NEULAND-Blog

Hallo! Schön, dass wir unsere Leser an dieser Stelle begrüßen dürfen. Hier finden sich aktuelle Infos aus unserem Unternehmen sowie Interessantes und Wissenswertes rund um die Themen „Leben in Wolfsburg“ und „Wohnen bei der NEULAND“. Jede/-r Interessierte ist herzlich eingeladen, unsere Blog-Beiträge zu lesen, zu kommentieren und mit uns zu diskutieren – wir freuen uns auf konstruktive Kritik sowie verschiedenste Sichtweisen und Meinungen!

Archiv für den Monat: Juni 2017

| 28.06.2017 | 10:39 Uhr

Allgemein, Azubis : Comerciante Internacional especializado en el mercado inmobiliario

Azubis

¡Hola Compañeros!

Nun hat schon die zweite Woche der Fortbildung zum „Internationalen Kaufmann“ in Madrid begonnen.

Nach einer erlebnisreichen Woche, fing nun die große Vorbereitung für die schriftliche und die mündliche Prüfung an, (el examen escrito y el examen oral) und die Nervosität stieg.

Uns wurde ein umfangreiches Spektrum an Wissen über den spanischen Immobilienmarkt nähergebracht. Wir hatten zum einen, eine “Reunión con entidad bancaria” (Besuch eines Kreditinstitutes). Dabei haben wir gelernt, welche Voraussetzungen bzgl. der Kreditausgabe die Banken in Spanien haben. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation, unter anderem durch die Immobilienblase, können spanische Banken nur noch max. 80 % eines Kredites auszahlen. Dabei muss der Kreditnehmer nachweisen können, dass er die restlichen 20 % selbst aufbringen kann.

Zum anderen fand ein “Intercambio con las Islas Filipinas” (Austausch mit Schülern der Berufsschule „Islas Filipinas“) statt. Für die Schüler ist das Ausbildungssystem in Deutschland kaum vorstellbar. Durch das komplexe Schulsystem und die doch noch vorhandenen „Hierarchien“ in Spanien, ist den Jugendlichen der Einstieg ins Berufsleben nur erschwert möglich. Die Ausbildung, zu Spanisch „Formación Profesional“, ist in Spanien nur in theoretischer Form vorhanden. Dementsprechend fehlt den schulisch gut ausgebildeten Spaniern die notwendige Berufserfahrung, um eine Arbeitsstelle zu erhalten. In Spanien lag die Jugendarbeitslosenquote im April 2017 saisonbereinigt bei rund 39,3 Prozent.

Um das Thema Immobilienmarkt Spanien abzurunden hatten wir noch ganz viel Unterricht über das “Derecho Inmobiliario” (Immobilienrecht) und “Planificación Urbanistica” (Städtebauliche Planung). Das Immobilienrecht gleicht grundsätzlich dem deutschen Immobilienrecht. Lediglich unterscheidet sich die Wirksamkeit und das Zustandekommen eines Vertrags, bzw. eines Geschäftes. Die meisten Geschäfte können formlos durchgeführt werden, wie z.B. ein Grundstückskauf oder ein Mietvertrag. Und da fängt das Dilemma schon an. Denn formlose Mietverträge sind nicht wie bei uns, gem. „stillschweigende Vertragsbindung“, d.h. es besteht ein Mietverhältnis für unbestimmte Zeit. Nein. Hier heißt es, der Mietvertrag verlängert sich nur um ein Jahr. Des Weiteren existiert in Spanien auch kein Mietspiegel. Bedeutet, dass jegliche Mietverträge nach Gefühl vereinbart und abgeschlossen werden. Man merkt: es ist alles ziemlich schwammig und eigentlich auch kein Wunder, dass das Kaufinteresse um Mengen höher ist, als das Mietinteresse. Es sind auch nur 15 % der Wohnungen in Spanien Mietwohnungen. Das spricht schon für sich.IMG-20170603-WA0028

Sowohl die Aktivitäten der letzten Woche, als auch die Fächer, in denen wir auf Spanisch unterrichtet wurden, waren prüfungsrelevant. Aus diesem Grund war oft Lernen angesagt. Aber wir waren ja auch nicht zum Spaß dort! 

Der Mittwoch kam immer näher und wir waren fleißig am Lernen für die schriftliche Prüfung.
CHECK! Erste Prüfung geschafft.

Um für die mündliche Prüfung am Freitag vorbereitet zu sein, haben wir fleißig mit unseren Lehren die Prüfungssituation geübt. Unsere mündliche Prüfung bestand aus einer Unternehmenspräsentation und einem Verkaufsgespräch (mithilfe unseres Materials der Immobilienmesse). Darunter fallen die richtigen Anwendungen von “Español de negocios inmobiliarios” (Fachspezifisches Spanisch) und “Técnicas de comunicación venta” (Kommunikations- und Verkaufstechniken), d.h. die richtigen Formulierungen der Ausdrucksweisen und auch die richtigen Gesten und Distanzen einhalten. Gerade in Sachen Geschäftsterminen und Kundenarbeit gibt es dort schon einige Unterschiede.

Nach langem Zittern und Warten konnten wir auch das glücklicherweise abhaken.
CHECK! Wir alle erhielten das Zertifikat zum

Kaufmann International Spanien Schwerpunkt Immobilienmarkt

Zur feierlichen Stunde waren wir anschließend mit dem Geschäftsführer des IFC
(International Formation Center) lecker und traditionell Spanisch Essen. Gleich 3 Gänge, so wie sich das in Spanien gehört!

Den Abend haben wir gemeinsam in einer Bar ausklingen lassen und angefangen unsere Koffer zu packen.

Somit ¡hasta luego! Eure 3 Spanier 


| 06.06.2017 | 10:09 Uhr

Azubis : Primera Semana aprendiendo Español

Azubis

Hallo zusammen,

hier sprechen die NEULAND Azubis Yessica, Nele und Florian. Seit dem 27. Mai sind wir auf Fortbildung zum „Internationalen Kaufmann“ in Madrid. Daher auch unser Schwerpunkt Spanisch. Doch unsere Reise begann nicht erst am Samstag (27.Mai) sondern bereits einen Tag zuvor. Zusammen fuhren wir zunächst mit der Bahn nach Berlin, wo wir uns mit der Leitung der Fortbildung trafen. Schon der Anfang war super: Wir wurden direkt in Berlin mit besten Wetter, Melone, Erdbeerkuchen und einem wunderschönen Blick von der Dachterrasse unserer Lehrerin begrüßt. Daher war uns schon hier klar: Das kann nur super werden!

Nach einer erlebnisreichen Nacht in Berlin fuhren wir dann wirklich am Samstag, 27. Mai, zum Flughafen Berlin-Tegel um Richtung Süden zu starten. Doch hier erwartete uns erst einmal eine Überraschung: Unsere Flüge existierten gar nicht. Zunächst einmal Panik, wir waren sowieso schon zu spät dran. Doch in bester Manier fragten wir uns bei jeweiligen Schaltern durch und konnten letztendlich (über Umwege) an unserem Fortbildungsziel, Madrid, ankommen.

Natürlich wurden wir auch hier mit strahlendem Sonnenschein und einer Wärme, wie sie für Madrid typisch ist, begrüßt. Jetzt konnte es nur noch besser werden! Nun hieß es aufteilen: Jeder in seine Gastfamilie. Der erste Schritt in die spanische Kultur. Zum Glück konnten wir alle so viel Spanisch, dass uns auch das keine Probleme bereitete. Am Abend wurde sich dann mit allen Teilnehmern der Fortbildung auf dem Plaza Mayor, neben der Puerta del Sol wohl einer der bekanntesten Plätze Madrids, zu einer Tour durch Madrids Südviertel getroffen. Und hier ging es dann auch schon los: Spanisches Bier, Tapas, wie Jamón Ibérico oder Manchego, und mehr. Man muss sagen: Spanische Nächte sind länger, fettiger und weinhaltiger als Deutsche – und natürlich sehr viel wärmer!

Am Montag ging es dann ans Eingemachte: Schule. Die Frage die sich bloß stellte: Wo ist sie? Mit Straßennamen und -nummern kommt man wohl überall auf der Welt schon einmal sehr weit. Doch die spanische Bauweise erwies sich doch als sehr irreführend. Zum Glück kamen wir dann doch am Ende pünktlich zu unserer ersten Unterrichtseinheit: Unterschiede zwischen spanischem und deutschem Verhalten. Wir können jetzt schon sagen: Es gibt eine Menge. So viele Fettnäpfchen – und in alle tritt man rein. Neben den Unterschieden stand die Woche über auch Psychologie, Immobilienrecht, Finanzierung, Sprache und Aussprache auf dem Stundenplan. Uns das alles auch noch in Spanisch! Ein Schock!

Zum Glück gewöhnte sich unser 9 Mann und Frau starker Kurs recht schnell daran. Neben den schulischen Inhalten standen aber auch Ausflüge und Aktivitäten auf dem Stundenplan. Am Mittwoch haben wir eine Fahrradtour durch den „Casa de Campos“ und den „Madrid Río“ gemacht. Ersteres ist eine riesige Parkanlage – für deutsche Größenverhältnisse unvorstellbar. Der „Madrid Río“ ist ein künstlich angelegter Fluss, der im Südteil Madrids, vorbei am „Estadio Vicente Calderón“ von Atlético Madrid, fließt. Man stelle sich mal vor: Der war vorher eine unterirdische Autobahn!

Gestern, also Samstag, unternahmen wir eine Exkursion in die spanische Stadt Toledo. Diese ist architektonisch ein Meisterwerk. Hier leben die drei größten Weltreligionen: der Islam, das Judentum und das Christentum friedlich nebeneinander. Für manche unvorstellbar in der heutigen Zeit. Um es kurz zu fassen: Auf jeden Fall einen Besuch wert – wenn man zu Fuß gut unterwegs ist und es mag, Berge zu besteigen. Toledo wurde nämlich auf einem gebaut.

Heute, also Sonntag, stand uns zur freien Verfügung. Das erste, an das wir alle dachten: Endlich ausschlafen! In Spanien schläft man nämlich leider um einiges weniger und isst auch weitaus später zu Abend. Neles und meine Familie waren da noch sehr früh: 21 Uhr. Yessica konnte erst so gegen 22 Uhr essen. Zum ersten Mal lange geschlafen und dann direkt in die Stadt: Sightseeing stand auf dem Plan: Erster Halt: Palacio Real – der spanische Königspalast. Auch hier kann man nur wieder sagen: Einen Besuch wert! So einen Anblick wird man sein Leben lang nicht vergessen. Danach wurde sich aufgeteilt: Ob Wandern, Shopping oder erneutes Schlafen – alles stand zur Auswahl.

Somit verabschieden wir uns auch vorerst und sagen: ¡Hasta luego! Bis zum nächsten Artikel!

IMG-20170603-WA0069~1Gruppenbild gesamter Kurs