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Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen

In der „Neuen Burg“ wurde eine Wohnform geschaffen, die einmalig in Wolfsburg ist: „NEUES LAND“ ermöglicht Senioren mit eingeschränkter Alltagskompetenz eine selbstständige Lebensführung. Dort, wo sie sich wohlfühlen. Die Diagnose: „Demenz“ kommt für viele Betroffene unerwartet - auch für deren Angehörige. Wenn eine Pflege zu Hause nicht mehr geleistet werden kann, besteht trotzdem der Wunsch auf ein würdevolles Leben in häuslicher Atmosphäre. Senioren mit mit Erkrankungen wie z. B. Demenz, Depression oder Ängsten beziehen „NEUES LAND“, um die vertraute Erinnerung zusammen zu leben.

NEUES LAND

Die Demenz WG

In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft (WG) leben Menschen mit Demenz, Depressionen oder anderen altersbedingten psychischen Erkrankungen zusammen. Ihre individuellen Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt.

Bis zehn Senioren leben in einem Haushalt zusammen. Jeder Bewohner besitzt einen separaten und persönlichen Wohnbereich, der selbst eingerichtet werden kann. Küche, Bäder und Gemeinschaftsräume finden gemeinsame Nutzung.

Auf 400 Quadratmetern wird ein Wohnkonzept auf Basis pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse gelebt. Helle Zimmer sorgen für ein angenehmes Wohnen. Ein spezielles Farb- und Lichtkonzept in den gemeinschaftlich genutzten Räumen, Flur, Küche und Bad unterstützen das Wohlbefinden der Senioren. Eine große Wohnküche ist der zentrale Ort des gemeinschaftlichen Lebens. Hier rücken alle zusammen, nicht nur zum Kochen, auch für Gespräche, Spiele oder den Austausch von gemeinsamen Erlebnissen. Die Bäder bieten viel Komfort für eine größtmögliche Unabhängigkeit. Abgerundet wird das Wohnkonzept mit dem Pflegebad „Baden wie früher“, in dem Körper und Seele Erholung und Entspannung finden.

Der persönliche Wohnbereich wird von den Senioren mit eigenen Möbeln eingerichtet und gestaltet. Die Senioren bringen sich mit ihren Fähigkeiten ins Gemeinschaftsleben ein und werden dabei individuell unterstützt. Rund um die Uhr begleitet qualifiziertes Personal eines ambulanten Krankenpflegedienstes die Senioren. Feste Bezugspersonen gewährleisten eine Orientierung an den eigenen Lebensgeschichten der einzelnen Mieter, an deren Interessen, Vorlieben und Gewohnheiten.

Die Angehörigenarbeit ist wesentlicher Bestandteil des Betreuungskonzeptes. Geben Sie weiterhin Halt und Orientierung! Wir heißen Sie willkommen, wenn Sie uns besuchen und sich aktiv einbringen möchten.

Durch Spendengelder wird die Wohnungsausstattung für die gemeinsam genutzten Räume finanziert. Einen Miet- und Pflegevertrag schließt jeder Mieter separat ab.

Ein Leben mit Demenz

Es ist eine erschreckende Prognose: Bis zum Jahr 2030 rechnen Experten mit 2,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland. Bereits heute sind über eine Million Menschen von der psychischen Alterserkrankung betroffen. Mit der Diagnose kommen nicht nur auf die Betroffenen, sondern auch auf die Angehörigen hohe Anforderungen zu. „Viele pflegen und betreuen ihre Familienangehörigen aufopferungsvoll, ohne dabei die eigenen Grenzen zu beachten. Aufgrund der emotionalen Belastung werden sie häufig selbst krank“, so die Erfahrung von Bettina Tews-Harms. Sie gründete vor 16 Jahren die Ambulante Krankenpflege Bettina Harms. Der Pflegedienst hat sich inzwischen zum Pflegeunternehmen entwickelt und steht beispielhaft für Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten bei Demenz. Angeboten werden zahlreiche Leistungen für demenziell erkrankte Menschen und deren Angehörige: zwei Tagespflege-Einrichtungen, umfangreiche Beratungsangebote von ausgebildeten Fachkräften sowie regelmäßige Pflegekurse. So wird der Pflegekurs „Alzheimer/Demenz“ beispielsweise von einer gerontopsychiatrischen Fachkraft der Ambulanten Krankenpflege geleitet. Er ist für alle Teilnehmer kostenfrei.

Als sehr erfolgreich hat sich zudem die Validationsmethode erwiesen. Validieren setzt eine bestimmte Haltung in der Kommunikation mit dem erkrankten Menschen voraus. Die Realität des Betroffenen wird angenommen, seine Gefühle und Verhaltensweisen werden wertgeschätzt. „Selbst ungewöhnliche Reaktionen lassen sich als Stärke oder aktive Äußerung erfahren, indem vor allem auch die gesunden Anteile der Reaktion wahrgenommen werden“, so Dipl.-Sozialarbeiterin Karolin Weiner. „Im Umgang mit demenzkranken Menschen ist es wichtig, sie als Person mit Ressourcen wahrzunehmen. Eine ganze Reihe von Fähigkeiten bleibt häufig noch lange erhalten. Dazu gehören lang geübte Tätigkeiten oder Gewohnheiten, ein Gefühl für Stimmungen und Atmosphäre, körperliche Mobilität und die Fähigkeit, Gefühle auszudrücken.“

Pflegekurse und Schulungen finden im ersten Halbjahr zu folgenden Themen statt: Alzheimer/Demenz (2. Mai) sowie Sterbegeleitung (1. Juni). Nähere Informationen unter Telefon 0 53 61/2 75 96 57.

Kontakt

Jennifer Fust

Jennifer Fust

Kundenbetreuerin
Telefon: 0 53 61 . 791 187
jennifer.fust@nld.de
Erfurter Ring 15
38444 Wolfsburg

Kontakt

Uta Rode

Pflegedienstleitung

Telefon: 0 53 61.2 75 96 57
John-F.-Kennedy-Allee 39
38444 Wolfsburg