NEULAND-Blog

Hallo! Schön, dass wir unsere Leser an dieser Stelle begrüßen dürfen. Hier finden sich aktuelle Infos aus unserem Unternehmen sowie Interessantes und Wissenswertes rund um die Themen „Leben in Wolfsburg“ und „Wohnen bei der NEULAND“. Jede/-r Interessierte ist herzlich eingeladen, unsere Blog-Beiträge zu lesen, zu kommentieren und mit uns zu diskutieren – wir freuen uns auf konstruktive Kritik sowie verschiedenste Sichtweisen und Meinungen!

Kategorie-Archiv: Allgemein

| 15.01.2015 | 12:58 Uhr

Allgemein, Hausmeister : Wenn hier nich gleich Ruhe is…

Andreas Lutz

Ein Blick in mein Notizbuch verrät mir: Herr Rotleff wartet immer noch auf eine funktionierende Treppenhausbeleuchtung. Zur Sicherheit stecke ich ein paar Glühbirnen mehr in die Satteltaschen meines Fahrrads. Man weiß ja nie. Und außerdem…ich hab’s ja. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich über einen nicht unerheblichen Vorrat an Glühbirnen verfüge. Ich hab mal durchgerechnet, dass ich bei 75 Hauseingängen (das sind dann ja auch 75 Kellergänge und 75 Treppenhäuser und 75 Dachböden) auf ca. 1.050 Glühbirnen komme. Da kann es durchaus vorkommen, dass einer Birne der Glühfaden durchbrennt und ich das nicht gleich mitbekomme. (Vielen Dank im voraus für Ihr Verständnis). Im Winter fällt das schon mal auf. Da wird es früh dunkel. Da sehe ich, wenn ich wieder mal an den vermüllten Müllplätzen vorbeifahre schon eher, wenn auf einer Etage kein Licht brennt. Aber im Sommer? Da ist der Hausmeister auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Auf Menschen wie Herrn Rotleff. Lessingstraße 97.

Mit meinen Satteltaschen voller Leuchtkörper und einer Trittleiter im Anhänger meines Fahrrads mache ich mich auf den Weg. Da die Straßen, für die ich als Hausmeister zuständig bin, alle nah beieinander liegen, habe ich mein Ziel schnell erreicht. Vor dem Haus stelle ich mein Dienstfahrrad ab. Ich stecke mir zwei Packungen mit Glühbirnen in die Jackentasche und klemme mir die Trittleiter unter den Arm. Im Hausflur drücke ich auf den Lichtschalter für die Treppenhausbeleuchtung. In der zweiten Etage ist die Birne kaputt. Na dann…

Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, hechte ich die Treppe in den zweiten Stock hinauf. Das Ausklappen der Leiter und der professionelle Griff zur Lampenabdeckung ist eins. Wie aus einem Guss würde ich mal sagen. Das sehen Sie bei Movimentos auch nicht eleganter.

Dabei eine gute Figur zu machen ist mir schon sehr wichtig. Wer weiß, wer mich dabei alles durch den Türspion beobachtet. Da will ich mich doch wenigstens ein wenig weltmännisch geben. Auf der Leiter stehend will ich gerade die defekte Birne herausdrehen, als die Wohnungstür rechts von mir aufgeht.

Es ist Herr Rotleff, der sich vor mir aufbäumt. Ich blicke trotzdem auf ihn herab. Denn ich stehe ja auf der Leiter. „Guten Tag sage ich. „Die Lampe funktioniert gleich wieder. Gleich haben Sie wieder Licht.

„Müssen wir uns das eigentlich gefallen lassen? Ich zahle genauso Miete wie alle anderen. Herr Rotleff scheint sichtlich erbost zu sein. Sein Gesicht offenbart mir, dass er entweder krank ist oder sich grad das Schlafen abgewöhnt.   „Also wenn Sie jetzt wegen der Birne…”, versuche ich ihn zu beruhigen. „Es geht nicht um die Birne. Es geht um die Kinder meiner Nachbarin. Die machen einen Krach, das können Sie sich nicht vorstellen. Das hält doch keiner aus. Wenn ich von der Nachtschicht komme, dann will ich meine Ruhe haben. Aber darauf nimmt ja hier keiner Rücksicht. Da sagt keiner : >>Seit doch mal ein bisschen leise, der Herr Rotleff schläft doch noch. Der hat die ganze Nacht Autos gebaut und der braucht jetzt seine Ruhe<<. Nein, da wird durchs Treppenhaus gebrüllt wie bei den Hottentotten.

Hatten die Hottentotten schon Treppenhäuser, frage ich mich. Das muss ich nachher unbedingt mal googeln.

„Da lässt sich aber nicht viel machen“, versuche ich ihm zu erklären. „Kinderlärm ist keine Ruhestörung. Jedenfalls in den allermeisten Fällen. Ich kann Ihnen gern mal eine Broschüre…”

„Ich will keine Broschüre, ich will meine Ruhe. Schließlich zahle ich Miete. Und da kann ich ja wohl verlangen, dass da kann ich verlangen ich meine, dass ist doch nicht zuviel verlangt.

Noch immer auf der Leiter stehend versuche ich ihn zu beruhigen. „Herr Rotleff, es gibt da ganz klare Gerichtsurteile die besagen, dass… 

„Wer hat denn diese Gesetze gemacht? Das waren doch die Politiker. Von denen wohnt doch kein einziger in einem Mehrfamilienhaus. Die wohnen doch alle am Starnberger See oder auf dem Steimker Berg. Was wissen die denn von wild gewordenen Schreihälsen, die von morgens bis abends lärmend meine Nerven strapazieren.

„Aber es sind doch Kinder, versuche ich ihn zu beruhigen. „Darum müssen sie sich doch nicht wie welche aufführen entgegnet mir Herr Rotleff. „Tut mir ja leid, aber wenn ich meine Ruhe haben will, und irgendwo Kinder herumlärmen, wo sie nach meinem Geschmack nicht zu lärmen haben und gütige Mütter das nicht unterbinden, sondern noch fördern, weil man ja einen so unheimlich liberalen Erziehungsstil drauf hat, und er beginnt damit seine Nachbarin zu imitieren. >>Jeremie-Pascale, du hast jetzt der Annemarie-Deborah schon viermal mit dem schadstoffarmen Bauklötzchen auf den Kopf gehauen und jetzt weint sie. Da reden wir aber nachher in der Therapie mal mit Frau Doktor Westphal-Schellendorf drüber. Und heute Abend bekommst du keine Hafer-Dinkelsoße über deine Grünkern-Bratlinge!<< dann nervt mich das halt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige Mensch auf der Welt bin, dem ein permanentes und durchdringendes Geplärre im Treppenhaus oder unter dem Balkon oder sonst wo, gehörig auf die Nerven geht. Deshalb werde ich ja noch lange nicht zum Kindermörder. Aber das sind doch nun mal einfach keine dem Ohr wohlgefällige Frequenzen. Zumindest den meinen nicht.

15:0 für Herrn Rotleff, denke ich. Und fühle mich auf meiner Leiter stehend, wie der Punktrichter beim Tennis. Aber das war ja auch leicht. Schließlich hatte er ja auch keinen Gegner. Der kommt jetzt. Durch das Öffnen der Wohnungstür gegenüber. Frau Seifert betritt die Bühne oder besser gesagt, den Center Court.

„Das habe ich genau gehört, was Sie da über mich gesagt haben Herr Rotleff.Das kann auch gerne jeder hören entgegnet er. „Ihre Kinder hört ja auch jeder!” „Was Sie als Lärm bezeichnen, Herr Rotleff, das nennt man ‚sozial adäquate Lebensäußerung‘.

„Das nennt man Kinderkrach-Kompetenzrunde kontert Herr Rotleff.Sie schicken Ihre Kinder zum Auslüften nach draußen, wo sie sich dann unter meinem Fenster bei ihren kindlichen Kreisch- und Schreiübungen austoben dürfen.

Aufschlag Seifert:Kinder brauchen Freiheit!Return Rotleff: „Freiheit heißt nicht Grenzenlosigkeit!

Ist das nicht schön?, denke ich. Zwei Menschen kommen ins Gespräch. Ich bin nur froh, dass es sich dabei nicht um die defekte Treppenhausbeleuchtung handelt. Ehrlich gesagt, Streithähne sind im allgemeinen zwar unbeliebt, aber immer unterhaltsam. Außerdem ist Streit nichts anderes, als das Unvermögen zweier Parteien ewig alles runterzuschlucken.

Aufschlag Frau Seifert. „Ich erziehe meine Kinder, wie ich das für richtig halte Herr Rotleff, sagt sie. „Das sollen Sie doch auch, Frau Seifert. Meine Bitte ist nur den Punkt ‚Rücksichtnahme‘ in Ihren Erziehungskatalog mit aufzunehmen”, entgegnet Herr Rotleff. „Die Jugend soll ihren Weg gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.

„Was ist denn hier für ein Krach im Treppenhaus?“, ertönt es vom Erdgeschoss. „Quiet please”, ermahne ich den Zwischenrufer. „Aufschlag Seifert.

„Auf Kinder wirkt das Vorbild, nicht die Kritik. Das sagte schon Heinrich Thiersch. „Wohnt der hier im Haus?”, fragt Herr Rotleff irritiert. „Heinrich Thiersch, der berühmte Theologe. 1817 bis 1885”, fügte sie stolz hinzu. Als Beweis für ihr fundiertes Wissen. „Ich hab keine Ahnung wer das sein soll“, entgegnet Herr Rotleff. „Aber eines weiß ich genau. 1817 bis 1885 gab es noch keine Bobby Car Rennen auf blankem Laminat. Was weiß der schon!

Ich habe mir am Anfang meiner Hausmeister-Karriere solche Situationen hin und wieder vorgestellt. Zwei zerstrittene Parteien, eine verhärtete Situation. Null Aussicht auf Einigung, geschweige denn Kompromissbereitschaft.

Und dann komme ich! Und ich habe die Lösung aller Probleme gleich mitgebracht. Ich lasse die Parteien ihre Argumente austauschen und wenn es schier aussichtslos scheint, präsentiere ich… ‚Die Lösung’! Dann halte ich noch ein flammendes Plädoyer über gute Nachbarschaft und anschließend haben sich alle wieder lieb. Am nächsten Tag finde ich eine Packung Merci in den Satteltaschen meines Dienstfahrrads und ich bin in der ganzen Straße so beliebt wie Herr Kaiser von der Hamburg Mannheimer.

Aber leider habe ich keine Patentlösung dabei. Nur ein paar Glühbirnen.

Das Zuschlagen zweier Wohnungstüren reißt mich aus meinem Tagtraum. Sie sind weg. Ich stehe allein auf der Etage. Es ist auffällig still. Ich betätige den Lichtschalter, um zu sehen ob das Treppenhauslicht funktioniert. Das tut es. Warum auch nicht.

Wenn ich auch diesmal nicht zum Hausfrieden beitragen konnte… Glühbirnen austauschen kann ich. Das ist mein Job. Und mit dieser Erkenntnis fahre ich auf meinem Damenfahrrad auf der Goethestraße in den Sonnenuntergang. Sollte mein Blog jemals verfilmt werden, setzt jetzt Geigenmusik ein.

P.S. Zwei Formulierungen in diesem Blog sind angelehnt an Markus Karg und Peter Köhler. Ich habe sie nicht gekennzeichnet und gebe in diesem Zusammenhang meinen Doktortitel zurück.


| Marketing | 08.12.2014 | 13:41 Uhr

Allgemein, Mieterfahrten : Von Frostbeulen und kalten Füßen

Monika Geier

Am 3. Dezember ging ich auf „meine“ erste Mieterfahrt, quasi als Co-Reiseleiterin. Ich war gespannt wie der Ausflug so werden würde. Busfahrten kenne ich nur von früher, von den mittlerweile insolventen „Rainbow-Tours“. Aber das war eigentlich eher ein Transportunternehmen. Man wurde an einem Busbahnhof eingeladen und am gewünschten Zielort wieder ausgespuckt, unterhalten während der Fahrt von einer „lustigen“ Reiseführung für die teilnehmenden Jugendlichen. Na ja, is‘ lange her…

Diesmal war ich eher in der Position der Reiseleiterin und obwohl ja alle Teilnehmer schon lange erwachsen und selbstständig sind, überkam mich ein ziemlich großes Gefühl der Verantwortung. Verantwortung dafür, dass es allen gut geht und alle einen schönen Tag verbringen.

Wie sich herausstellte war schon die geplante Stadtführung von gut 2 ½ Stunden durch das leicht „angeschneite“ Goslar für viele eine Herausforderung. Mal abgesehen davon, dass das natürlich eine ganze Weile des Laufens für teilweise nicht mehr ganz intakte Knie, Hüften und Rücken beinhaltet, hatten wir passend zum Weihnachtsmarkt fröstliche Temperaturen. Die ließen einem den geplanten 4 ½ stündigen „Draußenaufenthalt“ schon fast beängstigend lang erscheinen. Dazu kam, dass der Boden durch den leichten Schneegriesel etwas glatt war.  Und auf Kopfsteinpflaster macht gefrorenes Nass dann noch mehr Spaß.

So einigten wir uns schon vorab mit den beiden Stadtführern auf eine leicht verkürzte Tour. Einige gingen auf eigene Faust auf Entdeckungsreise, die anderen teilten sich in  zwei Gruppen auf und machten sich mit ihrem Stadtführer auf den Weg. „Meine“ Gruppe ging von der Kaiserpfalz aus zum alten Hospital „Das Große Heilige Kreuz“, weiter zum wirklich sehenswerten Zinnfigurenmuseum, am Gildehaus der Gewandschneider vorbei zum Rathaus. Dort erfuhren wir in einem Nachbau des Huldigungssaals einiges über denselben und konnten durch ein Fenster noch einen Blick auf den beeindruckenden Saal erhaschen. Zum Abschluss schauten wir uns noch ein ungewöhnliches Bauwerk  – das Brusttuch – an. Die andere Gruppe hat einen etwas anderen Weg genommen und dabei die Klauskapelle, die Marktkirche und das Siemenshaus auf ihrer Tour zum Rathaus besichtigt.

Geendet haben beide Führungen im Weihnachtswald. Bei einem Glühwein wärmten sich alle etwas auf bevor wir in kleinen Gruppen auf den Weihnachtsmarkt strömten.

Nach drei oder vier Runden über den Markt machte sich die Kälte dann aber doch bemerkbar und kroch – trotz Zwiebellook und dicken Stiefeln inklusive Wollsocken – durch die Anziehsachen. So machten meine Kollegin, Jeannine Görlitz, und ich uns auf den Weg zurück zum Bus. –  Eigentlich waren wir eine halbe Stunde zu früh, aber im Bus waren schon fast alle Plätze wieder besetzt. So richtig winterhart waren wir wohl alle nicht. :)

Meine Eindrücke von diesem Tag? Unsere Mieter sind toll! Jeder einzelne, der mit auf dem Ausflug war, war sehr freundlich und ich glaube es hatten auch alle ihren Spaß. Entweder in einer der Gruppen oder auch zu zweit in einem Café. Wir haben viele nette Gespräche geführt und ich fand es ein bisschen schade als der Tag zu Ende war. Aber vielleicht bin ich ja mal wieder bei einer Mieterfahrt dabei und treffe den einen oder die andere mal wieder.


| 13.11.2014 | 12:18 Uhr

Allgemein, Mieterfahrten : Mieterfahrt Salzwedel

Katrin Böttcher

Wir waren eine gut gemischte Gruppe, jeden Alters. Die Stimmung war ausgelassen, das Wetter trocken und gut.

Drei Stationen säumten unseren Weg.  Als erstes haben wir in Salzwedel die Baumkuchenfabrik Henning besucht. Die Teilnehmer erhielten eine Führung und einen Einblick in die Herstellung und Geschichte des Baumkuchens. Danach konnte nach Herzenslust genascht werden.

Als zweite Station ging es zum Mittagessen in die Erlebnisgastronomie Fischerhof Gahrns in Gardelegen. Das Essen wer sehr lecker und reichhaltig. Auch für die Teilnehmer die keinen Fisch mochten, gab es leckere Gerichte. Nach dem Essen hat uns ein Mitarbeiter aus der Fischereizucht dann alles gezeigt. In der Anlage werden die Forellen vom Ei bis hin zum fertigen Fisch gezogen. Faszinierend wie aktiv die Tiere in den Becken waren. Teilweise sind sie aus dem Wasser gesprungen. Man hat gesehen, dass es Ihnen dort gut geht. :)  Dadurch viel es keinem schwer noch ordentlich für Zuhause Fisch einzukaufen.

Als dritte und letzte Station besuchten wir das Schloss Hundisburg. Dort gab es leckere Donauwelle und eine gute Tasse Kaffee bzw. Tee. Das Schloss selbst versetzte uns alle in Staunen. Trotz Veränderungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und einem verheerenden Schlossbrand 1945 wurde der majestätische Bau nicht vollständig vernichtet. Seit 1991 wird das Schloss schrittweise instand gesetzt und vorrangig der kulturellen Nutzungen zugeführt. Wirklich toll, was das Handwerk zustande bringt.

Wir können nur allen Teilnehmern danken. Es hat Spaß gemacht und wir werden gern wieder dabei sein.


| 15.10.2014 | 09:51 Uhr

Allgemein, Azubis : Projekt: Brücken bauen

Azubis

Woran denkt man bei diesen zwei Wörtern als Erstes? Bestimmt nicht an ein Azubiprojekt, bei dem uns die Möglichkeit geboten wird, mit sozialen Einrichtungen in Kontakt zu treten. In der Vergangenheit hieß das, die Lebenshilfe in Wolfsburg kennen zu lernen.

Aktuell konnten wir, die kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden, einen Tag in einer sozialen Einrichtung verbringen. Wir haben uns in drei Gruppen aufgeteilt und mit den Bewohnern gekocht, gemalt und gelacht.

Die Vorbereitung fing allerdings schon Tage vorher an. Denn eine von drei Azubi-Gruppen sollte Schablonen zum Thema „Nemo“ herstellen, die dann am Tag der Aktion angemalt wurden. Motive ausdrucken, aussägen und vorstreichen wurden dabei als Vorarbeit geleistet.

Eine andere Gruppe hatte sich schon intensiv Gedanken um die Verköstigung an dem Tag gemacht. Bei Spaghetti Bolognese, vegetarischer Soße, Salat und einem schokoladigen Nachtisch war für jeden Geschmack etwas dabei.

Die letzte Gruppe verschönerte den Eingangsbereich und wählte dafür warme Farbtöne (rot/hellgrau), um eine angenehme Atmosphäre für die Bewohner dort zu schaffen.

Durch das offene Miteinander und das angenehme Klima unter den Bewohnern war es für uns leicht, diese in die beschriebenen Arbeiten miteinzubeziehen. Dabei bot es sich für uns an, die Bewohner menschlich besser kennenzulernen und die erste Unsicherheit war schnell verflogen.

Auch das gemeinsame Mittagessen war sehr schön, alle haben mitgeholfen und gemeinsam das Essen genossen.

In naher Zukunft werden die angemalten Schablonen von der Neuland noch an den betreffenden Platz angebracht.

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag für uns Auszubildende der Neuland und wir hoffen, dass das Projekt auch den neuen Azubis angeboten wird.


| 29.09.2014 | 09:31 Uhr

Allgemein, Azubis : Büroteam auf Werkstatt-Tour

Azubis

Morgens um 6 Uhr in Wolfsburg: eine angehende Immobilienkauffrau steht vor der ersten Herausforderung des Tages. Was ziehe ich heute bloß an? Ich öffne den Schrank. Den neuen Blazer sollte ich heute wohl nicht anziehen. Für das Büro der Neuland Wohnungsgesellschaft mbH in Wolfsburg passt der perfekt, aber heute geht es für mich und meine zwei Kolleginnen in unseren Bauhof. Wir, das sind Laura, Annika und Luenna, alle im 2. Ausbildungsjahr zur Immobilienkauffrau und heute auf Recherche für die Schreibwerkstatt von „Zukunft Bilden“.Zukunft_bilden_Werkstatttour

 

 

 

 

 

 

 

Unser Ausbildungsbetrieb bildet Immobilienkaufleute aus und bietet verschiedene Ausbildungen im gewerblichen Bereich an. Einen Einblick erhalten wir heute in den Beruf des Tischlers und des Elektroinstallateurs. Das sind die Kollegen, für die wir normalerweise die Reparaturaufträge der Mieter aufnehmen. Wenn wir diese ins System eingegeben haben, ist unser Teil der Arbeit beendet. Aber wie geht es dann weiter? Das wollen wir heute erfahren. Unser Tag im Bauhof beginnt mit der Teambesprechung. Alle sitzen zusammen am Tisch und besprechen ihre Aufträge für den Tag. Wir fühlen uns hier wohl; alle sind den Gästen aus dem kaufmännischen Bereich gegenüber aufgeschlossen. Dann geht es an die Arbeit. Laura und ich fahren bei einem der Tischler – Eckhard Schulze – mit. Der erste Auftrag, ein Küchenaufbau, soll im 5. Stock stattfinden. Zum Glück gibt es einen Fahrstuhl. Den nehmen Laura und ich gleich zweimal, denn mit einem Mal bekommen wir die Werkzeuge und Materialien nicht mit. So viel Bewegung und dazu noch die schweren Werkzeuge – das sind wir aus dem Büroalltag nicht gewohnt. Wirklich viel können wir nicht zum einwandfreien Aufbau der Küche beitragen, aber immerhin die Schrauben anreichen. Nachdem die Küche steht, geht es direkt weiter: Austausch von Herden, Reparaturen von Lampen und immer begleitet von den Anrufen aus der Zentrale, die mitteilt, wo noch Arbeit für die Handwerker ansteht. Um 16 Uhr trudeln alle Handwerker-Teams wieder auf dem Gelände des Bauhofs ein. Dort treffen wir auch Annika wieder. Sie war mit einem unserer Elektroinstallateure unterwegs. Auch sie hat die Erfahrungen in diesem gewerblichen Beruf als neue Herausforderung empfunden. Insbesondere bei dem Umgang mit Strom gab es anfänglich Berührungsängste, welche jedoch durch den begleiteten Kollegen schnell überwunden wurde. Letztendlich konnte somit auch eine angehende Immobilienkauffrau eine Glühbirne austauschen. Fazit von Annika ist, dass sie nun ab morgen selbstständig  Zuhause mit Strom umgehen kann.

Dann geht es für uns auch wieder ins Büro, mit dem Wissen, was passiert, wenn wir die Reparaturaufträge eingegeben haben. Dann denken wir bestimmt auch an Eckhard Schulze, der alle Schrauben sicher auch ohne uns findet. Und morgen, das steht fest, stelle ich dem neuen Blazer auch das Büro vor.

 


| 22.09.2014 | 09:55 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Angekommen!

Olaf Levin

Das war`s!  Ankommen, das war das Ziel. Herzlichen Glückwunsch an alle NEULAND Express Läufer und natürlich auch an alle anderen, die sich der Sache und ihrem Schweinehund gestellt haben.

Nils, 1:33:08 ! Was soll ich sagen…Sensationell. Andrea, 1:57:03, Hammer!, um nur einige zu nennen. Für mich gibt es in jedem Fall Luft nach oben aber wenig nach unten. Vorletzter in meiner Altersklasse und 948ster von 966 Teilnehmern am Halbmarathonlauf. Man hätte „Vom Winde verweht“ , während meines Laufs gucken können. (2:27:22)

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Bis Kilometer 11 ging bei mir eigentlich alles recht gut. Dann hab ich den Wasserstand im Allerpark gesehen und gedacht „Hey, es wird Zeit für ein Gel.“ Ich hatte zwar das Gel einnehmen während des Laufens geprobt, aber der Ernstfall war dann doch anders. Irgendwie bin ich aus meinem Atemrhythmus gekommen und habe die halbe Tube direkt in den Hals inhaliert. Wie Klarsichtfolie hat sich das Gel in meiner Speiseröhre breit gemacht und machte das Atmen für kurze Zeit, nicht möglich. Klingt übertrieben, war aber so. Ich hatte kurz überlegt aufzuhören. Glücklicherweise war ich ja direkt beim Wasser und konnte das ganze Gel wieder abspülen. Also Gel überleg ich mir nochmal, werde mal versuchen auf Riegel oder Bananen umzusteigen.

Eine Weile konnte ich Denise und Stefan sehen, aber die waren fitter unterwegs und haben mich spätestens an den Designer Outles abgehängt.

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Hab mich dolle über Angelika gefreut, die mich an der Volkswagen Arena angefeuert hat. Schade für sie und auch für Steffi. Nächstes Jahr dann ganz bestimmt. Überhaupt muss man den meisten Streckenposten ein riesen Kompliment machen. Kommt schon cool wenn plötzlich Fremde deinen Namen rufen und dir Mut zu sprechen. Danke dafür!

 

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Ziel für das nächste Jahr ist definiert 1:59:59. Denn eins ist klar, es wird weitergemacht. Vielleicht ja auch mit euch. Mir hat das Laufen und Trainieren mit der NEULAND und ihren Mietern super viel Spaß gemacht. Ich bin froh euch kennengelernt zu haben, und hoffe, dass wir vielleicht ab und zu weiter miteinander durch die Wälder Wolfsburgs rennen. Vielen Dank an euch, an Sina und Claudia, unsere „Drill Sergeants“ vor Ort und auch an die NEULAND für das Vertrauen und die Möglichkeit dieses Projekt zu realisieren. Ich hoffe es hat euch etwas Spaß gemacht. Die bewegten und bewegenden Bilder, gibt es die Tage hier zu sehen.

…ach und schönen Dank für die tollen Fotos von Janina Snatzke

Bis bald mal wieder, euer Olaf…


| 03.09.2014 | 15:59 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Schallmauer durchbrochen, der 14.09. kann kommen

Olaf Levin

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Der September ist da. Das ging jetzt wirklich schnell. Eben war doch noch April und wir haben unsere Zelte im Suhlgarten aufgeschlagen und unser Lauftraining gestartet. Es ist immer dasselbe mit der Zeit. Je schöner die Momente, umso schneller geht sie rum. Mittlerweile ist der NEULAND Express etwas kleiner geworden, aber es hat sich ein harter Kern gebildet. Manche mussten leider verletzungsbedingt aussteigen. Achillesfersen, Leisten und Knie wurden beansprucht und sind bei dem einen oder anderen leider nicht mehr wettkampftauglich. Gute Besserung auf diesem Wege. Mittlerweile laufen wir nicht nur donnerstags, sondern geben uns auch regelmäßig sonntags den Wolfsburger Laufparcouren hin. In der Anmeldeliste des Wolfsburg-Marathons stehen wir jetzt auch, es gibt kein zurück mehr, und zurück will eh niemand. Von Sina und Claudia haben wir alles gelernt, was wir für ein gesundes, ausgeglichenes Laufen benötigen und jetzt sind langsam wirklich alle heiß.

Das war auch am letzten Sonntag zu spüren. Ich habe mein Ziel bereits erreicht und bin zusammen mit Stefanie Geisler, der Leiterin Unternehmenskommunikation der NEULAND und unseren Coaches Claudia und ihrem Mann Franco das erste Mal in meinem Leben die Distanz 21 Kilometer gelaufen – also mein halbes Fenchelfeld. Ach na ja, und Harry, der ist dann mittendrin einfach mal los gespurtet und lief das ganz locker zu Ende. Woher er seine Energie nimmt? Vielleicht ist er doch heimlich Gallier und hat Zugang zu einem Zaubertrank? Für uns war es gut, die Distanz vor dem Wettkampf einmal gelaufen zu sein. Ich weiß jetzt, dass ich das schaffen kann und weiß, das es weh tut. :-)

Ich habe mir noch rechtzeitig ein paar neue Schuhe gekauft und geübt, wie man mit Nahrung rund um den Wettkampf so umgeht. Zunächst freue ich mich natürlich auf die Nudelparty, die am 13. September 2014 in der Zeit von 18:00 – 20:00 Uhr im RothCampus Fallersleben (Wolfsburger Landstrasse 22 a, 38442 Wolfsburg) stattfindet. Es gibt dort für uns Läufer kostenfrei Pasta!!! Ich bin dabei!!! :-) Doch auch während mich meine neuen Schuhe wie von selbst über mein halbes Fenchelfeld fliegen benötige ich … nun … nennen wir es auch in diesem Fall Nahrung – die Bananenstaude in der Bauchtasche hat mir meine Frau ausgeredet  – Gott sei Dank gibt es ja da noch diese verschiedenen Gels. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, doch ich hab mich jetzt festgelegt: ein Gel mit der Geschmacksrichtung „Red Fruit“ soll es sein. Eine tolle Auswahl an Gels gibt es übrigens z.B. bei Sport 2000 in Fallersleben. Jetzt sind es also noch knapp zwei Wochen und dann kommt das Finale. Wer sich nochmal über den Wolfsburg-Marathon informieren möchte, findet alles Wichtige hier.

 

 

 

 


| 14.08.2014 | 10:40 Uhr

Allgemein, Das Lauf-Projekt : Bad Taste Jogging Outfit

Olaf Levin

Wie bei jeder Sportart, ist auch beim Laufen das richtige Sportzeug und die richtige Ausrüstung wichtig. Allerdings ist das Schöne daran, dass man nicht wie beim Golf gleich 2.000,00 € in Schläger und 1.500,00 € in Clubmitgliedschaft investieren muss, sondern meistens die Sachen schon im Kleiderschrank hat. T-Shirt, Sporthose, Turnschuh und der Wald ist ja bekanntlich kostenfrei. So einfach kann es sein, kann allerdings auch zu einer Philosophie werden. Denn auch im „Joggermilieu“ gibt es die spannendsten Zutaten zu kaufen. Wer heutzutage bei Tchibo Kaffee kaufen will, ist ja schon ein Exot. Laufgürtel, Laufsocken und Laufuhr, sind das Arabica des Läufers und der Preis ist ja auch immer sensationell. Ob`s was taugt? Da bleiben einem nur Erfahrungsberichte der Käufer. Ja, ich gebe es ja zu, ich hab die Laufuhr, den Gürtel usw. Also, der Laufgürtel ist echt klasse, denn er fängt nicht das Schwingen am Körper an. Da ich ein Handyläufer bin, hab ich immer das Problem einen geeigneten Ort dafür zu finden und mal ehrlich, ich häng mir das Teil doch nicht an den Arm. Die Laufuhr ist noch nicht vollständig erprobt. Cool ist, dass man seinen Puls messen kann, indem man einfach nur die Fingerspitze drauf hält. Ich muss das jetzt aber mal mit einem geeichten Gerät vergleichen, ob das auch alles stimmt. Nein, ich arbeite nicht bei Tchibo und es gibt auch noch andere tolle Kaffeehäuser wie Eduscho oder so :-)

Wer es noch nicht mitbekommen hat, die NEULAND hat ein Gewinnspiel laufen. Das Bad Taste Jogging Outfit – Gewinnspiel. Man kann einen unfassbar tollen Gutschein im Wert von 250,00 € gewinnen. Gesponsert und einzulösen in den Designer Outlets Wolfsburg. Ihr müsst nichts weiter tun, als ein Foto hochladen. Und zwar hier. Na gut, nicht irgendein Foto. Gesucht wir das heftigste, fieseste, gemeinste oder strangeste Jogging Outfit, das ihr habt. Natürlich müsst ihr auch drinstecken, sonst zählt das Bild nicht. Noch bis zum 31.08.2014 hab Ihr die Chance mitzumachen.

Eigentlich kann das Outfit beim Laufen doch nicht hässlich genug sein. Wer möchte schon in einem hässlichen Lauf Outfit auf Bekannte im Wald stoßen? Wer hässlich läuft, läuft weiter und wer weiter läuft ist fitter.

Das Foto hier, ist gleich doppelt gefährlich. Mein Lauf Outfit ist nicht nur hässlich, nein ich trage auch noch ein T-Shirt vom Finale 2010. Ihr erinnert euch? Niederlande gegen Spanien. Ich habe zu der Zeit für Sky in Amsterdam gedreht und musste mir das kaufen. Also damit hält man dann garantiert auch nicht an. Viel Glück beim Gewinnspiel, euer Olaf…

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(ich mache natürlich nur außerhalb der Konkurrenz mit)

 


| 14.08.2014 | 08:45 Uhr

Allgemein, Hausmeister : Einsamkeit macht erfinderisch

Andreas Lutz

Es war so gegen 15.30 Uhr als mich der Anruf von Frau Dallmann erreichte. Frau Dallmann ist eine meiner Lieblingsmieterinnen. Wenn sie mir den Ausdruck erlauben.

Eine kleine Frau Mitte siebzig der man ihr Alter auch durchaus ansieht. Die aber jederzeit  in der Lage wäre einen Handtaschendieb mit nur einem einzigen Faustschlag niederzustrecken.

Frau Dallmann ist alleinstehend. Ihr Mann ist schon vor Jahren gestorben. Oder abgehauen. In ihrem Wohnzimmer hängt ein Hochzeitsfoto das sie als junge Frau zeigt. Zusammen mit ihrem Bräutigam. Aber sie erwähnt ihn nicht. Sie spricht auch nicht von Kindern. Vermutlich hat sie keine. Frau Dallmann ist einsam. Das zur Erklärung warum Frau Dallmann tut was sie tut. Und auch heute hat sie es wieder getan.

“Sie müssen mal wieder vorbeikommen Herr Lutz. Also, das ist doch wie verhext. Ich wollte meine Post rausholen und dabei ist mir wieder das Briefkastenschloss… also das ist sozusagen… na Sie haben es ja das letzte Mal auch so schön reparieren können. Da ist wieder dieser, dieser…”  “Splint“, helfe ich ihr.  „Ja, dieser Splint ist abgegangen und dann ist das ganze Schloss, das ist dann… also, das ist dann regelrecht in den Briefkasten gefallen.”

“Frau Dallmann”, sage ich mit einer fast väterlichen Stimme als ich Minuten später mit ihr am Briefkasten stehe. “Das ist schier unmöglich. Beim Öffnen des Briefkastens kann der Splint nicht aus dem Schloss fallen.”

“Ist er aber!” erwidert die alte Dame. Und sie sagt es in einem Ton der mir zu verstehen gibt, dass jetzt “Ende der Diskussion” ist.

Eigentlich ist das, was sie da macht, mutwillige Zerstörung fremden Eigentums denke ich, als ich den Splint mit Hilfe eines Schraubendrehers zurück in das Schloss drücke. Dazu ist schon ein gewisser Kraftaufwand nötig. Niemals, ich wiederhole NIEMALS!!! fällt so ein Splint einfach heraus. Das ist schließlich auch seine Bestimmung. Fest zu sitzen. Dafür wurde er gebaut. Dafür wurde er erfunden. Hier wurde nachgeholfen. Ganz klar. Aber die alte Frau Dallmann kann das ohne Werkzeug nicht schaffen. Mit Werkzeug aber auch nicht. Sie muss einen Komplizen haben. Jemanden der ihr den Splint aus dem Schloss zieht.

Ich habe sofort den Jungen in Verdacht der mit seiner Mutter über ihr wohnt. Warum ich gerade ihn verdächtige weiß ich nicht. Ich bin sehr schnell mit meinen Verdächtigungen. So schnell, dass ich oft mit den Begründungen nicht hinterherkomme.

Ich verdächtige ständig jemanden. Ich kann gar nichts dafür. Egal ob es der ausgeleerte Aschenbecher neben der Hauseingangstür ist oder der Müllsack mit alten Schuhen in der Biotonne. Ganz egal was es ist. Ich habe stets sofort einen Verdacht. Nur meiner schlechten Menschenkenntnis ist es zu verdanken, dass sich keine meiner Verdächtigungen je bestätigt hat.

“So”, sage ich, als ich mein Werkzeug in meinem kleinen roten Jute-Beutel verschwinden lasse, “erledigt! Wenn der jetzt wieder rausfällt, weiß ich auch nicht.” “Ein schönes Fahrrad haben Sie”, beginnt sie eine lockere Plauderei. “Ja das ist es” versuche ich zu lügen. “Das ist mein ganzer Stolz.” “Immer schön abschließen” rät sie mir. “Nicht, dass es Ihnen mal geklaut wird.” Die Hoffnung habe ich aufgegeben, denke ich bei mir.

“Haben Sie denn jetzt noch mal einen Augenblick Zeit“? fragt sie und wartet erst gar nicht meine Antwort ab, sondern weist mir mit einer Geste an, ins Haus zu gehen. Wenn es so ist wie das letzte Mal, dann wartet in ihrer Stube (ich glaube ab einem gewissen Lebensalter heißen Wohnzimmer immer “Stube“) eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen auf mich.

Eigentlich hab ich noch ‚ne Menge zu tun, will ich sagen, aber dazu komme ich gar nicht.

“So als Hausmeister hat man auch nichts auszustehen oder? Was machen Sie denn eigentlich den ganzen Tag? Ich sehe Sie ja immer nur auf Ihrem Fahrrad hin und her fahren. Haben Sie eigentlich mal gesehen wie der Müllplatz aussieht?” Das waren keine wirklichen Fragen. Eher so etwas wie Feststellungen habe ich den Eindruck.

“Na, kommen Sie erstmal rein” sagt sie und schiebt mich vor sich her.

Tatsächlich stehen wir vor einem gedeckten Kaffeetisch. Zwei Tassen, eine Kaffeekanne, ein paar Stückchen Erdbeertorte und ein Tetrapack Vollmilch. Und ein Fotoalbum. Der Fernseher läuft. Wahrscheinlich den ganzen Tag. Zumindest darin unterscheiden wir uns nicht.

Einige Minuten später sitzen wir bei Kaffee und Kuchen und blättern im Fotoalbum. “Sehen Sie mal hier, das waren die ersten Häuser in der Schillerstrasse. Als es hier noch gar keine Strassen gab. Und keine Häuser. Und das hier war die Cianetti Halle.”

Im Fernseher läuft gerade “Hier ab vier” auf MDR und Axel Bulthaupt erklärt die Bedienung eines Blutdruckmessgerätes das ganz neu auf dem Markt ist. “Wie alt sind Sie eigentlich?” fragt mich Frau Dallmann während sie zur Fernbedienung greift um den Ton lauter zu stellen. “Lange müssen Sie doch auch nicht mehr arbeiten, oder?”  “Ich bin gerade erst 50 geworden” antworte ich. Nicht ohne ein Gefühl der Entrüstung. “50?” Sie blickt erstaunt. “Das hätte ich nicht gedacht. Ich hätte gedacht das Sie älter wären.” “Im Ernst” ? entgegne ich erstaunt und nehme mir ein weiters Stückchen Erdbeertorte. Vielleicht waren es die Jahre in der Gartenabteilung der Neuland und die sengende Hitze der Detmeroder Hochebene die mich so altern ließen. Die mir diese tiefen Falten ins Gesicht gruben. Die mich aussehen lassen wie einen kalabresischen Landarbeiter bei der Tabakernte. Vielleicht hat Frau Dallmann aber auch einfach nur was an den Augen. Ich beschließe einen Termin bei meinem Frisör zu machen. Unter Umständen ist es ihm möglich meine ursprüngliche Haarfarbe zu rekonstruieren. Grau macht mich vielleicht doch etwas zu alt. Oder bin ich tatsächlich nicht so alt wie ich mich fühle, sondern bereits viel viel älter? Zur Sicherheit merke ich mir den Namen des Blutdruckmessgerätes.

“So”, höre ich mich sagen. “Ich muss dann mal los. Ich kann ja schlecht den ganzen Nachmittag hier mit Ihnen Kuchen essen. Ich hab‘ schließlich noch ‚ne Menge zu tun.”  “Was haben Sie denn zu tun?” fragt sie verwundert. “Was macht so ein Hausmeister eigentlich den ganze Tag? Das hab ich Sie vorhin schon gefragt. Ist das heutzutage eigentlich ein richtiger Beruf oder kann das jeder machen? Das kann man doch gar nicht lernen, oder? Kann man Hausmeister lernen?”

Ich verspreche Frau Dallmann beim Weggehen ihr die Aufgaben eines Hausmeisters genau zu erklären. Das nächste Mal. Wenn ihr Briefkastenschloss wieder in den Briefkasten fällt. Sie fand die Idee gut und wir einigten uns auf nächste Woche.

Aus dem Fotoalbum von Frau Dallmann

Nebau
Die ersten bezugsfertigen Häuser der Neuland.

Kaffeerunde
Frau Dallmann feiert den 5. Geburtstag der Stadt.

Käfertreffen
Der frenetisch gefeierte erste Kreisel in Wolfsburg.

Spaziergang
Erster verkaufsoffener Sonntag. Allerdings noch ohne Geschäfte.


| 12.08.2014 | 08:53 Uhr

Allgemein, Azubis : Die fast perfekte Planung …

Azubis

So wie jedes Jahr steht auch 2014 wieder die Planung der Abschlussfeier des 3. Lehrjahres auf unserem Plan. Und natürlich haben wir uns schon Monate vorher Gedanken darüber gemacht. Wir, dass sind alle kaufmännischen Auszubildenden bei der Neuland. 😉

Dieses Jahr sollte es besonders spannend, kurz gesagt, einfach unvergesslich werden. Also ging die Planung in die heiße Phase. So saßen wir meist vollzählig zusammen in unserem lichtdurchfluteten Besprechungsraum und uns kamen durch den vielen Sauerstoff (herzlichen Dank an die Klimaanlage) unzählige Ideen. Livemusik (wie wäre es mit Helene Fischer), ein Sechs-Gänge-Menü und ein großes Feuerwerk. Spätestens jetzt wurde uns klar, dass wir eventuell in etwas zu großen Dimensionen dachten.

Also zurück in die Realität.

So planten wir fleißig eine gemütliche Feier mit Rahmenprogramm in einem unserer Nachbarschaftshäuser. Sogar die kleinsten Details berücksichtigten wir dieses Mal. Zum Beispiel planten wir individuelle Spiele für unsere bald nicht mehr Azubis. Wir waren bereits mächtig stolz auf unsere Planung. Zeitlich gesehen waren wir wirklich gut dabei. Dachten wir zumindest. Doch da brachte uns eine „kleine“ Zwischennachricht etwas aus dem Konzept.

Es stellte sich heraus, dass die offizielle Verabschiedungsfeier in der Schule nun doch einen Monat früher als gedacht stattfinden sollte.

Nach einer kurzen Schockstarre liefen unsere Gedanken zur Hochform auf. Wie wäre es so kurzfristig nun mit einem heimatlichen Essen direkt nach der Abschlussfeier in Springe? Denn immerhin, ein gutes Restaurant kannten wir von unseren Blockbesuchen doch alle. Jegliche Versuche so kurzfristig ein Nachbarschaftshaus für die bevorstehende Feier zu bekommen, scheiterten.

Deshalb planten wir auf Hochtouren ein ganz neues Konzept.

Und schon war der Tag gekommen. Die Sonne meinte es an diesem Tag besonders gut mit uns, schon auf dem Hinweg nach Springe ließ die eine oder andere Pflanze den Kopf hängen. Und auch an uns ging die Hitze nicht spurlos vorbei, vor allem während der Abschlussfeier in der Schule. Da konnte auch die Livemusik nicht über die Windstille hinwegtäuschen.

Nachdem unsere beiden Mitazubis nach der Zeugnisausgabe nun offiziell ausgelernt hatten, ging es weiter in das besagte Restaurant. Mit kalten Getränken versuchten wir gegen die Hitze anzukämpfen. Auch die Wartezeit auf unser Essen wurde mit den Redebeiträgen von unserer Ausbilderin und einer Vertretung der Geschäftsführung sinnvoll genutzt. Als die warmen Speisen kamen, hatten wir uns mittlerweile auch an die Hitze gewöhnt. Mit fortgeschrittener Zeit kühlte sich auch das Wetter auf eine angenehme Temperatur ab.

Gestärkt durch das leckere Essen machten wir uns somit gemeinsam auf den Weg nach Wolfsburg.

PS an das erste Lehrjahr: Ein Tag wie dieser würde uns auch sehr gut gefallen :-)

Wir sind schon gespannt wie eure Planung im nächsten Jahr abläuft. Wir warten auf euren Blog-Beitrag :-)