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Geschichte und Verantwortung

Ein Podcast über die letzten Bauaktivitäten der NEULAND während des Zweiten Weltkrieges.

Die NEULAND wurde 1938 in der Stadt des KdF-Wagens gegründet und arbeitete in ihren Anfangsjahren unter dem Einfluss des NS-Regimes. Heute ist sie ein modernes, kommunales Wohnungsunternehmen. Gerade deshalb stellt sich die NEULAND ihrer eigenen Geschichte – offen und kritisch. Der Historiker Dr. Maik Ullmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, arbeitet derzeit die Unternehmensgeschichte auf. Die Ergebnisse erscheinen Anfang 2026 im Göttinger Wallstein Verlag in einem Sammelband. Bereits vorab gibt ein Podcast vielfältige Einblicke. In der vierten Folge stehen die letzten Kriegsjahre im Fokus.

Von den ästhetischen Vorgaben der Stadtplanung nahm man Abstand. Hier gab es nur eine Parole: Bauen

Dr. Maik Ullmann

Bauen unter Kriegsbedingungen: Behelfssiedlungen und neue Prioritäten

Mit dem Aufbau des Volkswagen-Werkes sollte ab 1938 eine vorbildliche Arbeiterstadt entstehen: eine Stadt im Grünen, getrennt durch den Mittellandkanal in Wohn- und Arbeitsbereiche, mit Paradestraßen und Aufmarschplätzen. Ab 1942 kam der zivile Wohnungsbau jedoch nahezu vollständig zum Erliegen – bedingt durch Materialknappheit und Arbeitskräftemangel. In den letzten Kriegsjahren war die NEULAND unter anderem am Bau normierter Behelfsheime beteiligt. Diese entstanden in Schnellbauweise, etwa in der Laux-Siedlung an der damaligen Reichsstraße 188. Die Aufgabe solcher Siedlungen war es, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, nachdem auch Wohnviertel durch alliierte Bombardierungen zerstört worden waren.

Der Podcast „NEULAND – Geschichte und Verantwortung“ ist auf allen gängigen Portalen bereitgestellt.