24.06.2014

„Wir finden Lösungen!“

Das Forderungs- und Sozialmanagement im Porträt. 

Wer gern nach Schema "F" arbeitet, wird in diesem Team nicht glücklich werden. „Jeder Tag ist wie eine Wundertüte. Planbar ist bei uns nur wenig“, erzählt Leiterin Silvia Mohaupt. „Oft werden die Prioritäten stündlich geändert. Wir reagieren schnell auf neue Gegebenheiten.“ 

Das Sozial- und Forderungsmanagement unterstützt Menschen in besonderen Lebenslagen. Dazu gehört die Beratung von Schuldnern. „Dass die Mietzahlung eingestellt wird, um andere finanzielle Löcher zu stopfen, ist kein Einzelfall. Nimmt der Mieter Kontakt zu uns auf, begleiten wir ihn, bis er seine Finanzen wieder geordnet hat. Wir analysieren mit ihm die Ursache der Notlage, vermitteln Ansprechpartner und erarbeiten Einzelfalllösungen. Uns liegt viel daran, unsere Mieter auch in schwierigen Situationen zu unterstützen und eine Zwangsräumung und somit Obdachlosigkeit zu vermeiden.“, erläutert Silvia Mohaupt. Zum Jahresbeginn wurden das Forderungs- und Sozialmanagement zu einem Team zusammengeführt. Die fachliche Zusammenarbeit ist nun noch enger.  

Bei der Beschwerdebearbeitung steht das Sozialmanagement im direkten Kontakt mit den Kundenbetreuern. Das Team analysiert die Sachlage, vermittelt und bringt die Parteien an einen Tisch, um den Konflikt zu lösen oder die Beschwerde zu klären. Unser Ziel ist die Mieterbindung und die hohe Mieterzufriedenheit in den Quartieren zu erhalten. 

Eine weitere wichtige Aufgabe: die Wohnraumberatung. Vor Ort werden Kunden über mögliche Wohnraumanpassungen und Hilfsmittel informiert und über die Finanzierung und mögliche Kostenübernahmen beraten. Allein 2013 gab es 185 Wohnraumberatungen. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der Selbstständigkeit und die Erleichterung der Pflege. Dies betrifft nicht nur Senioren. Angepasst wurde zum Beispiel auch eine Wohnung an den Bedarf eines schwer erkrankten Kindes. Eine enge Zusammenarbeit mit Netzwerk- und Kooperationspartnern wie z. B. dem CJD, der Lebenshilfe oder dem Jugendamt ist für die Suche von passendem Wohnraum für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf unerlässlich und von großer Bedeutung. 

Im Blick hat das Team darüber hinaus das Wohnumfeld. Dazu gehören die Quartiersentwicklung sowie die Quartiersarbeit. Ein wichtiger Bestandteil ist das kreative Programm der beiden Jugendtreffs. Die vielseitigen Angebote und Aktionen werden von den Kindern und Jugendlichen gern angenommen. „Unsere Mieter sollen sich wohlfühlen, ein selbstständiges Leben führen können und das Wir-Gefühl erleben“, so Silvia Mohaupt.