzt gehe ich schon mehrere Jahrzehnte hochdeutsch durch die Welt und habe plötzlich einen Dialekt. Wo kommt der denn her? Ist da was in der Farbe? Ich fange mich.

„Meinen Dialekt? Was denn für ein Dialekt? Da bin ich ja mal gespannt, was Sie meinen wo ich wohl herkomme.“

„Ruhrpott!“

Treffer“ Glück gehabt. Die Farbdämpfe haben meine Stimmbänder offenbar doch nicht irgendwie auf bayrisch oder schwäbisch umgepolt. Ist mir denn das ein oder andere hömma, samma, hassema oder „Mitte Rolle oder mim‘ Pinsel?“ rausgerutscht?

„Stimmt!“ Sach ich für die Mieterin.

„Hab‘ Verwandte in Duisburg. Da höre ich das sofort.“

„Gezz is allet klaa. Da hammse ja ‚n Ohr für so wat. Ich komm‘ abba aus Gelsenkiierchen.“

Eigentlich Gelsenkirchen, hier in Wolfsburg aber gerne auch mal Gelsenkürchen. Hier isst man ja schließlich auch gerne Kürschen, geht schwümmen oder sitzt am Tüsch. Aber das ist ein anderes Thema…

Wir kommen langsam zum Ende und sind doch viel schneller als erwartet. Keine Kleckerei und meine Haare sind auch nicht grauer geworden. Also auf den ersten Blick jedenfalls.

Ich war wohl nicht sooo schlecht und dürfte sogar wiederkommen.

„Beste Grüße an die Verwandschaft im Ruhrgebiet.“

Kurze Pause, dann Haustüren im Hellwinkel lackieren. Eigentlich. Die sehen aus wie der Eiffelturm mit 120 Jahren Rostschutzfarbe. Gefühlte 23 Schichten Lack. Also Schleifpapier raus und los. Und schon kommt die nächste Kundin um die Ecke.

„Wer putzt mir denn meinen Rollator ab, wenn Sie hier so einen Dreck machen?“

„Das mache ich natürlich gern. Ich kann ihn aber auch kurz rausstellen.“

„Dann wird er geklaut!“

„Ich bin doch hier und pass‘ auf.“

„Ich kenn‘ Sie doch gar nicht.“

Mmh, da hat sie recht. So was hätte wohl geholfen (vermutlich…):

 

Hätte geholfen... vermutlich;-)

„Ist schon gut. Bin ja froh, dass die Türen gestrichen werden.“

„Okay. Soll ich Ihnen Ihre Einkäufe eben hochtragen.“

„Ich kenn‘ Sie doch gar nicht.“

Was soll ich da sagen?

„Werden die Türen denn mal anders gestrichen?“

„Nein, die stehen unter Denkmalschutz. Wir lackieren sie genau so wie sie waren.“

„Und wieso fragt man nicht die Mieter?“

„Das machen wir in der Regel, aber diese Türen stehen eben unter Denkmalschutz.“

„Die sehen schrecklich aus.“ Das stimmt.

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„Deshalb lackieren wir sie ja neu.“

„Ich meine die Farben. Die Farben sehen schrecklich aus.“

„Wie hätten Sie sie denn gerne?“

„Das sag‘ ich Ihnen doch nicht.“

„Und wieso nicht?“

„Ich kenn‘ Sie doch gar nicht.“

Ich erinner mich. Zwischenzeitlich kommt mein Kollege vom Nachbareingang und versorgt mich micht Lack.

„Ist das die Farbe für die Türen?“

„Genau.“

„Die sieht aber schön aus.“

Mmmpf… Mir fällt nicht mehr viel ein und der Kollege ruft zur Mittagspause.

Bis die Tage!

 


| Marketing | 20.05.2015 | 11:57 Uhr

Allgemein, Zuhause is' : Zuhause is‘… begeistert!

Monika Geier

Nach dem Wegwischen unzähliger Pfützen und Aufsammeln zahlreicher…na ja… ist nach rund drei Wochen Besserung in Sicht. Wir haben tatsächlich schon komplett unfallfreie Tage geschafft. Mittlerweile setzt sich Luna sogar schon häufiger an die Terrassentür, wenn sie muss. Manchmal aber auch nur weil sie will – also raus. So ganz klar ist es nicht immer. Aber lieber einmal mehr raus als einmal mehr geputzt. :-)

Wenn ich die kurze Zeit als Neu- und Ersthundebesitzer Revue passieren lasse, muss ich ehrlicherweise zugeben, dass die ersten Wochen ganz schön anstrengend waren. Anstrengender als ein Baby zu betreuen auf jeden Fall – das hat wenigstens eine Windel um. Aber bei einem Hund rennt man gefühlt die ganze Zeit hinterher, weil man nicht weiß, was das Tier vorhat. Der Tipp es reiche alle zwei Stunden vor die Tür zu gehen, hat bei uns nicht zugetroffen. Da ist auch schon mal nach nur zehn Minuten wieder eine kleine Pfütze aufgetaucht – vorzugsweise auf einer weichen Unterlage, wie Lunas frisch gewaschener Kuscheldecke oder unserem Teppich. Auch die super Idee eine Indoor-Trainingswiese zu nutzen, hat nicht gefruchtet. Statt dort ihr Geschäft zu verrichten, kuschelt sie lieber auf dem Kunstrasen und oder schleppt sich ihr Futter dorthin…

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Aber zumindest die Nächte waren halbwegs ruhig. Luna hat von Anfang an in einer Transportbox neben unserem Bett geschlafen, so dass ich gleich gehört habe, wenn sie unruhig wurde. Die ersten beiden Nächte bin ich jeweils einmal aufgestanden, um sie rauszulassen. Aber seitdem schläft sie fast immer durch. Der Tipp mit der Box war wirklich Gold wert. Ansonsten würde ich wahrscheinlich jetzt noch unruhig schlafen und immer lauschen, ob alles in Ordnung ist.

Bleibt als nächste Aufgabe „nur“ noch die Erziehung. Da bin ich schon sehr gespannt, wie das klappt. „Sitz“ war einfach, aber „Komm“ und „Fuß“ wird da wohl eine andere Hausnummer. Aber es hat ja auch keiner behauptet, dass es einfach werden würde…