06.06.2012

Vorsorge treffen im Alter

Vorausschauende Vorbereitungen: eine Übersicht

Vielen Menschen ist es wichtig, im Alter solange sie rüstig sind Vorsorge zu treffen: für den Fall, dass sie ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können oder um im Todesfall die Hinterbliebenen zu schützen. Einige Möglichkeiten stellen wir Ihnen auf dieser Doppelseite vor.

Vorsorgevollmacht
Mit der Vorsorgevollmacht überträgt man einer Vertrauensperson die Wahrnehmung der eigenen Interessen für den Fall, dass man selbst nicht mehr entscheiden kann. Die benannte Person kann dann stellvertretend für Sie handeln entweder umfassend oder in abgegrenzten Angelegenheiten. Beziehen kann sich die Vollmacht etwa auf Verträge, Bankgeschäfte oder den Einzug in ein Pflegeheim. Auch persönliche Wünsche können formuliert werden: zum Beispiel, was Sie ins Heim mitnehmen möchten. Die Vorsorgevollmacht kann jederzeit entzogen oder inhaltlich verändert werden. Sie sollte vom Notar beglaubigt oder beurkundet sein.

Patientenverfügung
In der Patientenverfügung wird geregelt, welche ärztlichen Maßnahmen Sie zu Ihrer medizinischen Versorgung wünschen und welche Sie ablehnen. Ein Selbstbestimmungsrecht für den Fall, dass man aufgrund einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall den Willen nicht mehr äußern kann. Diese Anordnungen müssen von den Ärzten umgesetzt werden. Die Verfügung sollte folgendes enthalten: eine Einleitung mit Name, Geburtsdatum und Anschrift, eine genaue Beschreibung der Situation, in der die Patientenverfügung gelten soll und zudem genaue Vorgaben, etwa zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Schmerz- und Symptombehandlungen sowie künstlicher Ernährung. Nötig sind zudem Datum und Unterschrift. Auf der Webseite des Bundesjustizministeriums www.bmj.de sind Formulare für die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung abrufbar ebenso die umfassend informierenden Broschüren Patientenverfügung und Betreuungsrecht. Bestellt werden können die kostenlosen Schriften auch beim Publikationsversand. Telefon: 0 18 05 / 77 80 90. Beraten sollten Sie sich vor

dem Ausfüllen mit Ihrem Arzt; auch manche Hospize helfen bei der Formulierung.

Betreuungsverfügung
Mit der Betreuungsverfügung wird im Voraus festgelegt, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll, falls eine rechtliche Betreuung nötig ist. Bestimmt werden kann auch, wer auf keinen Fall als Betreuer in Frage kommt. Der Betreuer wird Sie nur in den rechtlichen Aufgaben vertreten, die Sie nicht mehr bewältigen können. Möglich sind inhaltliche Vorgaben: etwa, welche Wünsche und Gewohnheiten respektiert werden sollen oder ob im Pflegefall eine Betreuung gewünscht wird. Die Betreuungsverfügung kann mit einer Vorsorgevollmacht verknüpft werden.

Bestattungsvorsorge
Mit einer Versicherung kann die eigene Bestattung sowie deren Bezahlung geregelt werden. Eine Sterbegeldversicherung zahlt im Todesfall einen vorab vereinbarten Geldbetrag, über den die Angehörigen frei verfügen können. Eine Bestattungsversicherung leistet ein zuvor ausgewähltes Begräbnis. Versichert werden können beispielsweise die Art der Trauerfeier, der Grabstein, der Sarg und die Art der Bestattung. Vor dem Abschluss empfiehlt es sich, verschiedene Angebote zu vergleichen.

Häufig wird ein Bestattungsvorsorge-Vertrag auch direkt mit einem Beerdigungsunternehmen abgeschlossen. Vorab gezahlte Beträge sollten dabei zum Schutz vor einer Insolvenz der beauftragten Firma auf einem treuhänderisch verwalteten, verzinsten Sperrkonto hinterlegt werden. Alternativ können die Wünsche vertraglich vereinbart werden. Im Todesfall begleichen die Hinterbliebenen die Kosten dann aus dem Erbe.

Wunschvorsorge Wohnungsrückgabe
Wer räumt im Todesfall die Wohnung, in der man lebte? Wer übernimmt etwaige Schönheitsreparaturen? Auch in dieser Hinsicht möchten viele ihre Kinder, Enkel bzw. enge Freunde entlasten.
Verschiedene Wohnungsunternehmen, darunter auch die NEULAND, bieten ihren Mietern deshalb eine Wunschvorsorge Wohnungsrückgabe an. Individuell können Dienstleistungen vereinbart werden. Bei der NEULAND werden sie zu einem Pauschalpreis, deutlich unter den Marktpreisen, berechnet. Für die Angehörigen entstehen dann bei Rückgabe der Wohnung keine Kosten.
Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Kundenberater.