06.06.2012

Weg mit den Barrieren!

Wohnraum- und Hilfsmittelberatung 2011 über 200 Beratungen

Unglückliche Situation für Anna Pelsis. In ihrer Wohnung blieb sie an einer Türschwelle hängen und zog sich beim Sturz einen komplizierten Armbruch zu.
Zusätzlich eingeschränkt ist sie durch ein künstliches Knie und eine künstliche Hüfte. In die Wanne zu steigen, ist deshalb nicht mehr möglich. Regelmäßig kommt der Pflegedienst, der meine Frau auch wäscht. Mit der Wanne war das im Bad recht eng. Da musste man anschließend immer trocken wischen, berichtet
Edvins Pelsis. Beide wandten sich deshalb an die Wohnraumberatung der NEULAND.
Inzwischen hat sich nun viel getan. Nach einem Beratungsgespräch direkt in der Wohnung wurden in den folgenden Wochen alle Schwellen entfernt und die Türen verbreitert. Die Wanne wurde durch eine bodengleiche Dusche ersetzt mit Ablaufrinne, die das Wasser schnell schluckt. Für sicheren Halt sorgen rutschfeste Fliesen. Zudem wurde eine neue Toilette eingebaut.
Bei vorhandener Pflegestufe bezuschusst die Pflegekasse solche individuellen wohnumfeldverbessernden Maßnahmen mit 2.557 Euro, berichtet Claudia Kirchhoff. Sie berät bei der NEULAND zusammen mit Christian Chudoba bei allen Fragen zu Umbauten oder geeigneten Hilfsmitteln und informiert über mögliche Kostenübernahmen. 206 Anfragen wurden allein im vergangenen Jahr bearbeitet. Oft erleichtern bereits kleine Veränderungen den Alltag, zum Beispiel ein Haltegriff, ein zweiter Handlauf im Treppenhaus oder ein Wannenlift, so Claudia Kirchhoff. Immer wieder werden jedoch auch aufwendigere Wohnraumanpassungen umgesetzt. So wurde etwa für eine Mieterin nach einer Beinamputation die Küche heruntergesetzt. Der Abwasch kann nun im Rollstuhl erledigt werden; die Bretter der Schränke sind durch neue Schienen ausfahrbar.
Nähere Informationen sowie Terminvereinbarung bei Claudia Kirchhoff, Telefon: 0 53 61 / 79 11 99, und Christian Chudoba, Telefon 0 53 61 / 79 11 96.