NEULAND-Blog

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| 26.06.2014 | 09:03 Uhr

Allgemein, Sonstiges : Der NEULAND-Renn-Unimog!

Neuland

Seit jeher bin ich ein Fan unseres NEULAND-Winterdienst-Unimog – ein wahres Urvieh! Unser U421 (so heisst er ganz genau!) wurde 1986 gebaut und wird seitdem von der NEULAND für den Winterdienst und Sonderaufgaben eingesetzt.

Am 15.06.2014 war es endlich soweit: 28 Jahre alt musste der Unimog werden, um an seiner ersten Oldtimer-Rallye -der 12. Classic des MSC-Fallersleben- teilzunehmen!

Nachdem unser Werkstattmeister mich für tauglich erachtete, das UNIversale MOtorGerät zu fahren und sich meine Frau bereit erklärte, als Co-Pilotin zu fungieren, konnte es losgehen. Wo in einem normalen Pkw zwischen Fahrer- und Beifahrersitz lediglich ein Schaltknüppel Platz finden muss, sind es bei einem Unimog deren fünf! Mit diesen fünf Schalthebeln hat man die Qual der Wahl zwischen 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen zzgl. einer Untersetzung (…eine Art Vorgetriebe) sowie der Frage, ob man mit Hinterrad- oder Allradantrieb (evtl. auch mit Differenzialsperren) unterwegs sein möchte. Geschaltet und gewaltet wird durchaus mit Nachdruck aber auch viel Gefühl. Man sitzt in der Fahrerkabine direkt über dem nagelnden Dieselmotor, der einen jede seiner 52 PS eindringlich hören und spüren lässt. Grundsätzlich ist es also gar nicht so einfach einen alten Unimog einigermaßen leichtfüßig im Straßenverkehr zu bewegen. Respekt den Kollegen, die mit diesem Fahrzeug regelmäßig arbeiten!

Am Morgen der Rallye konnten wir die wichtige Frage der Co-Pilotin, „was denn der Rennfahrer bzw. Co-Pilot von heute so trägt“, zum Glück noch kurzfristig klären: „Auf jeden Fall feuerfeste Unterwäsche!“

So abwegig wäre diese Wahl dann doch nicht gewesen, da der Unimog auch in der Fahrerkabine eine Motorhaube hat, die im Betrieb eine nicht zu verachtende Abwärme in den Innenraum abgibt und den Beifahrer durchaus „thermisch“ fordert.

Die Rallye begann am 15.06. morgens am Freibad in Fallersleben. Insgesamt waren 67 Fahrzeuge gemeldet. U.a. waren Kollegen mit dem T1 VW Bus der NEULAND und einem privaten Alfa Romeo am Start.

Der Unimog bekam die Startnummer 48. In der Klasse der Youngtimer traten wir gegen Porsche und Ferrari an – nun denn: Im Gelände hätten wir eine Chance gehabt; mit einem Topspeed von 63 km/h auf der Straße eher nicht. Unsere toten Fliegen klebten von daher auch eher an der Innenscheibe (von uns erledigt) als an der Außenscheibe.

Neben dem Unimog (als schwersten und lautesten Teilnehmer) nahmen u.a. ein De Lorean (bekannt aus dem Film „Zurück in die Zukunft“), ein Ferrari Testarossa und diverse klassische, toll restaurierte VW Käfer, Opel, Volvo und englische Roadster teil.

Zum Glück geht es bei einer Old (oder Young-)timer-Rallye aber nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Finden von Wegmarken und in Gleichmäßigkeitsprüfungen um das Abfahren einer bestimmten Strecke in einer bestimmten Zeit.

Letztendlich ist so eine Oldtimer-Rallye nichts anderes als eine Schnitzeljagd für Erwachsene – in schönen und urigen alten Autos.

Im Verlauf der Rallye gab es immer wieder Schaulustige, die, von den Fahrzeugen gebannt, innehielten. Auch der Unimog hatte seine Fans! Das Fahrzeug war in den 70er bis 90er Jahren aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Viele erinnern sich noch an die charakteristische Erscheinung und die einprägsamen Abrollgeräusche der Geländereifen. Kleine Kinder und Hunde konnten wir dann spontan und nachhaltig mit der gelben Rundumleuchte vom Unimog überzeugen!

Nach 140-Rallye-Kilometern, 3 Gleichmäßigkeitsprüfungen, diversen Wegmarken und Kontrollstellen sowie einer Pause am schönen Bernsteinsee ging die Rallye am späten Nachmittag – erneut in der Innenstadt von Fallersleben – ihrem Ende entgegen.

Bei der anschließenden Auswertung und Siegerehrung belegten wir den 3. Platz in unserer Klasse (die 5 Fahrzeuge umfasste) und den 25. Platz in der Gesamtwertung. Ich bin zufrieden – es war unsere erste Oldtimer-Rallye.

Am Ende des Tages mussten wir feststellen, dass wir glücklich, zufrieden, aber auch heiser und taub waren! Da die Geräuschkulisse im Unimog phænomenal ist, haben wir uns den ganzen Tag nur angeschrien. „Sollte kein Problem sein; ist ja eigentlich wie zuhause ;-)…“ dachte ich – eigentlich.

An dieser Stelle noch einmal einen ganz großen Dank an unseren NEULAND-Werkstattmeister, der mit viel Liebe und Sachverstand den Unimog vor der Rallye noch einmal kurz durchgecheckt und optisch etwas aufbereitet hat – wie gesagt, das Fahrzeug steht noch im Dienst und ist jederzeit einsatzbereit.

Nach einem Wochenende Unimogfahren stieg ich am Montagmorgen wieder in meinen privaten Pkw: Ich war schon irritiert, dass ich vor dem Einsteigen nicht an dem Auto hinaufklettern musste und hätte beim Losfahren fast das Kupplungspedal durch das Bodenblech hindurchgetreten und den Schaltknüppel herausgerissen (das aber immerhin mit Nachdruck und viel Gefühl).