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Die NEULAND stellt Weichen für die kommenden zehn Jahre

Die NEULAND stellt Weichen für die kommenden zehn Jahre

Aufsichtsrat beschließt Wirtschaftsplan – Mehr als 400 Millionen Euro für den Bestand vorgesehen – Modernisierung bleibt Investitionsschwerpunkt

Wolfsburg, 18. September 2026. Der Aufsichtsrat der NEULAND Wohnungsgesellschaft mbH hat in seiner heutigen Sitzung den Wirtschaftsplan beschlossen. Damit schafft das kommunale Wohnungsunternehmen die Grundlage für seine weitere Entwicklung in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld. Trotz deutlich gestiegener Bau- und Finanzierungskosten plant die NEULAND, in den kommenden zehn Jahren mehr als 400 Millionen Euro in ihren Wohnungsbestand zu investieren. Mit knapp 300 Millionen Euro bildet die Modernisierung den mit Abstand größten Anteil. Ziel ist es, den Wohnungsbestand auf wirtschaftlich solider Basis weiterzuentwickeln, Gebäude langfristig zukunftsfähig aufzustellen und zugleich auch künftig Wohnraum für breite Schichten der Wolfsburger Bevölkerung zu angemessenen Konditionen anzubieten.

Für Wolfsburg kommt zu den allgemeinen Herausforderungen der Wohnungs- und Bauwirtschaft eine besondere wirtschaftliche Situation hinzu. Die tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie und bei Volkswagen wirken weit über das Unternehmen hinaus in die Stadtgesellschaft. Für die NEULAND gewinnt damit eine langfristig verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Unternehmensentwicklung zusätzlich an Bedeutung. „Wolfsburg befindet sich in einer Phase, in der wirtschaftliche Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht mehr selbstverständlich sind. Die Veränderungen bei Volkswagen beschäftigen viele Menschen in unserer Stadt – ganz unmittelbar mit Blick auf ihren Arbeitsplatz, aber auch mit Blick auf ihre persönliche Zukunft. Gleichzeitig erleben wir, dass Unsicherheit zunimmt und gesellschaftliche Gegensätze schärfer werden. In einer solchen Situation muss Stabilität für ein kommunales Wohnungsunternehmen Priorität haben“, sagt Immacolata Glosemeyer, Vorsitzende des Aufsichtsrats der NEULAND. „Mit dem Wirtschaftsplan setzen wir deshalb ein klares Signal: Die NEULAND bleibt handlungsfähig, investiert langfristig in Wolfsburg und übernimmt Verantwortung. Dabei geht es nicht darum, um jeden Preis möglichst viel zu bauen. Es geht darum, das Richtige zu tun und wirtschaftliche Vernunft mit unserer sozialen Verantwortung für die Stadt zu verbinden.“

Investitionen mit langfristiger Perspektive

Die Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft bleiben anspruchsvoll. Bauleistungen haben sich weiter verteuert, gleichzeitig belasten Finanzierungskosten die Wirtschaftlichkeit von Neubau- und Modernisierungsvorhaben. Hinzu kommen steigende technische und regulatorische Anforderungen. Für die NEULAND bedeutet das, Investitionen konsequent auf ihre langfristige Tragfähigkeit auszurichten. „Die Kostenentwicklung der vergangenen Jahre können wir nicht ausblenden. Wer heute baut oder umfassend modernisiert, muss sehr genau rechnen. Unsere Aufgabe ist es deshalb, Investitionen, Bezahlbarkeit und wirtschaftliche Stabilität immer wieder neu in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen“, sagt Hans-Dieter Brand, Sprecher der Geschäftsführung der NEULAND. „Trotz dieser Herausforderungen ziehen wir uns nicht zurück. Wir investieren weiter in die Stadtentwicklung und vor allem in die Qualität unseres Bestandes. Dazu gehört die technische Modernisierung unserer Gebäude ebenso wie Maßnahmen zur Verbesserung ihrer energetischen Qualität. Entscheidend ist für uns, konkrete und nachvollziehbare Lösungen umzusetzen, die technisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sind.“

Dass dafür Nachfrage besteht, zeige auch die Vermietung aktueller Projekte. „Die Resonanz auf Projekte wie die Neue Reihe und Am Mühlengraben gibt uns in unserem Kurs Recht. Die Menschen suchen guten, zeitgemäßen Wohnraum zu Konditionen, die zu Wolfsburg passen. Genau diesen Anspruch wollen wir auch unter deutlich schwierigeren Rahmenbedingungen erfüllen“, so Irina Franz, Geschäftsführerin der NEULAND. Bei der Modernisierung richtet die NEULAND den Blick unter anderem auf Gebäudequalität, Energiebedarf, technische Anlagen und zeitgemäße Wohnstandards. Umwelt- und Klimaschutzaspekte werden dabei konkret auf die jeweilige Maßnahme bezogen und gemeinsam mit Wirtschaftlichkeit, Bezahlbarkeit und langfristiger Nutzbarkeit bewertet.

Verlässlichkeit für Mieter:innen und Quartiere

Neben den Investitionen in Gebäude bleibt die Qualität der Bewirtschaftung ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die NEULAND setzt dabei weiterhin auf eine kundenorientierte Vermietung, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wohnungsbestand und einen kompetenten und zuverlässigen Handwerkerservice.

„Gerade wenn die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Spannungen wachsen, wird Verlässlichkeit im Alltag wichtiger. Unsere Mieter:innen sollen wissen: Die NEULAND ist erreichbar, kümmert sich und sucht Lösungen. Das gilt für die Vermietung genauso wie für Reparaturen, die Bewirtschaftung unserer Häuser oder Fragen rund um das eigene Zuhause“, sagt Irina Franz.

Zugleich bleibe das Engagement in den Quartieren ein wichtiger Teil der Unternehmensausrichtung. „Wohnen endet nicht an der Wohnungstür. Wir erleben, dass Einsamkeit zunimmt, dass der gesellschaftliche Ton rauer wird und Begegnung nicht mehr überall selbstverständlich ist. Ein Wohnungsunternehmen kann diese Entwicklungen nicht allein lösen. Aber wir können Räume und Gelegenheiten schaffen, in denen Nachbarschaft entstehen kann. Unser Anspruch ist deshalb nicht nur, guten Wohnraum bereitzustellen. Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen gern in ihrem Quartier leben und miteinander im Gespräch bleiben.“

Mit dem beschlossenen Wirtschaftsplan schafft die NEULAND die Grundlage, diesen Kurs in den kommenden Jahren fortzuführen. Wirtschaftliche Stabilität, die Modernisierung des Bestandes, angemessene Wohnkosten und die Verantwortung für die Wolfsburger Quartiere bilden dabei die Leitlinien der weiteren Unternehmensentwicklung.