11.09.2014

Job-Starter

Alles Wichtige über Ausbildungen bei der NEULAND und wertvolle Tipps für die Bewerbung

Die NEULAND bildet in sechs Berufen aus. Darunter Maler/in und Lackierer/in und Immobilienkauffrau/-mann.  Wir stellen zwei Azubis vor, die diese Berufe lernen und über ihre Erfahrungen berichten.

Sandra
Sie ist 20, sie ist hübsch, sie wirkt ein bisschen scheu – und sie arbeitet in einem klassischen Männerberuf. Sandra Hötzendorfer macht bei der NEULAND eine Ausbildung zur Malerin und Lackiererin. Im September kommt sie ins dritte Lehrjahr.

Sandra ist keine, die die große Bühne braucht, um sich etwas zu beweisen. Sie schaut sich die Dinge erst mal genau an, bevor sie aktiv wird. Wie kommt dieses Mädchen auf einen typischen Männerberuf? „Ich habe nach der Hauptschule auf der BBS II ein berufsvorbereitendes Jahr gemacht. Da wurden auch Farbtechnik und Raumgestaltung angeboten. Weil mir das Spaß gemacht hat, habe ich mich beworben und bei der NEULAND die Ausbildung bekommen.“ 

Alles startete mit dem Kennenlerntag bei der NEULAND. Gemeinsam mit allen neuen Azubis erfuhr sie etwas über die anderen, das Unternehmen, über Abläufe, Anforderungen und Möglichkeiten. „Am Anfang habe ich mich noch unsicher gefühlt“, erinnert sich Sandra. „Man sitzt als neuer Azubi da und weiß nicht, was man sagen soll. Aber die Auszubildenden, die schon eine Weile dabei sind, halfen uns mit Anregungen und Unterstützung. Wir haben uns dann in Gruppen gegenseitig vorgestellt, in Teamarbeit einen Turm gebaut und eine Schnitzeljagd gemacht, damit wir die Räume schon mal etwas kennenlernen. Das hat mir gut gefallen.“ 

Schließlich kam er, der erste Arbeitstag im Maler-Team. „Ganz am Anfang war das schon ein bisschen komisch. Meine Kollegen haben mir aber schnell die Angst genommen, etwas falsch zu machen. Sie haben mir alles gut erklärt, waren sehr freundlich und kamen auf mich zu. Ich war richtig erleichtert, weil alle nett und sogar ziemlich lustig sind. Am Anfang hatte ich noch gedacht: Toll, jetzt bin ich das einzige Mädchen! Aber in der Berufsschule sind wir sogar sieben und im September hat noch eine neue Maler-Azubine angefangen.

Immer am Computer zu arbeiten und immer nur zu sitzen, das ist nichts für Sandra. Sie braucht Bewegung und Abwechslung. Und die hat sie, weil ständig neue Termine und Aufgaben anstehen. Außerdem finden die Arbeiten meistens beim Kunden statt. Immer wieder neue Wohnungen und Menschen: Das ist spannend. „Die meisten Kunden sind freundlich und man redet auch ein bisschen. Fast alle wundern sich, wenn da ein Mädchen mitkommt. Sie fragen mich dann, ob die Arbeit für mich nicht zu schwer sei. Aber es gibt ja in jedem Beruf schwere Sachen und so anstrengend ist meine Arbeit auch wieder nicht.“ Eher bedauert Sandra, dass die großen Herausforderungen selten auf dem Tagesplan stehen. „Wir machen sehr viel Ausbesserungsarbeiten. Wenn wir zum Beispiel nach einem Wasserschaden etwas renovieren müssen, dann machen wir ja nur die eine Wand. Zu selten streichen wir einen kompletten Keller oder renovieren Leerwohnungen von Grund auf. Und leider arbeiten wir kaum mit Farben. Die Leerwohnungen werden ja meistens weiß gestrichen.“ So arbeitet Sandra dann ganz in Weiß, lackiert Türen und Fenster, bessert einen Flur aus, renoviert einen Balkon, streicht oder spachtelt eine Wand. Oder macht auch mal ein Graffiti weg. 

Sandras Tipp an andere Bewerberinnen: „Man sollte keine Angst vor den männlichen Kollegen haben, dass die vielleicht unfreundlich sind. Die sind richtig nett, hilfsbereit und es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Manchmal hört man ja bei reinen Frauenberufen, dass da schnell mal ein Zickenkrieg tobt. Den erlebe ich hier nicht. Außerdem solltet ihr schon mal in den Job reingeschnuppert haben und eine Ahnung davon haben, was im Job auf euch zukommt. Und sonst das Übliche: pünktlich sein, keine unentschuldigten Fehltage haben. Und es schadet nicht, wenn man freundlich ist.“


Serhat
„Der lächelt eigentlich immer“, behaupten die Kollegen. Und sie haben recht. Serhat Ertegi ist ein wahrer Sonnyboy. Sein Lächeln wirkt nicht aufgesetzt, sondern echt. Die Attribute freundlich, offen und charmant wurden ihm offensichtlich schon in die Wiege gelegt. Eine gute Voraussetzung also für die Berufswelt, besonders wenn man es mit Menschen zu tun hat. In seinem angestrebten Job als Immobilienkaufmann bei der NEULAND sind seine Eigenschaften jedenfalls herzlich willkommen. 

Sein Entscheidungsweg verlief so: Nach der zwölften Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums und dem theoretischen Teil des Einstiegsqualifizierungsjahres war er auf der Suche nach einem zehnmonatigen Praktikum. Er wollte gerne etwas mit Kunden machen, suchte nach einem zukunftsorientierten Beruf und erfuhr, dass die NEULAND das passende Praktikum anbietet. Er ergriff die Chance. Alles war perfekt. Fast. 

„Ich landete in der Geschäftsstelle Laagberg und habe mich ein bisschen geärgert, weil ich ganz in der Nähe vom Hauptsitz der NEULAND wohne. Aber der Ärger verflog schnell, denn das Team ist sehr jung und hat mich gut aufgenommen. Ich durfte schon nach kürzester Zeit selbstständige Aufgaben übernehmen. Das Praktikum hat mir sicherlich ein paar Pluspunkte für meine Bewerbung zum Immobilienkaufmann gebracht.“ 

Offensichtlich genug. Denn heute lernt Serhat, der 21-Jährige ist übrigens Kurde, Immobilienkaufmann im zweiten Ausbildungsjahr bei der NEULAND. Die Inhalte der Ausbildung sind vielfältig. Serhat lernt alles rund um den Immobilienbereich. Dazu zählen beispielsweise: Organisation, Marketing, Kundenbetreuung, Finanzierung und Controlling und natürlich der Kundenkontakt: „Bei uns sitzt jeder Azubi erst mal am Empfang und lernt Schritt für Schritt den direkten Umgang mit dem Kunden.“

Natürlich begeistert sich Serhat besonders für den Kundenkontakt. Da spielt ihm seine offene Art direkt in die Karten. Wer mit ihm spricht, spürt, dass Serhat ganz bei der Sache ist, sein Gegenüber ernst nimmt und freundlich bleibt. Aber manchmal fällt sogar ihm das nicht ganz so leicht. „Ich hatte gerade in einem Seminar gelernt, am Telefon noch besser auf den Kunden einzugehen. Und bingo! Ausgerechnet der nächste Kunde, mit dem ich telefonierte, war stark betrunken. Das ist natürlich die totale Ausnahme und ich konnte mit meinen neuen Wissen nicht wirklich viel anfangen. Aber meistens sind die Kunden freundlich und man kann sich konstruktiv austauschen. Falls ein Kunde weniger freundlich ist, muss man sich selbst eben etwas mehr anstrengen, um eine gute Lösung zu finden.“ 

Statt wöchentlich in die Berufsschule geht es für die angehenden Immobilienkaufleute der NEULAND nach Bochum. Dort findet einmal im Monat eine Woche Blockunterricht statt. „Das ist eigentlich ganz cool. Man kommt mal raus, Bochum ist nett und das Campus-Leben macht Spaß. Neben der Schule gibt es noch so eine Art Internat. Dort wohnt man mit einem anderen Auszubildenden zusammen. Vom Fernseher über die Cafeteria bis zu Sportangeboten ist alles da. Außerdem werden sämtliche Kosten von der NEULAND getragen.“

 

Was kann Serhat Bewerbern über den Arbeitgeber NEULAND erzählen? „Hier wird man ernst genommen und nicht ausgebeutet. Neben der Ausbildung können wir auch an spannenden Kunst-, Sozial- und Sportprojekten teilnehmen. Vor allem Vertrauen wird hier großgeschrieben. Man bucht beispielsweise seine Arbeitszeiten selbst und wer sich etwas zu trinken holt, wird nicht kontrolliert, ob er den passenden Betrag in die offene Kasse legt. Und die Stimme der Azubis zählt hier sehr viel. Unsere Anregungen und Wünsche werden wirklich ernst genommen. Vor allem arbeitet man eng zusammen und fühlt sich als Teil des Teams. Die Kollegen sind total locker drauf – allerdings sollte man auch mal mit einem nicht ganz ernst gemeinten Spruch umgehen können.“

 

 

Neu bei der Neuland

Manuela Eltner leitet das Per-so-nal-ma-nage-ment der NEULAND und ist für die Azubis der Immobilienwirtschaft zuständig. Ab September können sich Interessierte (aller Ausbildungsberufe) für das nächste Jahr bewerben. 

Wir wollen von unseren Kunden als zuverlässige und kompetente Ansprechpartner wahrgenommen werden. Das vermitteln wir auch unseren Azubis. Allerdings ist die Zeit im Kundendienst begrenzt und nicht jeder hat das Talent für den Kundendienst. Dafür hat jeder seine individuellen Stärken. Weil wir uns Teams wünschen, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig ergänzen, fordern und fördern wir unsere Azubis. Damit auch sie ihre Stärken erkennen und entwickeln. Wer sich als Immobilienkauffrau/-mann bewirbt, sollte einen Realschulabschluss (Sek.??1) verbunden mit der Fachschule Wirtschaft mitbringen. Unsere Bewerber/-innen sollten volljährig sein, sich bereits etwas unter Wirtschaft vorstellen können und Erfahrungen in einem Praktikum gesammelt haben. Wichtige Fächer für den Ausbildungsberuf sind Mathe, Deutsch und Wirtschaft, aber auch ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten ist wünschenswert. Angehende Immobilienkaufleute lernen unser gesamtes Unternehmen kennen: vom Empfang über Marketing und Kundendienst bis zur Be-glei-tung von Bau-vor-ha-ben. Die Arbeit ist eine Kombination zwischen Bürojob und Außendienst. Dabei sind uns Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit besonders wichtig. Statt zur Berufsschule reisen unsere Azubis zum Blockunterricht ins Europäische Bildungszentrum nach Bochum. Pro Jahr stellen wir in der Regel drei angehende Immmobilienkaufleute ein, die wir nach ihrer Ausbildung für ein Jahr befristet übernehmen, wenn sie engagiert und zuverlässig sind.

Manuela Eltner
Telefon: 0 53 61.791 146
E-Mail: manuela.eltner[at]nld.de


Elke Kreth ist Personalreferentin und betreut gemeinsam mit den Meistern der jeweiligen Gewerke die NEULAND-Azubis aus dem gewerblichen Bereich. In diesen Berufen wird ausgebildet: Tischler/-in, Elektroniker/-in, Sanitär-, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Maler/-in und Lackierer/-in sowie Gärtner/-in. 

Wer sich bewirbt, sollte vor allem Freude an handwerklichen Tätigkeiten haben. Allerdings sind auch mathematische Fertigkeiten wichtig, weil das Handwerk viel mit Flächen, Formeln und Berechnungen zu tun hat. Pro Gewerk stellen wir eine oder einen Azubi ein. Interessierte sollten mindestens 16 Jahre alt sein und einen befriedigenden Hauptschulabschluss nachweisen können. Auf ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten legen wir viel Wert. Und die Zeugnisse sollten keine unentschuldigten Fehlzeiten aufweisen. Vorteilhaft ist auch der Besuch einer Berufsfachschule oder berufsvorbereitenden Schule. Insgesamt kommt es uns aber auf das Gesamtbild und die positive Entwicklung an. 

Während der Ausbildung unterstützen wir mit Seminaren und Vorbereitungslehrgängen, die wir ebenso bezahlen, wie etwa Fachbücher für die Schule. Auch die Arbeitskleidung wird gestellt. Unsere Azubis werden von unseren Gesellen zum Mieter mitgenommen und lernen vor Ort das Praktische. Nach der Ausbildung können wir unsere ausgelernten Mitarbeiter für ein weiteres Jahr übernehmen, wenn diese die Prüfung innerhalb eines angemessenen Rahmens bestanden haben, engagiert und zuverlässig sind.

Elke Kreth
Telefon: 0 53 61.791 134
E-Mail: elke.kreth[at]nld.de
www.nld.de/unternehmen/jobs
www.youtube.com/user/NEULANDWolfsburg

 

 

Wie bewerbe ich mich für einen Ausbildungsplatz?

Zeugnisse/Noten
Unternehmen schauen auf die Kernfächer (Deutsch, Mathe) sowie auf für die Ausbildung wichtige Noten. Auch die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens zählt! Neben den Schulzeugnissen lege auch Praktikumszeugnisse dazu und eventuell Zertifikate über zusätzliche Kurse oder Bewerbungstrainings und Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement. Damit hebst du dich von anderen Bewerbern ab.

Was gehört zur Bewerbung?
Anschreiben, Lebenslauf und die letzten zwei Zeugnisse gehören in eine ordentliche Bewerbungsmappe. Ein professionelles Foto (saubere Kleidung) ist keine Pflicht, wird aber erwartet.

Anschreiben
Bitte keine Standardschreiben! Erkläre, wer du bist, was du mitbringst, warum du die/der Richtige für die Stelle bist und warum du dieses Unternehmen bevorzugst. Beweise, dass du dich über Ausbildung, Anforderungen, Inhalte und die Firma informiert hast. Den richtigen Ansprechpartner erfährst du auf der Firmen-Website oder telefonisch.

Lebenslauf
Aufgeführt werden darin die besuchten Schulen und Abschlüsse, außerdem Praktika, Auszeichnungen, sonstiges Engagement, Hobbys (wie Jugendgruppenleitung, Verein, Sport) und außerdem besondere Fähigkeiten. Unterschrift wäre gut, ist aber kein Muss.

Vorstellungsgespräch
Sei pünktlich und trage saubere Kleidung, die dem Unternehmen angemessen ist: Anzug und Krawatte in der Bank, für die Werkstatt reichen saubere Jeans und ein Hemd/eine Bluse. Keine Mützen oder Caps und für Mädchen keine tiefen Ausschnitte oder kurzen Röcke. 

Gib deinem Gegenüber die Hand und setz dich erst, wenn du dazu aufgefordert wirst. Immer mal wieder den Blickkontakt suchen, nicht auf den Boden oder am anderen vorbeischauen. 

 

Lächeln ist nicht verboten. ;-) Sprich deutlich und in ganzen Sätzen. Statt mit Ja oder Nein zu antworten, erzähle etwas genauer über dich. Sei natürlich, verstell dich nicht und bitte nicht schwindeln! Besonders, wenn du dazu aufgefordert wirst, stelle selbst ein paar Fragen (nach der Betreuung der Azubis, den Berufsschulzeiten oder auch nach den Möglichkeiten nach der Ausbildung oder dem Verdienst). Du kannst das Vorstellungsgespräch mit Freunden oder Eltern üben und dir schon mal zu Fragen, die mit Sicherheit kommen werden, deine ganz persönlichen Antworten überlegen („Warum haben Sie sich bei uns beworben?“, „Was reizt Sie an dieser Ausbildung?“).

Bewerbungsfristen
Bewerbungsfristen beachten: in der Regel in den Sommerferien vor dem letzten Schuljahr oder spätestens Anfang des jeweiligen Jahres für den August beziehungsweise September. Größere Unternehmen wie Banken und Versicherungen beginnen oft schon eineinhalb Jahre früher mit der Suche nach ihren Azubis.

Wichtige Links
www.arbeitsagentur.de
www.jobcenter-wolfsburg.de
www.ihk-lueneburg.de
www.planet-beruf.de
jobboerse.arbeitsagentur.de
www.berufe.tv