Du packst es!

Wozu viel Geld für Geschenkpapier ausgeben?  Das fragt sich bestimmt so mancher und belässt es bei der 99-Cent- Rolle aus dem Billig-Shop. Schließlich ist der Einpack-Effekt ja Sekunden nach der Überreichung verflogen, spätestens wenn der Beschenkte der jungfräulichen Gabe an Heilig Abend das Papier von der Oberfläche reißt. Stimmt nicht ganz! Denn ähnlich wie bei anderer Gelegenheit "isst" auch hier das Auge mit, soll heißen mit der richtigen Präsentation wirkt das Geschenk gleich noch mal so imposant. Das muss noch nicht mal teuer sein und macht auch noch Spaß, wie weltraum-Dekoexpertin Andrea Müller verspricht. Sie hat gleich vier Varianten, wie man schon vor dem Auspacken für große Augen sorgt. Bei Variante 1 kommt die so genannte Schablonentechnik zum Einsatz. Auf Packpapier oder Pack- papiertüten werden mit Hilfe von Schablonen farbige Muster getupft. Die Schablonen gibt´s schon für kleines Geld im Bastelladen. Getupft wird am besten mit einem Schwamm - nicht zuviel Farbe verwenden, sonst verschmiert´s. Mit Geschenkband verzieren. Fertig.

Wer es noch ausgefallener mag, wählt Variante 2 und setzt den seit dem Kindergarten bekannten Scherenschnitt ein. So bekommen Geschenkanhänger die persönliche Note und selbst Zeitungspapier sieht festlich aus. Besonders hübsch und edel wirkt die Kombination mit farbigen Kordeln.

A propos edel: Variante 3 zeigt, dass Geschenkbänder zu einer sehr wirkungsvollen Deko werden können. Als Verschluss wird dabei nämlich Siegellack getropft. Siegellack über den Knoten, das individuelle Siegel aufdrücken und in Kombination mit am Computer selbst gemachter Banderole auf Transparentpapier und/oder Packpapier ist die perfekte Form für individuelle Weihnachtsgrüße. Variante 3 ist allerdings nicht ganz billig: Siegellack, Siegel und Griff kosten zwar etwa 20 Euro, halten dafür aber auch ewig.

Für die Exoten unter den Einpackern hat Andrea Müller noch Variante 4 parat: orientalische Verpackungen aus Geschenkpapier in Gold und Grün. "Diese werden verziert mit Pfauenfedern, Paillettenbändern oder Goldbordüren. Am besten möglichst üppig. Das sieht nicht nur edel aus, sondern ist auch sehr schnell und einfach gemacht", verrät Andrea Müller. Bei allen Varianten in Sachen Geschenkpapier gibt es eine Gemeinsamkeit: Das Papier ist aus günstigen und guten Sorten zusammengestellt. Dazu gehören Pack- und Zeitungspapier genauso, wie farbiges Seiden- oder Krepppapier. Wer sich als Bastelliebhaber auf die Geschenkpapier-Variationen einlässt, wird bestimmt nicht nur viel Lob für seinen "Einsatz" bekommen: Mit Sicherheit wird auch niemand der Beschenkten die Kunstwerke um und an den Geschenken einfach achtlos aufreißen und wegschmeißen.