12.09.2014

NEULAND Aufsichtsrat beschließt Erwerb von Immobilien

Mittel- bis langfristige Quartiersentwicklung soll Stadtteile stärken

Der Aufsichtsrat der NEULAND Wohnungsgesellschaft mbH hat heute den Ankauf von 805 Wohnungen in Detmerode und Westhagen beschlossen. Es handelt sich um Immobilien, die sich derzeit noch im Eigentum der Berlinovo Immobiliengesellschaft bmH befinden. Berlinovo verkaufte bundesweit ihren Immobilienbestand an die Westgrund AG. Die Wolfsburger Struktur- und Beteiligungsgesellschaft AöR (WSB), eine 100 Prozent Tochter der Stadt Wolfsburg, wird für einen Teil der Wolfsburger Immobilien ihr Vorkaufsrecht geltend machen. Nach dem Erwerb durch die WSB werden die Wohnungsbestände an die kommunale Wohnungsgesellschaft NEULAND weiterveräußert. Ein genauer Zeitpunkt für die Vertragsabwicklung steht derzeit noch nicht fest.

„Wir nutzen das Vorkaufsrecht für die Immobilien in Westhagen um die Stadtentwicklung in diesem Stadtteil voranzutreiben. Vor dem Hintergrund haben wir uns für diesen Schritt entschieden. Bei der Neuland als kommunale Gesellschaft sehen wir eine verstärkte Steuerungsmöglichkeit zum Wohl des Stadtteiles und seiner Bewohner“, unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Mit der Neuland als Erwerber der Wohnungen könne die Stadt auf einen Partner zurückgreifen, der sich in vielfältiger Weise bereits in diesem Stadtteil engagiert. Darüber hinaus ist die Neuland mit den besonderen Bedingungen in einem Fördergebiet der Sozialen Stadt vertraut und kann die Ziele des Förderprogramms nachhaltig sichern.

„Der heute beschlossene Ankauf ist eine große Chance Detmerode und Westhagen mittel- bis langfristig proaktiv und unter nachhaltigen sowie sozialen Gesichtspunkten weiterzuentwickeln. Klar ist aber auch, dass wir eine große Verantwortung mit dieser Entscheidung übernehmen. Die Menschen, die in den betroffenen Quartieren leben, haben große Erwartungen. Wir haben mit dem heutigen Beschluss zunächst einen rechtlichen Grundstein gelegt, so dass die NEULAND als erfahrener Stadt- und Quartiersentwickler jetzt mit konkreten Planungen beginnen kann“, so Aufsichtsratsvorsitzende Immacolata Glosemeyer.

Nach Abschluss des Kaufvertrages zwischen der WSB und der Berlinovo wird die NEULAND im Sanierungsgebiet Westhagen die Immobilien Plauener Straße 22 und 24 (26 Wohnungen), Hallesche Straße 2,4,6 und 8 (52 Wohnungen), Hallesche Straße 20 bis 32 sowie 36 bis 40c (Einkaufszentrum – 161 Wohnungen, 24 Gewerbeeinheiten), Jenaer Straße 64 bis 78 (106 Wohnungen) sowie 161 Stellplätze in der Parkpalette der Dessauer Straße von der WSB erwerben.

Darüber hinaus fasste das Gremium den Beschluss, dass die NEULAND die Immobilien des Einkaufszentrums Westhagen in der Dessauer Straße 14 bis 34 (209 Wohnungen, 10 Gewerbeeinheiten) direkt von der Berlinovo erwerben wird. Diese Immobilien waren nicht Bestandteil des Verkaufspaktes zwischen Berlinovo und Westgrund.

Die Stadt Wolfsburg begrüßt das Engagement von privaten Investoren wie Westgrund. „Die Westgrund AG hat die Absicht mit kleineren Sanierungsmaßnahmen die Qualität der Objekte zu erhöhen. Das erkennen wir an. Unser Ziel ist es jedoch die notwendigen Investitionen und damit Entwicklungsperspektiven für die Objekte mitbestimmen zu können“, blickt der Oberbürgermeister in die Zukunft.

„Die Entwicklung eines Quartierskonzeptes rund um das Einkaufszentrum Westhagen als zentrales Herzstück des Stadtteiles stellt eine große  Herausforderung dar. Wir werden den gesamten Bereich ganzheitlich betrachten und gemeinsam mit Stadt, Politik und Anwohnern ein Zukunftskonzept erarbeiten“, sagt NEULAND Geschäftsführer Manfred Lork. Derzeit rechnet die NEULAND mit einer Planungsphase von rund drei Jahren für diesen Bereich.

Einen weiteren Baustein des heutigen Beschlusses stellen die Wohnhäuser Theodor-Heuss-Straße 70 und 72, besser bekannt als Don Camillo (160 Wohnungen) und Peppone (91 Wohnungen) dar. Diese Immobilien wird die WSB ebenfalls erwerben und an die NEULAND veräußern. Klar ist, dass an diesen Wohnhäusern Modernisierungsbedarf besteht. Wie umfangreich künftige Maßnahmen allerdings ausfallen werden, gilt es nach dem Erwerb der Immobilien konkret zu ermitteln und zu planen. Auch dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die außerhalb des Sanierungsgebietes liegenden Wohnungen in der Halleschen Straße 18, 18a und 18b (15 Wohnungen), sowie Plauener Straße 2 und 4 (15 Wohnungen)  wird die NEULAND nicht erwerben.